Commerzbank-Ringen: Ermittler sehen keine MarktmanipulationIm Übernahmeringen zwischen Commerzbank und Unicredit erhärtet sich der Verdacht der Marktmanipulation gegen die italienische Großbank nicht. Der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat, der die Justiz eingeschaltet und eine Anzeige gegen unbekannt gestellt hatte, muss eine Niederlage hinnehmen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe mitgeteilt, dass sie in der Sache kein Ermittlungsverfahren aufnehmen werde, sagte der Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Sascha Uebel, der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte das.Nach Abschluss des Prüfverfahrens habe man die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt, „da zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat nicht festgestellt werden konnten“, schrieb ein Sprecher. Weitere Angaben könnten wegen des „noch nicht abgeschlossenen Übernahmeprozesses und damit einhergehender etwaiger Kursbeeinflussungen“ nicht gemacht werden.Der Gesamtbetriebsrat hatte Zweifel daran, dass die Unicredit mit ihrem Übernahmeangebot zügig Commerzbank-Aktien angedient bekam, obwohl die Offerte der Italiener lange unter dem Kurs der Commerzbank lag und Investoren ihre Anteile normalerweise erst kurz vor Frist-Ende übertragen. Der Gesamtbetriebsrat um Uebel warf der Unicredit irreführende Angaben vor. Die Anschuldigung wog schwer: Marktmanipulation ist in Deutschland eine Straftat. Seit Mittwoch ist bekannt, dass Unicredit 49,65 Prozent der Aktien der Commerzbank besitzt.Salzgitter wird alleinige Eigentümerin von HKM Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), Deutschlands derzeit zweitgrößtes integriertes Stahlwerk, werden künftig eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der niedersächsischen Salzgitter AG. Das teilte Salzgitter am Donnerstag mit. Bislang wird HKM als Gemeinschaftsunternehmen geführt, wobei Deutschlands größter Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel (TKSE) mit 50 Prozent größter und Salzgitter mit 30 Prozent zweitgrößter Anteilseigner ist. Die restlichen 20 Prozent gehören dem französischen Röhrenhersteller Vallourec. Sowohl TKSE als auch Vallourec hatten schon lange angekündigt, sich aus dem Joint Venture zurückziehen zu wollen.„Die Stahlproduktion am Traditionsstandort im Duisburger Süden geht weiter“, teilte nun Salzgitter mit. Man übernehme „die volle Verantwortung bei der HKM“. Im Grundsatz hatten sich die bisherigen Eigentümer schon Anfang Februar auf die Eckpunkte dieser Lösung verständigt. Das „Closing“ und der Übergang der Geschäftsanteile solle noch an diesem Donnerstag vollzogen werden, hieß es nun.Wie ebenfalls schon in Grundzügen bekannt war, ist die Übernahme durch Salzgitter mit harten Einschnitten bei HKM verbunden. Die Belegschaft von derzeit rund 3000 Mitarbeitern soll auf rund 1000 schrumpfen. „Ohne diesen schmerzhaften Stellenabbau hätte die Salzgitter AG die alleinige Übernahme nicht vollziehen können“, heißt es in einer Mitteilung. Die bei HKM produzierte Rohstahlmenge soll bis 2028 auf zwei Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Die Auswirkungen der HKM-Übernahme auf die Umsatz- und Ergebnisprognose des Geschäftsjahres 2026 werde Salzgitter gemeinsam mit seinen Halbjahreszahlen in der zweiten Augustwoche benennen. Mutmaßlich hat Thyssenkrupp, das ein großes Interesse daran hatte, seine HKM-Anteile rasch loszuwerden, dem neuen Eigentümer eine Mitgift bezahlt. Es hieß jedoch, dass über Details der Übernahme Stillschweigen vereinbart wurde.Haushaltsausschuss billigt Beschaffung von TKMS-FregattenEs ist der nächste Auftrag für den Kieler Marineschiffbauer TKMS: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für die Beschaffung von Fregatten des Typs Meko A-200 durch die Bundeswehr gegeben. Das teilten das Bundesverteidigungsministerium und das Unternehmen übereinstimmend mit. Damit ist der Weg zur formalen Unterzeichnung eines Vertrags frei. Es ist nach eigenen Angaben von TKMS der größte Überwasser-Auftrag der Unternehmensgeschichte.Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von zunächst rund 6,3 Milliarden Euro und betrifft vier Fregatten. Darüber hinaus gibt es eine Option für die Beschaffung von vier weiteren Schiffen dieses Typs. Dafür müsste es allerdings eine weitere Entscheidung des Haushaltsausschusses geben. Das Volumen dieses zweiten möglichen Auftrags hätte dann noch einmal einen Umfang von 5,3 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Bundesverteidigungsministerium die ursprünglich geplante Beschaffung von größeren Fregatten des Typs F-126 geplant. Beauftragt war hier das niederländische Unternehmen Damen Naval. Nach erheblichen Verzögerungen und weiteren Problemen war dies aber gestoppt worden. Hugo Boss empfiehlt, Übernahmeangebot der Fraser Group nicht anzunehmenDer Modekonzern Hugo Boss hält das Übernahmeangebot des Großaktionärs Frasers Group für nicht ausreichend. „Der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie spiegelt den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von Hugo Boss nicht angemessen wider“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Offerte sei dabei einem unabhängigen Prüfungsverfahren unterzogen worden.Das Management von Hugo Boss sieht vor allem durch das laufende strategische Konzept erhebliches Potenzial. Angesichts einer starken Bilanz sei das Unternehmen gut aufgestellt, „um seine Strategie eigenständig umzusetzen und nachhaltigen, langfristigen Wert für seine Aktionäre zu schaffen.“ Die gebotenen 38,00 Euro je Aktie bildeten daher eher das rechtlich vorgeschriebene Minimum als eine angemessene fundamentale Bewertung des Unternehmens ab.Die Briten versuchen seit Mitte Juni, im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Angebots das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Frasers ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter dem der Unternehmer Mike Ashley steckt. An Hugo Boss ist die Gruppe früheren Angaben zufolge mit gut 26 Prozent direkt beteiligt.Deutz übernimmt Rüstungshersteller FFGDer älteste Motorenhersteller der Welt, Deutz, baut sein Verteidigungsgeschäft deutlich aus. Der Kölner M-Dax-Konzern übernimmt für 1,6 Milliarden Euro die FFG (Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft). Das teilte Deutz am Donnerstagmorgen mit. Bezahlt wird das Geschäft teils in bar und teils in Aktien. Dadurch sollen die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG neue Ankeraktionäre von Deutz mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent werden. „Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen“, sagte der Deutz-Vorstandsvorsitzende Sebastian Schulte.FFG beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter und produziert, wartet und modernisiert militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschaftstransporter oder Spezialfahrzeuge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen rund 760 Millionen Euro Umsatz erzielt. Durch die Übernahme erwartet Deutz, seine Ziele für 2030 – einen Umsatz von vier Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 10 Prozent – früher zu erreichen.Meta baut Rechenzentrum für neun Milliarden Dollar in KanadaDer Facebook-Mutterkonzern Meta baut im Zuge des Booms der Künstlichen Intelligenz (KI) sein erstes Rechenzentrum in Kanada. Die Anlage in der Provinz Alberta habe eine Leistung von einem Gigawatt und koste 9,17 Milliarden US-Dollar (13 Milliarden kanadische Dollar), teilte der Technologiekonzern am Mittwoch mit. Es ist das weltweit 33. Rechenzentrum von Meta. Die neue Anlage im Sturgeon County soll so viel Strom verbrauchen wie 800.000 Haushalte benötigen. Meta will die Stromerzeugung und die Netzinfrastruktur für das Projekt vollständig selbst finanzieren. Der Konzern investiert derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur.Die kanadische Provinz wirbt bei Technologieunternehmen