Trump droht mit weiteren Angriffen auf IranNach der jüngsten Eskalation im Irankrieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren US-Angriffen heute Nacht gedroht. Das US-Militär habe Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht „hart getroffen“ und „wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen“, sagte Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des NATO-Gipfels im türkischen Ankara. „Es könnte ein großer Angriff werden.“ Falls nötig, würden die USA auch die Strom- und Wasserwerke des Landes ausschalten. Er wolle ⁠dies jedoch eigentlich nicht, erklärte Trump weiter. Der US-Präsident drohte auch mit der Besetzung der strategisch wichtigen Insel Kharg. Er sei nicht glücklich über das „sehr schlechte Benehmen“ der Führung in Teheran, bekräftigte Trump. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, „wie sich alles entwickelt“.Der Irankrieg flammt wieder auf – hier sehen Sie, wo es in der Nacht Angriffe gab: Trump erklärt Rahmenabkommen mit Iran für hinfällig US-Präsident Donald Trump hat die Absichtserklärung ​zur Beendigung des Krieges mit Iran für ⁠nichtig erklärt. Die Vereinbarung sei hinfällig, sagte Trump am Mittwoch beim NATO-Gipfel in Ankara. Er wolle nicht ‌mehr mit Teheran verhandeln. „Für mich ist die Sache erledigt. Ich will nichts mit ihnen zu tun haben“, erklärte ‌er. Er bezeichnete die iranische Führung als „Abschaum“ und „kranke Leute“. Es sei reine Zeitverschwendung, sich ​mit ihnen zu befassen.Die ⁠USA hatten nach eigenen Angaben als Reaktion auf Attacken gegen drei Tanker ​in der Straße von Hormus neue Militärschläge gegen den Iran ⁠gestartet und ‌eine Ausnahmegenehmigung für iranische Ölexporte widerrufen. Dies war ein schwerer Rückschlag für die ohnehin brüchige Waffenruhe. Iran griff ⁠daraufhin US-Stützpunkte ⁠in Bahrain und Kuwait an. Mitte Juni hatten sich ⁠beide ​Seiten auf ein ⁠Rahmenabkommen verständigt, das eine ​Waffenruhe und eine 60-tägige Frist zur Aushandlung ‌einer Friedensvereinbarung umfasst. Die Gespräche darüber liegen derzeit auf Eis. US-Präsident erwartet baldige Rückkehr zur WaffenruheUS-Präsident Donald Trump erwartet nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und Iran nach eigenen Worten eine baldige Rückkehr zur Waffenruhe. „Ich glaube, das wird sehr schnell gehen“, sagte Trump im Anschluss an den NATO-Gipfel am Mittwoch in Ankara. „Ich glaube nicht, dass es wieder losgehen wird“, betonte er mit Blick auf den Ende Februar begonnenen Irankrieg. Die USA hatten in der Nacht zum Mittwoch nach Militärangaben mehr als 80 iranische Ziele rund um die Straße von Hormus ins Visier genommen. Die US-Armee begründete die neue Angriffswelle mit dem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den Washington Teheran verantwortlich macht.„Sie haben ein paar unserer Schiffe getroffen, also haben wir sie viel härter zurückgeschlagen“, sagte Trump in Ankara. „Wenn sie zuschlagen, schlagen wir zehnmal härter zurück.“ Iranische Staatsmedien: Tote nach US-AngriffenIm Süden des Irans sind staatlichen iranischen Medien zufolge bei US-Angriffen acht Militärs getötet worden. Bei den Opfern handele ​es sich um Angehörige der Luftwaffe und der Marine. Sie seien bei Angriffen in den Städten Bandar Abbas und Buschehr ums Leben gekommen. Washington erwartet Abzug israelischer Soldaten aus SüdlibanonUS-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit einem Abzug der israelischen Truppen aus ​dem Südlibanon. Er habe den Eindruck, dass Israel diesen Schritt gehen wolle, sagte Trump vor Reportern auf dem NATO-Gipfel in Ankara. Eine Stellungnahme der israelischen Regierung lag zunächst nicht vor. Israel hat entlang der Grenze eine Sicherheitszone eingerichtet, ⁠die israelischen Angaben zufolge etwa zehn Kilometer in den Südlibanon reicht. Diese sei nötig, um nordisraelische Gemeinden vor Angriffen der Hizbullah-Miliz zu schützen. Trotz einer Feuerpause sind israelische Truppen weiterhin in Teilen der Zone stationiert. Weltschifffahrtsorganisation IMO warnt SchiffeAngesichts neuer Angriffe warnt die Weltschifffahrtsorganisation IMO Schiffe vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. „Solange der Schutz und die Sicherheit von Besatzungen nicht garantiert werden können, rufe ich Flaggenstaaten, Betreiber und alle zuständigen Behörden dazu auf, Seeleute keiner unnötigen Gefahr durch das Passieren der Meerenge auszusetzen“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez einer Mitteilung zufolge. Die Angriffe auf mehrere Schiffe in den vergangenen beiden Tagen verurteilte er scharf. „Kein Seemann sollte sein Leben riskieren müssen, um einfach seine Arbeit zu machen“, so Dominguez weiter. Die Lage sei volatil. Er rief alle beteiligten Staaten auf, sich maximal zurückzuhalten und die Situation umgehend zu deeskalieren und Schiffen die Fahrt zu ermöglichen. Der IMO zufolge sitzen durch die wochenlange Blockade der Meerenge weiterhin knapp 6000 Seeleute in der Region fest. Trump wiederholt Aussage zu Iran-Abkommen offenbar im NATO-Rat nicht US-Präsident Donald Trump ​hat seine scharfe Kritik