Diese Einladung von Donald Trump wollte Harry Kane nicht abschlagen. Auf Wunsch des US-Präsidenten spielten die beiden in Florida eine Partie Golf miteinander. „Es war eine ziemlich surreale Erfahrung, ihn einfach nur zu treffen“, erzählte der Torjäger des FC Bayern jetzt vor dem WM-Viertelfinale gegen Norwegen in Miami von der Begegnung. Trump hatte zuletzt schon die gemeinsame Golf-Partie ausgeplaudert, nun fand auch Kane lobende Worte für das Talent des 80-Jährigen. „Er spielt, ehrlich gesagt, ziemlich gut. Ich hoffe, ich kann in seinem Alter genauso gut spielen wie er“, sagte der Kapitän der „Three Lions“. Das Treffen habe stattgefunden, als er vor rund 18 Monaten in Palm Beach gewesen sei, ließ Kane wissen. „Es war eine einzigartige Erfahrung, und ich war einfach dankbar, dass er mich eingeladen hat, mitzuspielen“, versicherte der 32-Jährige. Trump hatte nach dem WM-Achtelfinalsieg der Engländer in Mexiko auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: „Harry Kane von England ist ein GROSSARTIGER Spieler!!!“ Kurz darauf sagte der US-Präsident vor Reportern: „Ich mag ihn sehr. Er ist ein guter Golfer. Er ist wirklich großartig.“ (dpa)Messi hier. Messi da. Als auch die x-te Frage zum argentinischen Superstar gestellt war, schob Murat Yakin das aktuelle Thema Nummer eins in der Schweiz beherzt zur Seite. „Wir können viel reden“, sagte der Nationaltrainer vor dem Spiel der Spiele, „aber am Schluss muss es auf dem Platz gerichtet werden. Und da haben wir schon unsere Lösungen.“Welche das sein könnten, verriet Yakins Kapitän, Granit Xhaka. „Ihn über 90 Minuten immer zu stoppen, wird schwierig. Aber wir versuchen unser Bestes. Wir müssen clever sein, kompakt spielen und die Räume eng machen, damit er nicht allzu viel Platz hat“, sagte Xhaka. Zudem gehe es darum, auf Ballbesitz zu spielen. „Wenn wir den Ball haben, wird er nicht so viele Aktionen haben.“Das erste WM-Viertelfinale für die Schweiz seit 72 Jahren – Xhaka kann es kaum erwarten. Zu gern würde er zusammen mit seinen Schweizer WM-Überfliegern das Unmögliche möglich machen und der „Messi-Mania“ damit ein Ende bereiten. Ein Sieg der „Nati“ gegen den Weltmeister in der Nacht zu Sonntag (3 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) würde nämlich nicht bloß die erste Halbfinal-Teilnahme für die Alpenrepublik bei einer WM überhaupt bedeuten. Er wäre wohl auch gleichbedeutend mit Messis Abschied von der größten aller Fußball-Bühnen. (sid)Sabrina FrangosBei dieser WM wird sogar der Final-Rasen verkauft. Schon mehr als eine Woche vor dem Endspiel können Fußball-Fans im Shop des Weltverbands FIFA Teile des Spielfelds erwerben, auf dem am 19. Juli in East Rutherford um den Pokal gespielt wird. Für umgerechnet jeweils rund 390 Euro bietet die FIFA die kleinen Rasenstücke zum Erwerb an. Der Verband weist extra darauf hin, dass die Einzelteile erst nach der Partie verschickt werden - und nach derzeitigem Stand nur in den USA, nach Großbritannien und Europa.Die Rasenteile seien dauerhaft konserviert in einem hochwertigen Acrylblock und mit einem USB-Stick mit Echtheitszertifikat kombiniert. Jedes Exemplar sei „ein einzigartiges Sammlerstück, das eines der größten Sportereignisse der Welt würdigt“, hieß es weiter. Auf der Homepage des Herstellers werden zudem noch weitere Editionen des Souvenirs angeboten - mit zusätzlichen Extras und in der teuersten Kategorie sogar für rund 2.500 Euro pro Stück.Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme. Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.In Kolumbien ist man besonders für solche Drohungen sensibilisiert: Während der Weltmeisterschaft 1994 ebenfalls in den USA erzielte Verteidiger Andrés Escobar bei der 1:2-Niederlage gegen das Gastgeber-Team ein Eigentor. Tage nachdem die Mannschaft ausgeschieden war und nach Hause zurückgekehrt war, wurde Escobar in Medellín ermordet. Die Tat sorgte weltweit für Entsetzen. Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren. „Zum Fußball gehören auch schwierige Momente“, schrieb der beim argentinischen Verein Rosario Central unter Vertrag stehende Profi. „Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlicher Meinung sein oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst.“ (dpa)Norwegische Kommunen und Veranstalter suchen vor dem WM-Viertelfinale der Fußball-Nationalmannschaft gegen England händeringend nach Großbildschirmen. Viele Gemeinden und Unternehmen wollten das Spiel am Samstag vor großem Publikum zeigen, fänden aber kaum noch Geräte dafür, berichteten skandinavische Medien am Freitag. Er könne sich vor Anrufen kaum noch retten, sagte Morten Reffhaug von der Firma To-Be-More in Lier dem norwegischen Sender NRK. Die Sender DR und SVT meldeten, Veranstalter hätten sich bereits an Firmen in Dänemark und Schweden gewandt. Norwegens Auswahl um Stürmerstar Erling Haaland fordert am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) in Miami England – es ist das erste WM-Viertelfinale ihrer Historie. Reffhaug sagte, nach dem Sieg der Norweger gegen Brasilien habe er bis tief in die Nacht Anfragen wegen Großleinwänden erhalten. Doch jetzt sei alles ausgebucht, Nachschub könne er nicht beschaffen und auch die Konkurrenz habe keine Geräte mehr frei. Der Chef des Unternehmens Lydteamet in Bodø, Kristoffer Haukås, sagte, viele hätten mit so einem Problem schlicht nicht gerechnet und jetzt sei die Zeit knapp.Der Geschäftsführer des dänischen Unternehmens Profox in Svenstrup, Mikkel Rodkjær, sagte DR: „Wenn man eine große Leinwand aus Dänemark oder Schweden benötigt, entstehen natürlich zusätzliche Kosten.“ Er habe zwar genügend Bildschirme, könne aber nicht helfen. „Das Spiel findet mitten in den Sommerferien statt. Das bedeutet, wir bräuchten zusätzliches Personal“, erklärte Rodkjær. Doch das sei jetzt nicht zu bekommen. (dpa)Die Schweiz muss auch im WM-Viertelfinale gegen Weltmeister Argentinien ohne Shootingstar Johan Manzambi auskommen. „Wir haben es versucht, ihn fit zu bekommen. Aber das lässt es noch nicht zu“, sagte Nationaltrainer Murat Yakin vor der Partie in der Nacht zum Sonntag (3.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Kansas City. Der 20-Jährige vom SC Freiburg hatte schon im Achtelfinale gegen Kolumbien (4:3 i. E.) wegen einer Knieprellung gefehlt. Manzambi ist mit drei Treffern aktuell bester Schweizer Torschütze des Turniers und bereitete zudem zwei weitere Treffer vor. Sein Ausfall schmerze „extrem“, so Yakin: „Das war ein Schockmoment. Er hatte das Momentum auf seiner Seite.“ Die Schweizer werden dies „als Team auffangen“.Kapitän Granit Xhaka schwor seine Mannschaft derweil auf das Duell mit Argentiniens Superstar Lionel Messi (acht Turniertore) ein: „Ihn über 90 Minuten immer zu stoppen, wird schwierig. Aber wir versuchen unser Bestes. Wir müssen clever sein, kompakt spielen und die Räume eng machen, damit er nicht allzu viel Platz hat. Wir müssen auch versuchen, auf Ballbesitz zu spielen. Wenn wir den Ball haben, wird er nicht so viele Aktionen haben.