Budget-Smartphones rechnen sich für Hersteller offenbar nicht mehr. Ursache hierfür sind die weiterhin steigenden Speicherpreise. Wie unter anderem aus einer Studie des Analystenhauses Omdia hervorgeht, sind sie zu einer erheblichen Belastung für Smartphones der mittleren und unteren Preisklasse geworden. Auch Omdia schließt sich der Beobachtung an, dass die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) und NAND-Flash (etwa als Universal Flash Storage, UFS) in den letzten Quartal stark gestiegen sind. Diesen Trend bestätigte kürzlich bereits das Start-up Nothing, das auf die Einführung eines Smartphones unter 300 Euro verzichtete.

Budget-Smartphones bringen kaum Marge

Wie Omdia vorrechnet, haben die hohen Speicherpreise zu einem Rückgang von über 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf dem Markt für Smartphones unter 400 US-Dollar beigetragen. So betrug der Anteil der Materialkosten (Bill of Materials, BOM) im ersten Quartal 2026 für Flash-Speicher und DRAM bei Geräten dieser Preiskategorie nahezu 60 Prozent. Im dritten Quartal 2025 waren es noch etwa 32 Prozent. Der Kostenanteil habe sich damit in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt. Im Bereich der Smartphones unter 99 US-Dollar lag der Anteil gar bei 64 Prozent.