PfadnavigationHomeSportFußballWMFall Balogun„Höchst verdächtig“ – Trumps WM-Beauftragter legt gegen Schiedsrichter nachStand: 00:45 UhrLesedauer: 2 MinutenAndrew Giuliani, Fifa-Beauftragter des Weißen HausesQuelle: Mary Altaffer/AP/dpaRaphael Claus stellte US-Stürmer Folarin Balogun gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz. Trumps Fifa-Beauftragter weist darauf hin, dass der Schiedsrichter schon einmal in ähnliche Ermittlungen verwickelt war. Ein Journalist widerspricht ihm.Nach dem Skandal um die aufgehobene Rote Karte bei der Weltmeisterschaft hat der Fifa-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters gesät. Er finde es „höchst verdächtig“, dass gegen den Schiedsrichter Raphael Claus im Jahr 2024 bereits wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei, zitierte der „Guardian“ den WM-Beauftragten.Claus hatte den US-Stürmer Folarin Balogun beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz gestellt, damit wäre er für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt gewesen. Die Fifa hob die Sperre aber überraschend auf. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der Fifa um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Das Spiel gegen Belgien verlor die USA mit Balogun schließlich mit 1:4. Die Fifa beharrt darauf, dass die Entscheidung unabhängig von ihrer 18-köpfigen Disziplinarkommission getroffen wurde. Ob darüber abgestimmt wurde, wollte der Verband jedoch nicht mitteilen. Anders als bei anderen Entscheidungen veröffentlichte die Fifa zudem keinen offiziellen Bericht zu dem Vorgang.Reporter stellt Giulianis Darstellung infrageAuf den Einwand eines Reporters, Claus sei bei der Ermittlung in Brasilien nur als Zeuge geladen und nicht selbst beschuldigt worden, sagte Giuliani: „Ihm wurden keine Vergehen vorgeworfen – das ist uns klar.“ Trotzdem sei die Situation mit den Ermittlungen von damals vergleichbar, behauptete er.Lesen Sie auchZuvor hatte bereits Trump gesagt, der brasilianische Schiedsrichter sei „etwas verdächtig“, „wenn man sich seine Vergangenheit ansieht“. Nähere Angaben dazu hatte der US-Präsident aber nicht gemacht.dpa/saha