am NATO-Partner Spanien sowie seine Absage an das Iran-Abkommen bei den eigentlichen Gipfel-Gesprächen in Ankara nicht wiederholt. Das schreibt die Agentur Reuters unter Berufung auf Kreise, die mit den ⁠Inhalten der internen Sitzung des NATO-Rats vertraut sind. Demnach brachte Trump auch das Thema Grönland bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs nicht wieder zur Sprache. Zuvor hatte er am Rande des Gipfels einen Handelsstopp mit Spanien angeordnet und das vorläufige Waffenruheabkommen mit dem Iran für beendet erklärt. Trump klagt über mangelnde Unterstützung bei Irankrieg – Rutte widersprichtNATO-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump haben sich beim NATO-Gipfel einen kurzen Schlagabtausch geliefert. Als Trump wieder die mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Krieg gegen Iran beklagte, widersprach Rutte ihm. 5000 Flugzeuge seien zur Unterstützung der US-Offensive gegen Iran aus Europa abgehoben, sagte Rutte am Rande des Gipfels. Damit bezog er sich auf Starts der US-Luftwaffe insbesondere von Militärstützpunkten in Europa.Trump beklagte daraufhin, dass nicht alle Verbündeten die Nutzung von US-Basen auf ihrem Territorium für Angriffe gegen Iran erlaubt hätten. „5000 ist...“, setzte Trump an, nur um von Rutte unterbrochen zu werden: „gewaltig“, sagte der NATO-Chef.Trump bezeichnete Rutte trotzdem als „großartigen Führer“ und sagte über den Niederländer: „Er kapiert es.“ Rutte antwortete darauf: „Ihre Verbündeten kapieren es, dank Ihnen, und das ist wichtig.“ Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandelnTrotz der jüngsten US-Angriffe auf den Iran betrachtet der deutsche Außenminister Johann Wadephul die Diplomatie um eine Beendigung des Konflikts noch nicht als gescheitert. Iran müsse aber jetzt wirklich verstehen, dass es Zeit für ernsthafte Verhandlungen sei, sagte der CDU-Politiker dem Sender NDR Info. Die iranische Führung habe noch immer nicht verstanden, dass sie darauf verzichten müsse, „eine nukleare Bewaffnung zu haben“, sagte Wadephul. Sie habe nun die Chance, den Krieg mit einem entsprechenden Bekenntnis und vernünftigen Verhandlungen zu beenden.Die im April ausgehandelte Waffenruhe als Grundlage für tiefergehende Gespräche zwischen den USA und Iran hält Wadephul trotzdem nicht für gescheitert. „Nein, ich glaube, es gibt eine Chance, dass wirklich diese Verhandlungen noch stattfinden“, sagte er zu NDR Info.Er betonte, dass man endlich Ruhe in der für den Welthandel so wichtigen Straße von Hormus brauche. „Sie muss frei sein, sie muss zugänglich sein für den internationalen Schiffsverkehr.“ Der Iran verhindere dies überwiegend, was ein Verstoß gegen das Seevölkerrecht sei. Rutte: Jüngste US-Angriffe auf Iran waren „notwendig“ NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die jüngsten Angriffe der USA auf Iran als „absolut notwendig“ bezeichnet. Iran habe die bestehende Waffenruhe „im Grunde genommen verletzt“, sagte Rutte am Rande des NATO-Gipfels in Ankara am Mittwoch. Es sei „absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren“, fügte er hinzu. Sabrina FrangosIran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und BahrainNach neuen US-Angriffen in Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben amerikanische Stützpunkte in Kuwait und Bahrain attackiert. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen „85 wichtige US-Armeeanlagen“ in den beiden Ländern angegriffen, hieß es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Zuvor hatte das US-Militär gemeldet, mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen zu haben. Sabrina FrangosEskalation im Nahen Osten treibt Ölpreis und belastet AktienDie Eskalation des Konflikts zwischen den USA und ​Iran hat am Mittwoch den Ölpreis in die Höhe getrieben und für Nervosität ⁠an den Finanzmärkten gesorgt. Nach US-Luftangriffen auf Ziele in Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten im Nahen Osten. „Offensichtlich mag ‌der Markt diese Angriffe nicht, aber es ist auch keine ausgewachsene Panik“, sagte Jason Wong, Stratege bei der Bank of New Zealand. Die Anfälligkeit des Marktes sei ‌jedoch wegen der weltweit niedrigen ‌Reserven hoch. Daten aus dieser Woche zeigten, dass die strategischen Ölreserven der USA auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind. An den Aktienmärkten deuteten die Termingeschäfte auf eine schwächere ​Eröffnung in den USA hin. Sabrina FrangosUS-Militär beendet Angriffe gegen Iran – mehr als 80 ZieleEigentlich gilt im Irankrieg eine Waffenruhe, doch nun scheint die Lage abermals zu eskalieren: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele in Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.Das US-Militär stellte die Attacke als Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe dar. Centcom zufolge hatte Iran je ein Schiff unter Flagge der Marshallinseln, Liberias sowie Saudi-Arabiens angegriffen. Die US-Streitkräfte stünden weiterhin bereit, Iran bei Verstößen gegen das Rahmenabkommen zur Rechenschaft zu ziehen, hieß es. Mehr ladenTickarooLive Blog Software