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Das gab der kroatische Fußballverband wenige Tage nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale der WM in den USA, Mexiko und Kanada in einer Mitteilung bekannt: „Trainer, vielen Dank für alles – die Siege, die Erfolge, die Qualifikationen, die Medaillen, den Zusammenhalt, den Respekt und Ihr unerschütterliches Engagement, für Kroatien zu kämpfen, sowohl auf als auch abseits des Spielfelds“.Dalic hatte den kroatischen Fußball in seiner Amtszeit zur erfolgreichsten Ära seiner Geschichte geführt. 2018 erreichten die Kroaten das WM-Finale in Russland (2:4 gegen Frankreich). Vier Jahre später in Katar wurde Kroatien WM-Dritter, im Spiel um Platz drei besiegte das Team von Dalic Marokko mit 2:1. 2023 verloren Dalic und Kroatien das Finale der Nations League im Elfmeterschießen gegen Spanien. Bei der aktuellen WM war Kroatien im Sechzehntelfinale gegen Portugal ausgeschieden.Als möglicher Nachfolger wird der Ex-Bundesliga-Stürmer Ivica Olic gehandelt.Unzufrieden mit Hotel: Norweger ziehen vor Viertelfinale umNorwegens Fußball-Nationalteam hat vor dem WM-Viertelfinale gegen England sein Hotel gewechselt. „Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben. Einfach um uns bestmöglich auf ein wichtiges Spiel vorzubereiten“, sagte Kapitän Martin Ödegaard norwegischen Medienberichten zufolge. Die Skandinavier treffen am Samstag in Miami auf England. Ursprünglich seien sie außerhalb von Miami in Fort Lauderdale untergebracht gewesen, hieß es.Das Nachrichtenportal VG berichtete, dass die ursprüngliche Unterkunft von einer großen Baustelle und einer stark befahrenen Straße umgeben sei. Es habe „insgesamt zu viele Kleinigkeiten“ gegeben, wurde Trainer Stale Solbakken zitiert. Unter anderem wollte das Team demnach gerne einen gemeinsamen Aufenthalts- und Besprechungsräume haben. „Es ist nicht so, dass man dort nicht wohnen könnte, aber wir sollten ein Team sein, zusammenhalten und eine Einheit bilden“, sagte Solbakken.Gerüchte über eine angebliche Krankheitswelle in der norwegischen Mannschaft moderierte Solbakken derweil ab. Alle Spieler stünden derzeit zur Verfügung. Im Betreuerstab gebe es vereinzelte Krankheitsfälle. Die Berichte diverser englischer Medien seien aber übertrieben gewesen, meinte er. Olises gelbe Karten bleibt bestehenDie gelbe Karte gegen Frankreichs Offensiv-Ass Michael Olise aus dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) bleibt bestehen. Man habe am Morgen eine entsprechende Mitteilung der Fifa erhalten, sagte Trainer Didier Deschamps vor dem Viertelfinale der Fußball-WM gegen Marokko am Donnerstag (22 Uhr/ARD und Magenta-TV) in Foxborough. Sollte Olise auch in diesem Spiel Gelb sehen, wäre er in einem möglichen Halbfinale gesperrt.Olise hatte in der Nachspielzeit der hitzigen Partie gegen Paraguay eine unberechtigte gelbe Karte gesehen. Der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev war für seine gesamte Leistung am vergangenen Samstag in Philadelphia von mehreren Seiten scharf kritisiert worden. Mehrere Medien hatten berichtet, dass die Franzosen beim Weltverband Fifa eine Annullierung der Karte gegen Olise beantragt habe.Womöglich hatte dem französischen Verband der höchst umstrittene Fall des US-Stürmers Folarin Balogun Hoffnung gemacht. Die Sperre des Angreifers, der im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die rote Karte gesehen hatte, war vom Weltverband zur Bewährung ausgesetzt worden. Der Entscheidung war ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Boss Gianni Infantino vorausgegangen.Anzeige gegen InfantinoNicholas McGeehan, der Direktor der Non-Profit-Organisation Fair Square, will eine Anzeige wegen politischer Einmischung gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino beim Ethikkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) einreichen. Das kündigte er im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung an. Infantino ist Mitglied im IOC, und dessen Präsidentin Kirsty Coventry hatte am Dienstag in einer Presserunde zum Thema WM-Skandal gesagt, dass die IOC-Ethiker im