Nach Angriffen auf Tanker: USA greifen Iran anDie USA greifen nach eigenen Angaben Ziele in Iran an. Dies sei eine Reaktion ​auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, teilt das Militär mit. Das Vorgehen Irans sei gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe. Zeitgleich berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes. ⁠Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden liegen zunächst nicht vor. Robert DikomeitBrief aus dem IrankriegUnsere Autorin schreibt unter Pseudonym jede Woche Briefe aus Iran, in denen sie von ihrem Alltag berichtet. Sie erzählt, wie Teheran um Khamenei trauert, während Amerika seinen 250. Geburtstag feiert. Und sie beschreibt, was Freiheit für sie bedeutet in einem Land, in dem Wissen als Gefahr gilt und viele Türen verschlossen bleiben. Ihren Text lesen Sie hier:Robert DikomeitIran verurteilt US-Sanktionen gegen ÖlverkäufeDas iranische Außenministerium verurteilt die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in ​Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilt das Ministerium mit. Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren. Weiterer Angriff in der Straße von HormusIn der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet. Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf „Militärbehörden“ mit. Opfer habe es nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete. Fast zeitgleich meldete die UKMTO, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt. In der Nacht hatte die Behörde bereits einen Angriff in dem Gebiet gemeldet, bei dem nach Angaben der Schiffsbesatzung ein Tanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Bericht: Tanker droht nach Angriff nahe der Straße von Hormus zu explodierenIn der Nähe der Straße von Hormus droht nach einem mutmaßlich iranischen Angriff ein qatarischer Flüssigerdgas-Tanker zu explodieren. Neben dem mit Flüssiggas (LNG) beladenen Tanker „Al Rekayyat“ wurde auch ein saudiarabischer Rohöltanker beschädigt. Die „Al Rekayyat“ drohe zu detonieren, da im Maschinenraum Feuer ausgebrochen sei, sagten Insider am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Tanker sei evakuiert und die Besatzung in Sicherheit gebracht worden. Die Regierung von Qatar machte Iran für den Angriff auf den LNG-Tanker verantwortlich. Die Führung in Teheran äußerte sich nicht dazu. Es ist das ‌erste Mal seit Beginn des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Krieges gegen Iran, dass ein Schiff des Golfemirats Qatar getroffen wurde. Das Emirat tritt als Vermittler in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran auf.Die „Al Rekayyat“ wurde den Informationen zufolge in der Nacht zum Dienstag getroffen, als sie die Straße von ‌Hormus passieren wollte, und setzte darauf einen Notruf ab. „Mayday, Mayday, Mayday. Hier ‌spricht das Schiff ‚Al Rekayyat', das LNG-Schiff ‚Al Rekayyat'. Wir werden an Backbord, oberhalb des Maschinenraums, von einer Drohne getroffen“, sagte der Kapitän des Tankers in einem aufgezeichneten Funkspruch, der Reuters vorliegt. „Status: Maschinenraum brennt und voller Rauch. Nicht in der Lage, weitere Schäden abzuschätzen.“ Bericht: Britisches Paar in iranischer Haft seit Wochen im HungerstreikEin in Iran inhaftiertes britisches Paar ist Berichten zufolge seit Wochen im Hungerstreik. Den beiden werde weiterhin der Kontakt zu ihrer Familie untersagt, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle. Beide hätten seit Beginn ihres Hungerstreiks rund 15 Kilogramm Gewicht verloren.Dem HRANA-Bericht zufolge hätten sich ihre Haftbedingungen verschlechtert, nachdem sie dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben hatten. Seit fast zwei Monaten befindet sich das Paar demnach im Hungerstreik, den die Inhaftierten im Mai begonnen hatten. Damals sei den Briten der telefonische Kontakt zu ihren Familien untersagt worden.Familienangehörige seien nach Berichten, wonach dem Paar medizinische Versorgung verweigert werde, „zutiefst besorgt“, berichtete die BBC.Im Februar wurde bekannt, dass die Eheleute zu zehn Jahren Haft verurteilt worden waren. Sie waren im vergangenen Jahr während einer Motorradreise in der zentralen Wüstenprovinz Kerman wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Irans Justiz hatte den Touristen Zusammenarbeit mit Organisationen vorgeworfen, die Verbindungen zu westlichen Geheimdiensten unterhalten sollen. Beweise wurden dafür nicht geliefert. Iran: Keine Verhandlungen mit USA