“Die Schweiz steht erstmals seit 72 Jahren wieder unter den letzten acht bei einer WM. Dies war bislang 1934, 1938 und 1954 gelungen. Das Halbfinale haben die Eidgenossen noch nie erreicht. (dpa)Die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft hat nur wenige Tage nach dem Rücktritt von Trainer Roberto Martinez Wunsch-Nachfolger Jorge Jesus präsentiert. „Heute beginnt eine neue Reise. Herzlich willkommen in der Nationalmannschaft, Herr Jorge Jesus“, schrieb der Verband in den Sozialen Netzwerken. Die Nachrichtenagentur AFP hatte bereits am Tag zuvor von der Einigung berichtet. Der 71-Jährige soll einen Vertrag über vier Jahre erhalten, der bis zur nächsten Weltmeisterschaft läuft. 2030 ist Portugal Gastgeber neben Marokko und Spanien. Bis zum vergangenen Mai war Jesus, der vor allem in seiner Heimat auf eine umfangreiche Trainerkarriere zurückblicken kann, noch beim saudischen Verein Al-Nassr als Coach aktiv. Dort trainierte er Portugals Kapitän und Superstar Cristiano Ronaldo.Ob es aber zum Wiedersehen mit dem portugiesischen Rekordnationalspieler kommt, ist unklar. Seine Zukunft in der Landesauswahl ließ der 41-Jährige noch offen – lediglich eine weitere WM hat er bereits ausgeschlossen.Jesus sagte dazu bei seiner Vorstellung: „Solange er spielt und in einer Verfassung ist, die eine Nominierung rechtfertigt, werde ich ihn berücksichtigen – innerhalb bestimmter Grenzen und unter den Bedingungen, die ich für das Beste für die Nationalmannschaft halte.“ Er habe noch nicht mit Ronaldo darüber gesprochen, versicherte jedoch, dass der Star „niemals“ ein Problem für die Nationalmannschaft sein werde.Bei seinem insgesamt sechsten WM-Turnier schied Ronaldo diesmal im Achtelfinale gegen Europameister Spanien aus, im Anschluss verkündete Trainer Martinez seinen Rücktritt. Ohnehin wäre für den Spanier nach der WM Schluss gewesen. (dpa)Hugo Broos ist wie erwartet nicht länger Fußball-Nationaltrainer von Südafrika. Der 74-Jährige habe sein Amt niedergelegt, bestätigte ein Vertreter des südafrikanischen Verbands der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hatte der Belgier Südafrika zum ersten Mal überhaupt in die K.-o.-Phase geführt, war im Sechzehntelfinale aber an den Kanadiern gescheitert (0:1). Broos hatte seinen Abschied bereits wenige Tage zuvor gegenüber der belgischen Zeitschrift Humo angekündigt und erklärt, Verbandspräsident Danny Jordaan wolle ihn in anderer Rolle behalten. Das berichtete auch AFP. Als möglicher Nachfolger auf der Bank gilt der ehemalige Nationaltrainer Pitso Mosimane, der Südafrika schon 2010 als damaliger Ko-Trainer nach der WM im eigenen Land übernommen hatte.Nach dem Ausscheiden hatte Broos bereits angekündigt, die WM sei sicher seine letzte gewesen, sich aber noch nicht konkret zu seiner unmittelbaren Zukunft geäußert. Eine weitere Zusammenarbeit hatte er nicht ausgeschlossen. „Ich stehe immer zur Verfügung, wenn Menschen einen Rat brauchen“, hatte Broos gesagt. (sid)Die Fans empfingen Star Mohamed Salah & Co. nach dem Aus bei der Fußball-WM in der ägyptischen Heimat begeistert. Doch der Kapitän seiner Mannschaft weiß, dass der umstrittene K.o. gegen Weltmeister Argentinien im Achtelfinale (2:3) noch schmerzen wird.„Ich weiß, dass ihr immer noch sauer seid, aber ich verspreche euch, dass ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, um sicherzustellen, dass das ein neuer Anfang für den ägyptischen Fußball auf der internationalen Bühne wird“, schrieb der langjährige Stürmer des FC Liverpool, dessen Vertrag ausgelaufen ist, an die Fans in den sozialen Medien. „Dieses Team verdient euer Vertrauen.