Volkswagen-Chef Oliver Blume (58) hat dem Aufsichtsrat des Wolfsburger Autobauers in der Sitzung an diesem Donnerstag seinen „Zukunftsplan" vorgestellt, mit dem er den Konzern aus der Krise führen will. „Wir machen den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen", erklärte Blume am Donnerstagabend nach der Sitzung.
Konkrete Beschlüsse zu möglichen Stellenstreichungen oder Werksschließungen traf der Aufsichtsrat nicht. Das manager magazin hatte exklusiv berichtet , dass Blume vorher mit zusätzlichen Stellenstreichungen geplant hatte: bis zu 100.000 Jobs könnten demnach bis 2030 wegfallen. Zudem wollte der Vorstand vier Werke in Deutschland auslaufen. Das komplette Beschlusspaket lehnte der Aufsichtsrat aber offenbar ab. Die Vertreter der Arbeitnehmer und des Landes Niedersachsen hätten dagegen gestimmt, heißt es in Konzernkreisen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.
Betriebsratschefin: „Es reicht!“Betriebsratschefin Daniela Cavallo (51) zeigte sich nach der Sitzung am Donnerstagabend erbost. Sie forderte Konzernchef Blume auf, im Laufe des Freitags der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern. „Es reicht! Das Fass ist zum Überlaufen gekommen“, sagte Cavallo laut Betriebsratszeitung. „Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft ist an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Oliver Blume steht jetzt in der Pflicht, diesen massiven Schaden wenigstens noch zu begrenzen.“











