Die Papiere des Speicherchip-Giganten aus Südkorea gingen am Freitag mit einem ersten Kurs von 170 US-Dollar in den Handel. Das waren rund 14 Prozent mehr als der Ausgabepreis von 149 Dollar je Aktie.Zuletzt betrug der Aufschlag auf den Emissionspreis sogar 18 Prozent auf 175 Dollar. Es dauerte nach Handelsbeginn zwei Stunden, bis der erste Kurs ermittelt werden konnte.
Das Branchenschwergewicht gab nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC knapp 178 Millionen sogenannte Hinterlegungsscheine (American Depositary Receipt, ADR) aus. Hierbei handelt es sich um von US-Banken ausgegebene Papiere, die den Handel mit ausländischen Aktien in US-Dollar ermöglichen. Die 26,5 Milliarden Dollar schwere Platzierung war Berichten zufolge um ein Vielfaches überzeichnet.Der Schritt der Südkoreaner gilt als Lackmustest für die Bereitschaft von Investoren, weiterhin auf die Wachstumschancen rund um Künstliche Intelligenz zu setzen. „Der Börsengang des Chip-Herstellers SK Hynix bestärkt die Zuversicht, dass der Investmentzyklus im Segment Künstliche Intelligenz intakt ist“, hatte Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank im Vorfeld des Ereignisses geschrieben. Der Emissionserlös soll vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen.Mit dem Gang an die Wall Street hofft Hynix, seinen Bewertungsrückstand gegenüber dem kleineren US-Rivalen Micron zu verringern. SK Hynix ist der führende Anbieter sogenannter HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) mit einem Weltmarktanteil von 61 Prozent. Diese margenstarken Hochleistungschips werden in Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. „Solange es eine Nachfrage nach KI-Rechenzentren gibt, ist SK Hynix unverzichtbar“, sagte Yoo Hoi-jun, Professor für Elektrotechnik am Korea Advanced Institute of Science & Technology. Das Unternehmen gehört zur SK Gruppe, der zweitgrößten Unternehmensgruppe Südkoreas, dessen Vorsitzender der Milliardär Chey Tae-won (65) ist.