bei weiteren Drohungen Iran wird ‌nach den Worten von Außenminister Abbas Araghchi keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit ‌den ‌USA aufnehmen, solange die Drohungen aus Washington andauern. „Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen werden nicht ​beginnen, wenn die ⁠Drohungen anhalten“, schrieb Araghchi auf der Plattform X. Er ​reagierte damit auf eine Äußerung von US-Präsident ⁠Donald Trump, der ‌gedroht hatte, „den Job zu Ende zu bringen“, sollte keine Einigung erzielt ⁠werden. Araghchi verwies ⁠auf ein im vergangenen Monat unterzeichnetes Zwischenabkommen, ⁠in ​dem ⁠sich beide Seiten ​verpflichtet hatten, auf die Androhung oder ‌Anwendung von Gewalt gegeneinander zu verzichten. Sabrina FrangosAngriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldetDie Crew eines Tankers in der Straße von Hormus hat einen Angriff auf ihr Schiff gemeldet. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Angaben der Schiffbesatzung mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor der omanischen Stadt Limah von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Verletzt worden sei niemand.Ben MenglerIsrael nennt Auflösung von Hamas-Regierung „Trick“ Israel hat die von der Hamas verkündete Auflösung ihrer Regierung im Gazastreifen als „Trick“ bezeichnet und die Entwaffnung der islamistischen Palästinenserorganisation gefordert. „Solange die Hamas ihre Waffen behält, wird natürlich jede zivile Regierung so handeln, wie es die Hamas vorschreibt“, schrieb der israelische Außenminister Gideon Saar am Montag im Onlinedienst X.Saar schrieb weiter, Israel bestehe auf der Umsetzung des „Trump-Plans“ für Frieden im Gazastreifen. Dessen „Kernprinzipien“ seien „die Entwaffnung der Hamas und aller anderen terroristischen Organisationen sowie die vollständige Entmilitarisierung des Gazastreifens“. Die Hamas hatte zuvor nach eigenen Angaben ihre Regierung in dem Küstenstreifen aufgelöst und so den Weg für ein mit Fachleuten besetztes Gremium zur Verwaltung des Palästinensergebiets freigemacht. Dadurch solle die Übergabe der Verwaltungs- und Regierungsgeschäfte an das Nationale Komitee für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) erleichtert werden, erklärte ein Hamas-Vertreter.Das Komitee mit 15 palästinensischen Fachleuten, das seinen Sitz derzeit im ägyptischen Kairo hat, wurde von dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen und geleiteten „Friedensrat“ eingesetzt. Laut den US-Plänen soll es vorübergehend die Verwaltung des Gazastreifens übernehmen, bis die Palästinenserbehörde unter Präsident Mahmud Abbas ein Reformprogramm umgesetzt hat.Die Entwaffnung der Hamas ist Teil der zweiten Phase des Waffenruheabkommens. Diese sieht auch einen schrittweisen Rückzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen vor. Allerdings hatten diese ihre Präsenz in dem Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten ausgeweitet und kontrollieren inzwischen fast 70 Prozent des Küstenstreifens. Trauerzug für KhameneiMasse ist Macht. So sieht es das iranische Regime. Nach offiziellen Angaben sollen bisher 15 bis 20 Millionen Menschen an den Trauerfeiern für das getötete Staatsoberhaupt Ali Khamenei teilgenommen haben. Das darf man bezweifeln. Es wäre jeder fünfte Iraner. Die Prozession des Sarges durch die Hauptstadt Teheran vor Hunderttausenden Menschen war der bildmächtigste Teil des Spektakels. Teilnehmer warfen den Helfern auf dem Sargwagen Tücher zu, mit denen diese über den Sarg wischten und die sie dann zurückwarfen. Gläubige Schiiten erhoffen sich von solchen Reliquien den Segen Gottes.Im Vergleich zum Trauerzug für den ersten Revolutionsführer Ruhollah Khomeini 1989 ging es am Montag geordnet zu. Damals hatten Gläubige dessen Sarg aufgerissen und am Leichnam gezerrt, der mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden musste. Khameneis Sarg soll am Abend in die Stadt Qom, das religiöse Zentrum des Landes, gebracht werden. Präsident Massud Peseschkian nahm am Trauerzug teil. Staatsmedien veröffentlichten auch ein Foto des früheren Präsidenten Mahmud Ahmadineschad, der angeblich mitlief. Das könnte der Versuch gewesen sein, einem Bericht der „New York Times“ zu widersprechen, wonach Israel Ahmadineschad für den Fall eines Regimesturzes als Führer in Betracht gezogen habe. Die früheren gemäßigten Präsidenten Hassan Rohani und Mohammad Khatami wurden noch nicht am Sarg Khameneis gesichtet. Das wurde als Zeichen