PfadnavigationHomeSportFußballWMFrankreichs Starstürmer„Wir durften nicht gesehen werden“ – Klopp enthüllt geheimes Mbappé-TreffenStand: 10:22 UhrLesedauer: 3 MinutenDie französische Nationalmannschaft ist gespickt mit absoluten Weltstars. Jürgen Klopp berichtet vor dem Spiel gegen Marokko über Vertragsverhandlungen mit Superstürmer Kylian Mbappé.Kylian Mbappé erlebt im WM-Viertelfinale einen Abend der Extreme. Nach dem Abpfiff sorgt dann Jürgen Klopp mit einer überraschenden Enthüllung über den französischen Superstar für Aufsehen.Es ist eines dieser Spiele gewesen, in dem Drama und Happy End maßgeblich von Kylian Mbappé bestimmt wurden. Frankreich gegen Marokko im WM-Viertelfinale, die 28. Minute: Mbappé wird gefoult, Frankreich bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Der gefoulte Superstar tritt selbst an, scheitert aber mit seinem recht kläglich vorgetragenen Versuch an Marokkos Torwart Bono.Eine Stunde später: Mbappé bekommt den Ball und schlenzt ihn aus rund 17 Metern fast ansatzlos genau ins rechte Toreck. Der Treffer gegen schwache Marokkaner ebnet Frankreich den Weg zum Sieg, am Ende gewinnt der Favorit mit 2:0. Einer der gefeierten Helden nach Schlusspfiff: Mbappé. Wieder hatte er dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt.Schon vor der Partie hatte er für Emotionen gesorgt, vor allem bei Jürgen Klopp. Der 59-Jährige stand als Experte von MagentaTV am Spielfeldrand, während Mbappé und seine Mitspieler sich im Hintergrund aufwärmten. Beim Blick auf das Starensemble sagte Klopp: „Für mich ist es gerade extrem hart. Ich habe mit drei Spielern hier schon verhandelt und sie nie bekommen.“ Moderator Johannes B. Kerner hakt daraufhin nach: „Welche denn?“Klopp und Liverpool setzten alles in Gang, um Mbappé zu überzeugenKlopp plauderte dann aus dem Nähkästchen. Er erzählte, dass er als Liverpool-Trainer Mbappé von der AS Monaco verpflichten wollte. „Ich weiß nicht genau, wann das jahreszahltechnisch war. Bevor er zu Paris gegangen ist“, berichtete er. Mbappé hatte bis 2017 bei Monaco gespielt. Und Liverpool habe alles in Gang gesetzt, um den Angreifer nach England zu locken. Damals war der Stürmer 18 Jahre alt.Der Klub organisierte demnach ein geheimes Treffen mit Mbappé und seiner Familie. „Der teuerste Nicht-Transfer, in den wir investiert haben“, sagte Klopp und erklärte: „Wir sind von Liverpool nach Blackpool und von da aus nach Nizza geflogen. In Nizza dann die ganze Familie Mbappé rein in den Privatflieger mit fünf Kabinenzimmern. Dann sind wir da im Kreis geflogen, haben mit der Familie geredet. Und auch lecker gegessen.“Lesen Sie auchKerner hakte nach: „Im Flugzeug? Ihr wolltet nicht gesehen werden?“ Klopp entgegnete: „Wir durften nicht gesehen werden.“ Doch am Ende reichten alle Bemühungen nicht, so Klopp. „Es war super – und dann ist er nach Paris gegangen“, sagte er.Lesen Sie auchMbappé entschied sich damals für einen Wechsel zu PSG. Die Franzosen holten ihn zunächst per Leihe von der AS Monaco, bevor der Transfer 2018 für rund 180 Millionen Euro endgültig fixiert wurde. 2024 wechselte der 27-Jährige dann ablösefrei zu Real Madrid.„Dann ist mir das Handy auf den Boden gefallen“Und das war noch nicht alles, was Klopps Wehmut beim Frankreich-Spiel weckte. Auch Adrien Rabiot (AC Mailand) und Ousmane Dembélé (Paris St. Germain), der später Weltfußballer wurde, hätte Klopp gern gehabt, wie er beichtete. Doch Dembélé ging 2016 von Stade Rennes zu Borussia Dortmund. Beim Gespräch mit dem damaligen Teenager, der in der 66. Minute Frankreichs zweiten Treffer gegen Marokko beisteuern sollte, hatte Klopp ohnehin ein eher negatives Gefühl gehabt. „Ich weiß jetzt nicht, ob der überhaupt wusste, wer wir waren“, erinnerte sich der Coach an das erfolglose Treffen: „Dann ist mir das Handy auf den Boden gefallen. Der einzige Outcome an dem Abend war: Mein Handy war kaputt.“Nach Spielende kam es für ihn dann aber noch einmal zu einem speziellen Zusammentreffen: Mbappé kam an den Spielfeldrand, um Klopp herzlich zu begrüßen. Die beiden umarmten sich, sprachen einige Sätze miteinander und winkten ins Publikum.„Ein ganz besonderer Moment hier am Spielfeldrand“, schwärmte Kerner beim Anblick der beiden. Klopp lachte: „Ich hab’s dir doch gesagt, wir hatten ein gutes Abendessen im Flieger.“pk