Falle einer Anzeige tätig würden.Hintergrund ist der Fall Folarin Balogun. Nach einem Anruf des US-Präsidenten Donald Trump hatte die Fifa die Rot-Sperre des US-Stürmers aufgehoben. Infantino sagte in einem Statement, die Fifa-Disziplinarkommission hätte diese Entscheidung unabhängig getroffen. Bis heute gibt es von der Fifa keine Begründung für die Aufhebung der Sperre.Franzosen wollen wegen argentinischem Schiedsrichterteam „nicht paranoid werden“So sehr die Schiedsrichter-Leistungen bei dieser WM gerade auch in den Mittelpunkt rücken, die Franzosen wollen sich davon nicht beeinflussen lassen: Ein argentinischer Schiedsrichter pfeift ihr WM-Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD). Aber Dayot Upamecano, französischer Verteidiger des FC Bayern, sagte dazu einem Bericht der Sportzeitung L'Equipe nur: „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht. Wir konzentrieren uns auf Marokko und wollen das Spiel gewinnen.“Der Weltverband Fifa hat für das erste Viertelfinal-Spiel dieser WM den argentinischen Referee Facundo Tello sowie drei argentinische Assistenten angesetzt, was in den französischen Medien mit Verwunderung aufgenommen wurde. Zwischen Frankreich und Argentinien herrscht eine große Rivalität. 2022 gewann Argentinien das WM-Finale gegen die Équipe Tricolore im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner auf dem Weg zum Titel in einem denkwürdigen Achtelfinale (4:3) ausgeschaltet.„Wir dürfen nicht paranoid werden“, ergänzte Ersatztorwart Robin Risser: „Wenn diese Schiedsrichter dabei sind, dann weil sie dem Niveau des Wettbewerbs gewachsen sind.“ Frankreich kann erst im Finale oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen.Umgekehrt hatte der Franzose Francois Letexier das WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) geleitet. Beschweren konnten sich die Argentinier hinterher nicht, vielmehr waren die Ägypter wegen einiger Entscheidungen aufgebracht.Belgien will Fall Balogun „weiterhin verfolgen“ Der belgische Fußballverband (RBFA) wird den Fall Balogun auch nach Belgiens Weiterkommen im Achtelfinale gegen die USA weiter beobachten. Grund dafür seien Bedenken hinsichtlich „Rechtssicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und Fair Play“, erklärte der Verband am Dienstag in einer Pressemitteilung. Man sei „stolz auf die Reaktion der Roten Teufel auf dem Platz“, hieß es in der Erklärung am Tag nach dem 4:1-Erfolg, werde den Fall „aber weiterhin außerhalb des Spielfelds verfolgen“.Der belgische Verband ist „überzeugt, dass der internationale Fußball ein Disziplinar- und Verwaltungssystem benötigt, das die Prinzipien der Rechtssicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und des Fair Play uneingeschränkt wahrt“, schrieb der RBFA. Man wolle „jegliche Form von Willkür vermeiden“ und fühle sich in diesem Vorgehen „von Millionen Fans weltweit sowie von vielen anderen Verbänden unterstützt“. Der US-Stürmer Folarin Balogun war im Sechzehntelfinale des Feldes verwiesen worden, der Weltverband Fifa setzte die Sperre aber nachträglich aus. Damit stand Balogun am Dienstag in Seattle zur Verfügung. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bestätigt, dass er Fifa-Präsident Gianni Infantino, zu dem er ein enges Verhältnis pflegt, angerufen und eine Überprüfung der Sperre gefordert habe. Das war die NachtFast hätte dieser Blogeintrag „Das war der Spätabend“ heißen müssen, denn das Achtelfinale Schweiz gegen Kolumbien wurde in Deutschland noch zu einer halbwegs humanen Zeit angepfiffen. Um 22 Uhr rollte der Ball los, da hätte vor Mitternacht Schluss sein können, doch die beiden Mannschaften waren in Spendierlaune und gaben den Zuschauern eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen obendrauf. Wobei sie mit den Toren leider sparsam waren: 0:0 stand es nach 120 Minuten. Im Elfmeterschießen setzten sich dann die Schweizer 4:3 durch, sie stehen zum ersten Mal seit 1954 in einem WM-Viertelfinale. Dort treffen sie auf Argentinien.Deutlich furioser ging es beim Spiel zwischen Argentinien und Ägypten zu. Die Mannschaft um Lionel Messi verwandelte einen 0:2-Rückstand noch in ein 3:2. Den Siegtreffer erzielte Enzo Fernández in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Doch auch hier gab es gewissermaßen eine Verlängerung. Ägyptens Trainer Hossam Hassan war mit der Leistung des französischen Schiedsrichters Francois Letexier so gar nicht zufrieden und machte ihm schwere Vorwürfe. „Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren“, ereiferte sich Hassan, „das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fußball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden.“Ägyptens Nationaltrainer kritisiert den Schiedsrichter: „Warum gibt es keine Fairness im Fußball?“ Nach dem unglücklichen Aus im WM-Achtelfinale hat Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich erhoben. „Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden“, sagte der 59-Jährige nach dem 2:3 (1:0) gegen Titelverteidiger Argentinien.„Die Argentinier haben Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt“, behauptete Hassan. Vor allem die spielentscheidende Szene brachte ihn in Rage: „Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden.“ Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernández (90.+2) ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben. Außerdem sei seinem Team ein Tor von Mostafa Ziko (58.) „aus welchen Gründen auch immer“ aberkannt worden. Tatsächlich ging es um ein Foul in der Entstehung des Angriffs.„Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren“, ereiferte sich Hassan, „das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fußball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden.“Einmal in Fahrt, beklagte sich der Coach auch über die Anstoßzeit am Mittag. „Wer ein Spiel für 12 Uhr ansetzt, hat nie selbst Fußball gespielt“, sagte er, „sollen die Spieler um 7.30 Uhr Mittag essen?“ Sein Fazit nach dem WM-Aus: „Viele Dinge sind fragwürdig – auf dem Feld und außerhalb. Das schadet der Glaubwürdigkeit.“Fall Mbappé: Ermittlungen gegen paraguayische Politikerin Im Fall der rassistischen Beleidigungen gegen Kylian Mbappé wird nun in Frankreich gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia ermittelt. Frankreichs Fußballverband hatte eine Anzeige gegen die Politikerin eingereicht. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß in einer Stellungnahme des Verbands. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein, wie die Behörde in Paris mitteilte. Amarilla de Boccia, die Mbappé wüst beschimpft hatte, veröffentlichte einen Brief und erklärte sich. Ihr Problem sei zwischen ihr und dem Spieler und beziehe sich nicht auf das Land Frankreich, war die Kernbotschaft. Sie bedauere Teile ihrer Aussagen. „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme“, schrieb Amarilla de Boccia. Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen.Sie forderte dann selbst eine Entschuldigung von Mbappé – und setzte zu neuen herben Aussagen an. Sie warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor und drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.Amarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien als „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“Rudi Völler bleibt DFB-SportdirektorRudi Völler geht nicht vorzeitig in Rente. Der 66-Jährige macht beim Deutschen Fußball-Bund als Sportdirektor weiter. Er will auch nach dem WM-Flop in Amerika und der inzwischen auch aus seiner Sicht „richtigen“ Trennung von Julian Nagelsmann seinen bis zur EM 2028 laufenden Vertrag erfüllen. In einem Team mit dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp will der ehemalige Teamchef aktiv zum Wiederaufbau der Nationalelf beitragen.Diese Entscheidung verkündete Völler nach einem Telefonat mit Klopp sowie Gesprächen mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke in einer Medienrunde, an der auch die Süddeutsche Zeitung teilnahm. „Das Gesamtpaket hat den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache“, sagte Völler am DFB-Campus. Völler berichtete auch von einem Anruf von Oliver Mintzlaff, dem Geschäftsführer bei Red Bull. „Das hat mich sehr gefreut.