für den Einflussverlust der Reformer betrachtet. Ben MenglerPalästinenser: Israelische Soldaten erschießen Jugendlichen im Westjordanland Im Westjordanland haben israelische Soldaten nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums einen Jugendlichen erschossen. Der 16-Jährige sei in einem Flüchtlingslager nahe Ramallah getötet worden, teilte das Ministerium am Sonntag mit. Zwei 14-Jährige seien bei dem Vorfall verletzt worden. Das israelische Militär ließ eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zu dem Einsatz zunächst unbeantwortet.Bereits am vergangenen Montag war nahe Ramallah ein 15-Jähriger von israelischen Soldaten erschossen worden. Das israelische Militär erklärte, bei einem Armeinsatz in der Gegend sei es zu „gewalttätigen Ausschreitungen“ gekommen. Soldaten seien mit Steinen beworfen worden und hätten Schüsse auf einen Verdächtigen abgegeben. Netanjahu: Christliche Dörfer in Südlibanon wollen annektiert werdenMehrere christliche Dörfer im Süden Libanons haben nach Angaben von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu darum gebeten, in das israelische Staatsgebiet eingegliedert zu werden. In einigen dieser Ortschaften sei der Wunsch geäußert worden, „von Israel annektiert zu werden, weil wir sie vor den Fanatikern der Hizbullah schützen, die sie töten wollen“, sagte Netanjahu am Sonntag dem US-Sender Fox News.Die pro-iranische Hizbullah-Miliz hatte Libanon in den Irankrieg hineingezogen, indem sie nach Kriegsbeginn Raketen auf Israel abfeuerte. Israel reagierte darauf mit Angriffen in Libanon und einer Bodenoffensive. Die israelische Armee richtete eine sogenannte Sicherheitszone ein, die bis zu zehn Kilometer in libanesisches Territorium hineinreicht.Israel und Libanon hatten in der vergangenen Woche unter Vermittlung der USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet, um den Weg für einen Frieden zwischen beiden Ländern zu ebnen. Das Abkommen macht einen Rückzug Israels aus den besetzten libanesischen Gebieten davon abhängig, dass Beirut die Hizbullah-Miliz entwaffnet. US-Marine beendet Suche nach vermissten BesatzungsmitgliedWenige Tage nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer hat die US-Marine die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied eingestellt. Die Rettungsaktion sei „nach einer umfassenden Suche“ am Sonntag um 15 Uhr Ortszeit beendet worden. Das teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos auf X mit. Über einen Zeitraum von mehr als 102 Stunden habe die Marine auf einer Fläche von gut 14.000 Quadratmeilen (rund 36.000 Quadratkilometern) erfolglos nach dem Soldaten gesucht. Dieser war am 1. Juli als vermisst gemeldet worden. Hinweise auf eine feindliche Attacke gab es damals nicht.Die anderen drei Besatzungsmitglieder des MH-60S Sea Hawkseien seien nach dem Zwischenfall gefunden worden, hieß es. Sie befanden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“. Diesen hatten die USA im Zuge des Irankriegs in die Region verlegt. Israels Armeechef kündigt entschlossenes Vorgehen gegen Hizbullah anDer israelische Armeechef Ejal Samir hat bei einem Besuch im Süden Libanons ein „entschlossenes“ Vorgehen gegen die Hizbullah-Miliz angekündigt. Die israelische Armee werde „weiterhin entschlossen handeln, um Bedrohungen vom libanesischen Territorium zu entfernen“, sagte Samir am Sonntag nach Angaben des Militärs bei einem Besuch bei israelischen Soldaten im Bereich der Kreuzfahrerburg Beaufort.Die Armee sei bereit, bei einem Verstoß gegen die Waffenruhe rasch „zu offensiven Einsätzen“ überzugehen, sagte Samir demnach: „Jede Bedrohung gegen unsere Truppen oder israelische Zivilisten wird sofort angegriffen und beseitigt.“ Die Militäreinsätze im Bereich Beaufort und in ganz Südlibanon erfolgten im Rahmen des jüngsten von den USA vermittelten Abkommens zwischen Israel und Libanon, betonte der Armeechef. Die libanesische Armee müsse ihren Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkommen und „dafür sorgen, dass die Hizbullah-Terroristen und die terroristische Infrastruktur aus dem Gebiet verschwinden“.Israel und Libanon hatten Ende Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg zu einem Friedensabkommen ebnen soll. Es macht einen israelischen Rückzug aus besetzten libanesischen Gebieten davon abhängig, dass Beirut die Hizbullah entwaffnet. Zudem sollen „Pilotgebiete“ eingerichtet werden, in denen die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software