USA greifen Iran nach Attacke auf Containerschiff anDas US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf Iran gestartet. Die Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus angegriffen hätten, erklärte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom am Samstag (Ortszeit). Es ist die dritte Runde von US-Angriffen auf Iran in dieser Woche.Nach der Vereinbarung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat hatte vorübergehend relative Ruhe in der Region geherrscht. In der Nacht zum Mittwoch aber begannen die USA wieder mit massiven Angriffen auf Iran, US-Präsident Donald Trump erklärte die mit Iran vereinbarte Feuerpause für beendet. Die Streitkräfte Irans griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in der Region an. Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten am Sonntag die Sperrung der Straße von Hormus.Fabian DrahmouneIran schließt Straße von HormusDie Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Straße von Hormus abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren.Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der „Aggressor“ neue Angriffe gegen den Iran starten, hieß es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf „feindlich Stützpunkte“ in der Region reagieren. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht offiziell zu dem Vorfall. Ein US-Beamter bestätigte jedoch dem gut vernetzten Journalisten Barak Ravid, dass die Revolutionsgarden eine Rakete auf ein Handelsschiff abgefeuert hätten, das versucht habe, die Straße von Hormus zu passieren. Das Schiff sei getroffen und schwer beschädigt worden.Die Revolutionsgarden hätten zuvor erklärt, keine „ausländische Einmischung“ bei der Festlegung von Schiffsrouten in der Straße von Hormus dulden zu wollen, hieß es in der Mitteilung der IRGC-Marine weiter. Eine solche Einmischung würde ein entscheidendes Vorgehen von iranischer Seite nach sich ziehen.Fabian DrahmouneBritische Seefahrtsbehörde: Containerschiff vor Oman beschädigt – Feuer an BordDie britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldet einen Vorfall neun Seemeilen östlich von Oman. Ein Containerschiff sei am Heck beschädigt worden, was zu einem Feuer an Bord geführt habe, heißt es unter Berufung auf Militärbehörden.Fabian DrahmouneBerichte: Oman mit Vorschlag für gebührenfreie Schifffahrt Der Oman hat einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus vorgelegt. Demnach soll der Schiffsverkehr auf der südlichen Route wie vor dem Krieg frei möglich sein, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Der „Axios“-Reporter Barak Ravid bestätigte den Vorschlag auf der Plattform X. Auf der nördlichen Route entlang der iranischen Küste wären laut CNN Genehmigungen Teherans nötig, allerdings ebenfalls keine Gebühren fällig.Vertreter Irans und des Omans hatten zuvor in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs verhandelt. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen. Angaben zu dem Vorschlag machte der Oman nicht. Laut dem Reporter Ravid steht eine Zusage Irans noch aus.Iran schwört Rache für Ali Khameneis TodNach der Bestattung von Irans Oberstem Führer Ajatollah Ali Khamenei hat die Staatsführung Rache für seinen Tod geschworen. „Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen“, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Khameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba zugeschrieben wurde. Über Modschtaba Khameneis Gesundheitszustand wird seit Monaten spekuliert. Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist er nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Sabrina FrangosIran weist Trumps Darstellung über Bitte um Gespräche zurückIran weist Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach die Regierung in Teheran um Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Man habe keine Gespräche angestrebt, sondern lediglich dem Besuch eines katarischen Vermittlers zugestimmt, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, dem staatlichen Fernsehen zufolge. Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten Gesprächen zugestimmt, nachdem Iran darum gebeten habe. Baghaei warnt zudem, dass jeder Verstoß der USA gegen ihre Verpflichtungen mit Gegenmaßnahmen beantwortet werde. Darüber hinaus reise Außenminister Abbas Aragtschi in den Oman, um über die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu beraten. Wie die Nachrichtenagentur Isna meldet, ist Iran entschlossen, den sicheren Seeverkehr dort zu gewährleisten und setzt die Zusammenarbeit mit dem Oman fort.Trump: USA stimmen neuen Gesprächen mit Iran zuDie USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump weiteren Gesprächen mit Iran zugestimmt. Die Regierung in Teheran habe darum gebeten, die Gespräche fortzusetzen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Gleichzeitig teilte er mit, dass die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern beendet sei. „Wir haben dem zugestimmt, aber die Vereinigten Staaten haben unmissverständlich klargemacht, dass der Waffenstillstand BEENDET ist!“, schrieb Trump.Bereits auf dem NATO-Gipfel in dieser Woche hatte Trump die Waffenruhe für beendet erklärt. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump in Ankara.Fabian DrahmouneUS-Medien: Israel warnte Trump vor iranischem MordkomplottIsrael hat die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt. Der Warnung zufolge habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf ungenannte Quellen.Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt.Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Irankrieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten.Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. „Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste Irans“, sagte er später.Fabian DrahmouneUS-Regierung: Gespräche mit Iran laufen weiterTrotz der Angriffe gegen Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen „inakzeptablen Ausmaßes“ darstelle.In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele in Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss.US-Präsident Donald Trump hatte Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.Fabian DrahmouneKhamenei in Heimatstadt beerdigtMehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei beerdigt worden. Die Bestattung erfolgte im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche.Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden.Fabian DrahmouneTelefonat zwischen Trump und Netanjahu zu IrankriegUS-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben am Donnerstag über den Irankrieg beraten. Bei dem Telefonat habe Trump „über das Vorgehen der USA in der Golfregion“ informiert, teilte Netanjahus Büro am Abend im Onlinedienst X mit. Ein US-Vertreter bestätigte das Telefonat, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten.Kaum Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist am Donnerstag nach der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und Iran nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten in den frühen Morgenstunden Schiffsdaten und Branchenkreisen zufolge die Meerenge. Dabei handelte es sich demzufolge um den unter US-Sanktionen stehenden iranischen Rohöl-Supertanker „Berg 1“ sowie den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Chemikalientanker „Well Sail“.„Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist im Wesentlichen zum Erliegen gekommen, was im Moment mehr über die Risikowahrnehmung aussagt als jede Erklärung aus Washington oder Teheran“, sagte Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse beim Beratungsunternehmen Rystad Energy, der Nachrichtenagentur Reuters. Iranische Streitkräfte haben am Donnerstag US-Militärstützpunkte in benachbarten Golfstaaten attackiert. Dies war eine Reaktion auf US-Angriffe auf iranische Ziele am Mittwoch. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: USA starten neue Angriffe gegen Iran | FAZ
US-Militär: Reaktion auf iranische Attacke auf Containerschiff +++ Iran schließt Straße von Hormus +++ Trump droht Iran bei Mordanschlag auf ihn mit „vollständiger Vernichtung“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog










