Ulrike TschirnerUS-Militär griff 90 Ziele im Iran anDie USA haben ihre Angriffe auf den Iran abgeschlossen. Insgesamt seien rund 90 Ziele im Iran attackiert worden, teilte das für die Region zuständige Zentralkommando mit. Dazu gehörten demnach Luftverteidigungssysteme, Einrichtungen zur Küstenüberwachung, Lager für Raketen und Drohnen, Marinekapazitäten sowie militärische Logistikinfrastruktur entlang der iranischen Küste. Gestern hatten die USA mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen.Bastian HartigIranische Revolutionsgarde meldet Angriffe auf US-StützpunkteIm Golfemirat Bahrain ist zum zweiten Mal seit Beginn der neuen Angriffswelle der USA gegen den Iran Raketenalarm ausgelöst worden. Die iranische Revolutionsgarde verkündete, sie habe zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen und einen in Bahrain. Dabei seien »wichtige Infrastruktur und Einrichtungen« der US-Armee mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen worden, hieß es in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Darin warnte die Revolutionsgarde zugleich, dass sie bei weiteren US-Attacken ihre Angriffe auf andere Stützpunkte in der Region ausweiten würden. Ob durch die Angriffe Schäden entstanden, war zunächst nicht klar.Ulrike TschirnerKuwaits Armee meldet Beschuss, Raketenalarm in Bahrain und KatarNach den jüngsten US-Angriffen im Iran ist auch der Golfstaat Kuwait die zweite Nacht in Folge unter Beschuss geraten – dort befinden sich Stützpunkte des US-Militärs. Die Flugabwehr wehre Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wieder die Sirenen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren dort mehrere Explosionen zu hören. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats mit. In Katar wurde ebenfalls Raketenalarm ausgelöst. Die Golfstaaten waren schon mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie beherbergen US-Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt liegen.Jana TrietschEisenbahnbrücke im Iran soll bei US-Angriffen getroffen worden seinDas US-Militär hat iranischen Staatsmedien zufolge in der Nacht auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten des Iran bombardiert. Mehrere Geschosse hätten die Brücke in der Provinz Golestan getroffen, berichtete der Staatssender Irib auf der Plattform X. Nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV ist das der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April.Jana TrietschIran will laut Trump weiterhin »unbedingt« ein AbkommenNach Darstellung des US-Präsidenten will der Iran weiterhin ein Friedensabkommen. »Sie haben vor Kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschließen«, behauptete Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington, D. C. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden.Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: »Weil … sie etwas verrückt sind.« Eine Bestätigung aus dem Iran liegt derzeit nicht vor.Ulrike TschirnerDonald Trump droht mit noch härteren AngriffenUS-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform mehrere Videos von den jüngsten Angriffen auf den Iran veröffentlicht. Diese sollen nach seinen Angaben mehrere Explosionen im Iran zeigen. Die Angriffe seien eine Vergeltungsmaßnahme für den Beschuss mehrerer Schiffe durch den Iran, schrieb Trump – und richtete zugleich eine weitere Warnung an den Iran: »Wenn so etwas noch einmal passiert, wird es noch viel schlimmer werden!«Pia PackmohrUS-Streitkräfte melden neue Angriffe auf Ziele im Iran Die USA haben erneut Angriffe auf Ziele im Iran gestartet. Das teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Damit greifen die USA zum zweiten Mal binnen 24 Stunden iranische Ziele an. Durch die Angriffe soll laut Centcom die Fähigkeit des Iran eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen. US-Präsident Donald Trump hatte die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause am Rande des Nato-Gipfels für beendet erklärt und neue Angriffe in Aussicht gestellt. Das US-Militär habe den Iran »hart getroffen« und »wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen«, sagte er. Hier erfahren Sie mehr dazu: Hella KemperVermittler Pakistan fordert die USA und den Iran zur Zurückhaltung aufAngesichts der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat der Vermittler Pakistan zur Zurückhaltung aufgerufen. »Pakistan fordert alle Seiten nachdrücklich auf, ihre jeweiligen Verpflichtungen aus dem Islamabad-Memorandum einzuhalten«, teilte das pakistanische Außenministerium mit Blick auf das Mitte Juni geschlossene amerikanisch-iranische Rahmenabkommen für eine Friedenslösung mit. Das Ministerium rief »alle Parteien zur Zurückhaltung« auf.UN-Generalsekretär António Guterres forderte derweil eine Rückkehr der Konfliktparteien an den Verhandlungstisch. Guterres sei »sehr besorgt« und rufe »alle Parteien dazu auf, größtmögliche Zurückhaltung zu üben, jede weitere Eskalation zu vermeiden und unverzüglich Maßnahmen zur Deeskalation zu ergreifen«, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric.Pia PackmohrAcht Soldaten bei US-Angriffen im Südiran getötet wordenBei US-Angriffen in den Städten Bandar Abbas und Buschehr im Südiran sind acht Soldaten getötet worden. Dies berichteten staatliche iranische Medien. Bei den Getöteten handele es sich um Angehörige der Luftwaffe und der Marine.Marlena WessollekMacron hält Rahmenabkommen weiterhin für möglich und setzt auf GesprächeDer französische Präsident Emmanuel Macron hält trotz der neuen Eskalation im Irankrieg an Diplomatie sowie an dem ausgehandelten Rahmenabkommen mit den USA fest. Er glaube, dass durch die iranischen Angriffe, die dann zur Reaktion der USA geführt hätten, ein Verstoß gegen dieses Abkommen vorliege, sagte er am Rande des Nato-Gipfels. »Meiner Meinung nach handeln die Iraner falsch, wenn sie diese Luftangriffe durchführen, die gegen das verstoßen, was sie selbst unterzeichnet haben«, sagte Macron. Man befinde sich aber noch immer innerhalb der in dem Abkommen vereinbarten 60-Tage-Frist, innerhalb der ein endgültiger Deal ausgehandelt werden soll. Seines Wissens nach werden die in diesem Rahmen vorgesehenen Treffen weiterhin stattfinden. US-Präsident Donald Trump sieht die Waffenruhe indes beendet. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte er.Jona SpreterTrump will Iran in der Nacht erneut angreifenDer US-Präsident hat die Führung des Iran als »verrückt« bezeichnet. Die Verantwortlichen würden sich »sehr schlecht benehmen«, sagte Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Deswegen habe man den Iran gestern Nacht attackiert und werde heute wahrscheinlich erneut »hart angreifen«. Trump sprach von einer Eskalation, die dabei »helfen« könnte, den Krieg zu beenden. Sophia ReddigFast 6.000 Seeleute sitzen laut UN-Schifffahrtsorganisation weiter in Golfregion fest In der Golfregion sitzen nach UN-Angaben weiterhin fast 6.000 Seeleute fest. Der Direktor der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez, verurteilte die Angriffe auf mehrere Schiffe in der Straße von Hormus in den vergangenen Tagen. »Diese rücksichtslosen Angriffe haben unschuldige Seeleute erneut in große Gefahr gebracht«, sagte er. Dominguez forderte eine »größtmögliche Zurückhaltung und Deeskalation«. Nach dem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den die USA den Iran verantwortlich machten, griff die US-Armee in der Nacht zum Mittwoch mehr als 80 Ziele im Iran an. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in der Region. Beim Nato-Gipfel in Ankara erklärte US-Präsident Donald Trump dann am Mittwochmittag eine eigentlich geltende Waffenruhe im Irankrieg für beendet. Katrin ScheibZwei Minister, zwei PositionenWie wahrscheinlich ist es, dass die deutsche Marine sich an der Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligt? Die kurze Antwort: Kommt drauf an, wen man fragt. Warum Außenminister Wadephul und Verteidigungsminister Pistorius entgegengesetzte Positionen vertreten, wie es dazu kam und wie es in dieser Sache nun weitergeht, haben meine Kollegen Alice Bota, Hauke Friederichs, Tim-Antonio Lieberknecht und Anna Sauerbrey aufgeschrieben. Sie beantworten auch die Frage: Wer von den Ministern hat recht – und wer ist der bessere Schauspieler?Den ganzen Text lesen Sie hier:Alara YilmazÖlpreise nach Trumps Erklärung zu Ende der Waffenruhe stark gestiegenNach dem von US-Präsident Donald Trump verkündeten Ende der Feuerpause mit dem Iran sind die Ölpreise um mehr als fünf Prozent gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte um rund fünf Prozent auf 78,06 Dollar (68,44 Euro) zu. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte auf 74,19 Dollar. Leon GinzelTrauerzug für getöteten Ajatollah Ali Chamenei im Irak angekommenIn der für Schiiten heiligen Stadt Nadschaf im Irak haben Trauerfeiern für Irans getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Heute früh setzte sich dort ein Trauerzug in Bewegung, zu dem örtlichen Berichten zufolge Hunderttausende erschienen. Während Chameneis Sarg ⁠auf einem Lastwagen durch die Straßen ​gefahren wurde, riefen die Menschen USA- und israelfeindliche Parolen. Neben irakischen ‌und iranischen ⁠Flaggen waren in ​der Menge auch die Banner einflussreicher, vom Iran unterstützter irakischer Milizen zu sehen. Irans Präsident Massud Peseschkian und hohe geistliche und politische Führer des Iraks nahmen an der Prozession teil. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi hatte den Leichnam Chameneis am Vorabend in Empfang genommen.Der Trauerzug soll von Nadschaf in die ​heilige Stadt Kerbela weiterziehen. Danach wird der Sarg in ⁠den ​Iran zurückgebracht. Die Beisetzung soll morgen in Maschhad stattfinden, einem religiösen Zentrum im Nordosten des Iran.Mehr ladenTickarooLive Blog Software