Kürzungen bei der Psychotherapie: Wer diese Kürzungen beschließt, gibt nichts auf die Zukunft

Unterversorgung in der Psychotherapie erzeugt nur Verlierer*innen: die Eltern, die Therapeut*innen, die Gesellschaft. Und zuvorderst die Kinder.

Viele Kinder und Jugendliche warten monatelang auf einen Therapieplatz

Oleg Kopyov/imago

E in Mädchen, 9, spricht nicht, in der Schule verweigert es die Mitarbeit. Ein Junge, 8, ist unruhig, würgt Mitschüler, hat zu Hause zu nichts Lust, ist aggressiv und gleichzeitig verzweifelt. Ein Mädchen, 15, übergibt sich, ritzt sich, isoliert sich. Ein Junge, 10, hat Albträume, in denen er seine Mutter umbringt, und kann nicht zwischen Realität und Traum unterscheiden. Ein Junge, 10, kotet und nässt noch immer ein. Eine 14-Jährige ist unselbstständig, geht kaum aus dem Haus, hat Angst vor Insekten und vor den Blicken der Leute.