mit günstigem Erdgas und niedrigen Temperaturen, die die Kühlung der riesigen Supercomputer kostengünstiger machen. Um den enormen Energiebedarf zu decken, arbeitet Meta mit dem kanadischen Pipeline-Betreiber Pembina zusammen. Dieser baut in Sturgeon County ein neues Gaskraftwerk, das Ende 2030 in Betrieb gehen soll und für das Meta einen langfristigen Abnahmevertrag geschlossen hat. Das Projekt benötigt Pembina zufolge täglich rund 4,25 Millionen Kubikmeter Erdgas.Die kanadische Regierung hatte im vergangenen Monat in ihrer KI-Strategie noch hervorgehoben, dass neue Rechenzentren vom emissionsarmen Stromsystem des Landes profitieren könnten. Die meisten in Kanada geplanten Anlagen befinden sich jedoch in Alberta, wo die Stromerzeugung stark von fossilem Erdgas abhängt und die Emissionen fast fünfmal so hoch sind wie im landesweiten Durchschnitt. Bund will mit Milliarden für Meyer-Werft-Großauftrag bürgen Die Bundesregierung will den Großauftrag der Papenburger Meyer Werft mit der Schweizer Reederei MSC Cruises über den Bau neuer Kreuzfahrtschiffe mit einer Bürgschaft in Milliardenhöhe absichern. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss in nicht öffentlicher Sitzung, dass der Bund entsprechende Garantien gewähren soll, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ausschuss erfuhr. Der Auftragswert für die neuen Kreuzfahrtschiffe liegt bei bis zu zehn Milliarden Euro. Über die genaue Höhe der Garantien war zunächst nichts bekannt.Mit der Finanzierung soll der Großauftrag für die Werft abgesichert werden. Eine Vertragsunterzeichnung gibt es bislang nicht. Die Werft und die Reederei hatten Ende Juni mitgeteilt, beide seien zuversichtlich, die Verhandlungen über den Auftrag in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschließen.Auch der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags befasste sich Ende Juni mit einer Bürgschaft. Dabei soll es ebenfalls um Garantien für den Großauftrag gegangen sein, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Die Landesregierung machte dazu auf Nachfrage, etwa zur Höhe der Bürgschaft, keine Angaben.Ikea beendet Verkauf von Malm-MöbelnOb Billy-Regal oder der Poäng-Sessel: Ikea-Möbel sind aus den Wohnungen vieler Deutscher kaum noch wegzudenken. Doch auf eine beliebte Möbel-Serie müssen Verbraucherinnen und Verbraucher in Zukunft verzichten. Ikea will bestimmte Malm-Artikel im nächsten Jahr aus dem Sortiment nehmen, bestätigte eine Sprecherin gegenüber bild.de. Die Entscheidung bezieht sich der Sprecherin zufolge auf Nachttische, Bettrahmen sowie einige Kommoden und Schminktische. Bestimmte Malm-Kommoden hingegen stehen laut dem Bericht auch weiterhin zum Verkauf, „da sie einem bestimmten Stil und Bedarf entsprechen, den wir bisher noch nicht an anderer Stelle in unserem Sortiment abgedeckt haben.“ Demnach hat der Möbelriese die Produktion der vom Aus betroffenen Produkte schon beendet. Einzelne Restbestände in Läden könnten aber noch vorhanden sein. Ob eine neue Serie den beliebten Malm-Klassiker ersetzen wird, ist offenbar noch unklar. Würth-Kunden füllen ihre Lager auf Die Würth-Gruppe profitiert davon, dass viele Unternehmen und Handwerksbetriebe die eigenen Lager auffüllen, um in unsicheren Zeiten arbeits- und lieferfähig zu sein. „Ein Drittel unseres Umsatzwachstums beruht auf diesem Effekt. Trotz gestörter Lieferketten können sich unsere Kunden weltweit auf uns verlassen. Würth ist lieferfähig“, sagte Robert Friedmann, der Chef des Familienunternehmens, anlässlich der Vorstellung der Halbjahreszahlen am Mittwoch im Gespräch mit der F.A.Z. „Es ist erfreulich, dass wir die Wachstumsdynamik aus den ersten vier Monaten 2026 halten können.“Der Spezialist für Schrauben, Dübel und Werkzeuge steigerte seine Erlöse im ersten Halbjahr im Vergleich zu 2025 um 4,3 Prozent auf nun 10,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg sogar um 8,4 Prozent auf 515 Millionen Euro. Auch für das Gesamtjahr ist Friedmann optimistisch, auch wenn die Situation fragil bleibe. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Würth-Chef mit Umsatzsteigerungen zwischen fünf und sechs Prozent und einem Ergebnis, das zwischen acht und neun Prozent über dem Vorjahr liegt. 2025 erwirtschaftete Würth bei einem Rekordumsatz von 20,7 Milliarden Euro ein Betriebsergebnis von 970 Millionen Euro, was einer Umsatzrendite von 4,7 Prozent entspricht. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland entwickelt sich nach Angaben von Friedmann wegen gestiegener Energiepreise, geopolitischer Unsicherheiten und der verhaltenen Industrieproduktion allerdings gedämpft. Vor allem seien trotz zwischenzeitlicher Entspannung noch nicht alle Folgen der Irankrise vollständig zu spüren. „Bis sich die ölinduzierten Preiserhöhungen vollständig durch alle Lieferketten gefressen haben, dauert es noch“, erläuterte der Würth-Chef. Weltweit geht das Unternehmen in den kommenden Monaten von einem moderaten Wachstum aus, von dem der Befestigungsspezialist aufgrund seiner globalen Präsenz profitiere. Deal mit Broadcom: Apple lässt über 15 Milliarden Chips in den USA produzierenApple will in einem neuen Deal mit dem Halbleiter-Konzern Broadcom mehr als 15 Milliarden Chips in den USA produzieren lassen. Dabei werde es sich um Technik rund um die Anbindung zu Kommunikations-Netzen handeln, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Für die mehr als 30 Milliarden Dollar schwere Vereinbarung sollen Broadcom-Anlagen im Bundesstaat Colorado ausgebaut und modernisiert werden. Die Unternehmen machten keine Angaben dazu, wann die neuen Kapazitäten in Betrieb gehen werden.Die USA und auch Europa versuchen schon seit Jahren, mehr Chip-Produktion aus Asien zurückzuholen. Insbesondere Engpässe bei einigen Halbleiter-Produkten zu Beginn der Corona-Pandemie, die zeitweise unter anderem die Autoproduktion lahmlegten, waren ein Weckruf. Die Europäische Union und die vorherige US-Regierung von Präsident Joe Biden setzten auf Milliarden-Subventionen. Sein Nachfolger Donald Trump hingegen versucht, die Unternehmen mit Zolldrohungen zur Chip-Fertigung in den USA zu zwingen.Die weltweiten Kapazitäten in der Chipindustrie sind aktuell durch den rapiden Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stark ausgelastet. Apple bekam das unter anderem zu spüren, als der Konzern im vergangenen Jahr die Nachfrage bei iPhones sowie einigen Modellen seiner Mac-Computer unterschätzt hatte. Der Konzern, dessen Lieferkette üblicherweise extrem robust ist, tat sich danach schwer, Kapazitäten zur Produktion zusätzlicher Chipsysteme zu finden. Apple scheitert vor EU-Gericht mit Klage gegen strengere RegelnApple muss sich in der Europäischen Union an strengere Regeln halten. Das EU-Gericht in Luxemburg wies am Mittwoch die Klage des US-Technologiekonzerns gegen seine Einstufung als sogenannter Torwächter für den App Store und das mobile Betriebssystem iOS ab. Als Torwächter bezeichnet die EU Digitalunternehmen mit besonders großer Marktmacht. Damit treffen Apple bestimmte Pflichten, die einen fairen Wettbewerb gewährleisten sollen. (Az. T-1079/23 u.a.)Dabei geht es vor allem darum, dass Dienste interoperabel werden sollen, also nicht nur innerhalb eines geschlossenen Systems funktionieren. Die EU-Kommission hatte Apple 2023 nach dem Gesetz für digitale Märkte als Torwächter für den App Store, iOS und den Browser Safari benannt. Ein Unternehmen kann als Torwächter eingestuft werden, wenn es „wirtschaftlich stark ist, erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Markt hat und in mehreren EU-Ländern tätig ist“. Gegen das Urteil des Gerichts kann Apple noch vor dem Europäischen Gerichtshof, der nächsthöheren Instanz, vorgehen. OpenAI will neue KI-Modelle für die Öffentlichkeit freigebenDas amerikanische Unternehmen OpenAI will sein neues, leistungsstarkes Modell für Künstliche Intelligenz (KI) für die Öffentlichkeit