“Salah (34) und der ägyptische Tross kamen am Freitag am Flughafen El-Alamein, westlich von Alexandria, wieder in der Heimat an. Der Verband hat wegen des WM-Aus Beschwerde gegen den französischen Referee François Letexier und dessen Assistenten eingereicht. Nach Ansicht des Verbandschefs Hany Abo Rida unterliefen den Schiedsrichtern eklatante Fehler, er monierte auch eine Doppelmoral.Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan war unmittelbar nach dem Aus außer sich gewesen. „Uns ist Unrecht widerfahren“, schimpfte er. Seiner Meinung nach habe „die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt“. Er kündigte an, die weitere WM zu boykottieren. (dpa)Nach einem Streit mit Sporting Lissabon muss die belgische Fußball-Nationalmannschaft auch im heutigen WM-Viertelfinale gegen Spanien (21.00 UhrMESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) auf Verteidiger Zeno Debast verzichten. Medien zitierten übereinstimmend aus einer Mitteilung des belgischen Fußballverbands RBFA. Demnach hält der portugiesische Erstligaklub aus Lissabon seinen 22 Jahre alten Spieler „aus medizinischer Sicht nicht für spielfähig“. Diese Einschätzung weiche „von der des medizinischen Stabs der „Red Devils“ sowie der medizinischen und versicherungstechnischen Stellen der FIFA ab“.Debast war wichtiger Bestandteil der belgischen Mannschaft während der WM-Qualifikation. Er verletzte sich aber vor der Endrunde am Bein und sollte im Laufe des Turniers wieder fit werden. Bei der WM hat Debast aber noch keinen Einsatz absolviert. „The Athletic“ zufolge soll vor dem Viertelfinale gegen Spanien aber noch ein Treffen in Los Angeles zwischen Vereins- und Verbandsvertretern stattfinden, um die Situation um den 26-maligen Nationalspieler zu beurteilen. (dpa)DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet. Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten. Der einstige Erfolgscoach von Borussia Dortmund und des FC Liverpool hatte in den vergangenen Tagen mehrfach seine Bereitschaft signalisiert, das Amt zu übernehmen. Geklärt werden muss unter anderem noch, die Auflösung von Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer beim Getränkekonzern Red Bull. Hierzu soll es nach den DFB-Gesprächen weitere Verhandlungen in New York mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff geben. Dem Vernehmen nach sind alle Parteien an einer Lösung interessiert. Im Gespräch ist demnach die Möglichkeit, Klopp auch im Amt zu erlauben, für den Konzern zu werben. Diese Variante soll bei den Vorgesprächen von allen Parteien favorisiert worden sein.Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ kritisierte den „auf den kolportierten Deal“ mit Red Bull als „einen weiteren Kniefall vor dem Kapital“, wie Thomas Kessen, der Sprecher des Bündnisses dem SID sagte. „Wer sich in Mainz und Dortmund bodenständig gab und selbst in Liverpool noch als 'the normal one' vorstellte, der passt nicht zum Feind des Volkssports Fußball – dem RB-Konzern“, so Kessen. Bevor man Klopp „als vermeintlichen Heilsbringer aufs Podest hebt“, wolle „Unsere Kurve“ daher „an die Reaktionen und den verspielten Kredit in weiten Teilen insbesondere der Dortmunder Anhängerschaft“ erinnern.Die ersten Länderspiele als Bundestrainer stünden für Klopp im September und Oktober an, wenn die Nationalmannschaft mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen in den Niederlanden, gegen Serbien und zweimal gegen Griechenland in die Nations League startet. Bei der WM war die mit großen Ambitionen ins Turnier gegangene Auswahl in der Zwischenrunde mit einem 3:4 im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. (dpa)Für das Spiel der Spiele stehen die Schweizer keineswegs Spalier für Lionel Messi - sie wollen den König des Fußballs stürzen. „Man hat gesehen, dass Argentinien in den letzten beiden Spielen auch verwundbar war“, sagte Trainer Murat Yakin ohne einen Anflug von Ehrfurcht: „Also wir sind vorbereitet und es wird ein gigantisches Spiel für uns.