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DIE ZEIT: Herr Eggers, wie ich merke, haben Sie immer noch kein Smartphone. Und das in San Francisco, dem Herzen des Silicon Valley.

Dave Eggers: Mein Büro ist ein Boot unter der Golden-Gate-Brücke, da habe ich nicht mal Internet. Ich rebelliere gegen die Arbeit und ein Leben in Innenräumen. Wenn man nach San Francisco reinfährt, sieht man ein riesiges Werbebanner, auf dem steht: »Hört auf, Menschen einzustellen«. Es gehört einer Firma, die menschliche Arbeit mit künstlicher Intelligenz ersetzen lassen möchte. Aber dann läuft man durch die Stadt und versteht: Das ist immer noch eine Hippie-Stadt. Die Leute schreiben, arbeiten im Café, sie stehen nachts Modell in Kunstschulen, pflanzen ungewöhnliche Obstbäume und halten sich einen Emu oder Strauß im Garten. Viele Techfirmen sind frustriert von diesem Hippie-Spirit. Weil sie gern hätten, dass alles wie eine Maschine funktioniert. Sie mögen dieses menschliche Chaos namens Demokratie nicht. Aber dieses Chaos macht die Stadt aus.