freigeben. GPT-5.6 werde am Donnerstag öffentlich gestartet, teilte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. Zur GPT-5.6-Serie gehören drei Modelle: Sol, das neue Aushängeschild von OpenAI, das mittlere Modell Terra für den täglichen Gebrauch sowie Luna, eine schnelle und kostengünstige Variante.OpenAI hatte schon Ende Juni GPT-5.6 präsentiert, es auf Wunsch der amerikanischen Regierung jedoch zunächst nur einer begrenzten Zahl von US-Unternehmen zur Verfügung gestellt. Zuletzt hatte die US-Regierung überraschend Anthropic angewiesen, seine KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 aus Gründen der nationalen Sicherheit nur amerikanischen Kunden zur Verfügung zu stellen.Sowohl die Mythos-Modelle von Anthropic als auch GPT-5.6 von OpenAI haben Besorgnis ausgelöst wegen ihrer Fähigkeit, Software-Schwachstellen ausfindig zu machen und so Angriffsflächen für Hacker zu bieten. Das Eingreifen des Weißen Hauses gegenüber Anthropic war beispiellos, da es zuvor eigentlich darauf gedrängt hatte, die Aufsicht über KI zu lockern – und sogar die US-Bundesstaaten daran gehindert hatte, eigene Regeln für KI aufzustellen. Robert DikomeitUSA setzen Öl-Sanktionen gegen Iran wieder einNach Angriffen auf drei Tanker im Bereich der Straße von Hormus haben die USA ihre Ölsanktionen gegen Iran wieder eingesetzt. Die US-Regierung machte am Dienstag Teheran für die „völlig inakzeptablen“ Angriffe verantwortlich. Das Finanzministerium in Washington widerrief eine Lizenz, die den Handel mit iranischem Erdöl vorläufig erlaubt hatte.Nach der im Juni angekündigten Ausnahmeregel sollte Iran bis zum 21. August wieder Rohöl und verwandte Produkte fördern, verkaufen und liefern können. Die Aufhebung der Sanktionen auf iranisches Erdöl ist einer der Kernpunkte des Rahmenabkommens, das der Iran und die USA Mitte Juni unterzeichnet hatten. Die Sanktionslockerung sei aber „vollständig leistungsabhängig“, betonte nun ein US-Beamter. Der Iran werde die Vorteile nur bei „gutem Verhalten“ sehen.Teheran hatte die für den Handel mit Rohöl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus als Reaktion auf die US-israelischen Luftangriffe ab Ende Februar weitgehend gesperrt. Die Vereinbarung mit den USA sieht ihre vollständige Öffnung und die freie Durchfahrt von Tankern vor. Zurich erhält EU-Genehmigung für Beazley-Kauf Die Versicherungsgruppe Zurich hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley erhalten. Die Behörde hat den Erwerb von Beazley durch die Zurich im Zuge des in den letzten Wochen durchgeführten, vereinfachten Fusionskontrollverfahrens genehmigt, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Vorhaben werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, da die beiden Unternehmen nach der geplanten Transaktion mit den betroffenen Versicherungsprodukten und -dienstleistungen in der EU nur über begrenzte Marktpositionen verfügten, hieß es.Im März hatte die Zurich für Beazley ein verbindliches Kaufangebot in der Höhe von insgesamt knapp elf Milliarden US-Dollar abgegeben. Die Beazley-Aktionäre hatten im April dem Zurich-Angebot zugestimmt. Mit Beazley will Zurich zu einem weltweit führenden Spezialversicherer in Sparten wie Cyber, Infrastruktur oder erneuerbare Energien aufsteigen.Der Kauf soll laut früheren Angaben noch im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Noch fehlen dazu weitere behördliche Genehmigungen, unter anderem aus der Schweiz und aus Großbritannien. Darüber hinaus ist auch die gerichtliche Bestätigung des „Scheme of Arrangement“ durch ein dafür zuständiges britisches Gericht erforderlich. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: Ermittler: keine Marktmanipulation der Unicredit gegen Commerbank | FAZ
Ikea beendet Verkauf von Malm-Möbeln +++ Mercedes verkauft weniger Autos +++ Deal mit Broadcom: Apple lässt über 15 Milliarden Chips in den USA produzieren +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.