“Beim WM-Viertelfinale in der deutschen Nacht zu Sonntag (3 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) im Football-Stadion der Kansas City Chiefs sind die Rollen klar verteilt: Ein Scheitern von Titelverteidiger Argentinien mit dem bislang überragenden Messi wäre eine riesengroße Überraschung. Der erstmalige WM-Halbfinaleinzug der kleinen Schweiz wäre eine Sensation.„Wir können den Weltmeister herausfordern“, sagte Yakin. Und Abwehrchef Manuel Akanji meinte: „Wir können gegen jeden Gegner spielen und es ihnen richtig schwer machen. Wir sind noch nicht fertig.“ Das Selbstvertrauen dafür speist sich nicht nur aus dem gewonnenen Achtelfinal-Drama im Elfmeterschießen gegen Kolumbien. Auch Argentiniens zuletzt nur denkbar knapp gewonnenen K.-o.-Spiele gegen die Außenseiter Kap Verde und Ägypten geben Hoffnung. „Ich habe mir die Spiele der Argentinier von Anfang an angeschaut und auch geguckt, wie sie spielen“, sagte Yakin. Für eine Siegchance muss sein taktischer und personeller Matchplan – genau wie gegen Kolumbien – aufgehen. Doch darüber hinaus braucht es noch mehr für den Coup: Leidenschaft, Wille, Glaube - und Spaß.„Wir werden das Spiel genießen“, sagte Kapitän Granit Xhaka. Argentinien sei zwar ein „Riesenbrocken“ und habe in Messi einen der „besten Spieler des Planeten“ in den Reihen. Doch Xhaka betonte auch: „Der Hunger ist so groß wie nie zuvor.“ Die Schweiz erstmals seit der Heim-WM 1954 in ein Viertelfinale geführt zu haben, reicht dem Team noch nicht. „Wenn man eine noch größere Geschichte schreiben kann“, so Xhaka, „muss man alles dafür geben“. (dpa)Die Feiern in Frankreich zum Einzug der Équipe Tricolore ins Halbfinale der Fußball-WM sind von einem tragischen Unfall überschattet worden. In der nordfranzösischen Kleinstadt Aulnoye-Aymeries starb eine 17-Jährige. Sie war auf eine Sattelzugmaschine geklettert, stürzte dann herunter und wurde überrollt, berichtete der Sender Europe 1 unter Verweis auf die Rettungskräfte. Ein weiterer Jugendlicher, der Zeuge des Unfalls wurde, kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Der Fahrer des Sattelschleppers wurde festgenommen.Die französische Nationalmannschaft um ihre Superstars Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé war in Boston durch ein 2:0 gegen Marokko in die Runde der letzten Vier gekommen. Die Feierlichkeiten danach verliefen in Frankreich insgesamt ruhig und friedlich. Obwohl mit Marokko Konfliktpotenzial gegeben war – in Frankreich leben viele Marokkaner oder Menschen mit marokkanischen Wurzeln, habe es nur wenige Probleme gegeben, berichteten französische Medien.Selbst im Großraum Paris kam es kaum zu Vorfällen. Vereinzelt wurde Feuerwerk gezündet, es kam zu kleineren Rangeleien und zehn Menschen wurden festgenommen, berichtete der Sender RMC Sport unter Verweis auf die Polizei. Vorsorglich waren die Ordnungshüter in der Hauptstadt und anderenorts mit einem Großaufgebot präsent gewesen, um mögliche Ausschreitungen zu beenden. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software