Mehr als 350 ukrainische Drohnen haben Russland nach Angaben der lokalen Behörden in der Nacht zum Freitag angegriffen. In der Region Krasnodar brannte erneut die Ilskij-Raffinerie, eines der größten Ölverarbeitungswerke im Süden des Landes. Auch in Asow und Taganrog in der Region Rostow, die an der Ostukraine grenzt, standen in der Nacht Tanklager in Flammen.

Während die Angriffe auf Russlands Ölindustrie immer weitergehen, verschärft sich die Spritkrise im Land. Nach Schilderungen aus der Region Rostow fahren viele Autofahrer inzwischen frühmorgens zwischen sechs und sieben Uhr zur Zapfsäule. Wer Tankstellenmitarbeiter persönlich kennt, erfährt mit etwas Glück vorab, wann neuer Kraftstoff geliefert wird, und kann sich rechtzeitig anstellen, berichtet eine Einwohnerin der Region Rostow der Berliner Zeitung.

Russlands Spritkrise spitzt sich zu: Einwohner berichten über lange Schlangen und Tankkarten

Mehr als ein voller Tank pro Fahrzeug sei derzeit nicht möglich. Später bilden sich oft stundenlange Schlangen. An manchen Tankstellen fehlt Kraftstoff vollständig, andere geben Benzin nur noch über sogenannte Tankkarten an Rettungsdienste und Behörden aus. Gleichzeitig ziehen die Preise langsam an.