Neuer Roman von Ben Lerner: Transatlantisches Elysium

Ben Lerners neuer Roman gilt hierzulande bereits als Meisterwerk. Vor allem ist er jedoch eine Versicherung, dass man Amerika nicht aufgeben darf.

Schaut immer etwas vorwurfsvoll drein: Ben Lerner

Basso Cannarsa/opale photo/imago

Es ist noch nicht allzu lange her, da spielten Smartphones in der schönen Literatur keine nennenswerte Rolle. Immerhin erschaffen sie die Möglichkeit einer Unmittelbarkeit, die inhärent unliterarisch ist. Gute Gedanken entwickeln sich im Roman in den quälenden Ungewissheiten seines Personals, im Nicht-ereichbar-Sein oder Nicht-erreichen-Wollen, im Moment, in dem kein Rückruf mehr möglich ist.