“ Auch dieser habe ihn zum Weitermachen ermuntert, eine Zusammenarbeit mit Klopp werde „super“, sagte Mintzlaff schon mal voraus. Mit Klopp habe es am vergangenen Samstag „ein längeres Gespräch“ gegeben, sagte Völler. Das Signal an den Sportdirektor aus New York war klar. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird“, sagte Völler.WM-Rekordjäger: Klose telefoniert mit MessiEx-WM-Rekordtorjäger Miroslav Klose hat seinem Nachfolger Lionel Messi seine Glückwünsche am Telefon übermittelt. „Messi ist ein brutales Phänomen. Der argentinische Nationaltrainer Lionel Scaloni war mein Mitspieler bei Lazio Rom, wir stehen noch regelmäßig in Kontakt. Er hat ein Telefonat von Messi und mir arrangiert, nachdem er meinen WM-Torrekord eingestellt hat. Das war schon sehr bewegend“, erklärte der Trainer des 1. FC Nürnberg bei einem WM-Talk des Fußball-Zweitligisten am vergangenen Donnerstag. „Messi und ich sind uns natürlich immer mal wieder auf dem Platz begegnet, das war immer schön und respektvoll. Das Telefonat jetzt war aber das erste Mal, dass wir abseits davon etwas länger miteinander gesprochen haben. Er hat gesagt, er schickt mir ein unterschriebenes Trikot“, sagte Klose. Der 39 Jahre alte Messi, der vor dem Achtelfinale gegen Ägypten auf 20 WM-Tore kommt, hatte Klose bei der Vorrundenpartie gegen Österreich mit seinem 17. WM-Tor als Rekordtorschütze abgelöst. Bis zum Beginn des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko hatte der 2014er-Weltmeister Klose den WM-Torrekord mit 16 Treffern gehalten. Inzwischen ist auch Frankreichs Kylian Mbappé mit 19 Toren vorbeigezogen. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“, hatte Klose der Süddeutschen Zeitung nach Messis 17. WM-Tor gesagt. „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, sagte Klose über das „Genie“. Das SZ-Interview mit dem einstigen WM-Rekordjäger lesen Sie hier:Hoeneß: Mertesacker wäre gut für den DFBUli Hoeneß würde eine Aufgabe von Ex-Weltmeister Per Mertesacker im deutschen Fußball sehr begrüßen. „Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München der Bild. Zudem würde Mertesacker „es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“Mertesacker, aktuell als TV-Experte beim ZDF im Einsatz, hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass er für eine Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereit wäre. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte der 41-Jährige, der zuletzt die Nachwuchsakademie des FC Arsenal leitete. Mertesackers größter sportlicher Erfolg war der Gewinn des WM-Titels im Jahr 2014.Nach Sieg gegen USA: Belgien stichelt und tanzt wie TrumpDer belgische Fußballverband (RBFA) hat den Sieg im Achtelfinale über die USA in den sozialen Medien mit einer Spitze in Richtung US-Präsident Donald Trump gefeiert. Nach dem 4:1 postete der Verband bei X ein Bild von Torschütze Romelu Lukaku beim Jubel mit einer Hand am Ohr. Dazu hieß es: „Macht das mal rückgängig.“ Viele deuteten das als Anspielung auf Trump, der mit einem Anruf bei Fifa-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung der Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun gebeten hatte.Der Anruf und die daraufhin tatsächlich aufgehobene Sperre hatten für große Empörung gesorgt. Die Belgier hatten schon während des Spiels auf dem Platz mit einer kleinen Showeinlage den Takt vorgegeben. Nach dem 4:1 in der Nachspielzeit führten sie beim Torjubel einen Tanz auf, der nach dem berühmten „Trump-Dance“ aussah und deshalb als Imitation des US-Präsidenten verstanden werden konnte. In den sozialen Medien verbreitete sich der Clip, teils mit Musik unterlegt, auf zahlreichen Kanälen.Da hilft auch kein Anruf mehr – das war die Nacht Mit der hochkontroversen Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit Fifa-Präsident Gianni Infantino lag der Fokus auf dem WM-Achtelfinale zwischen dem Gastgeber und Belgien. Die Frage war: Was passiert noch? Die Antwort: Die USA zeigten, warum auch immer, ihr schlechtestes WM-Spiel, lagen schnell zurück, kamen nur durch einen abgefälschten Freistoß von Malik Tillman ins Spiel zurück – und gingen dann unter anderem wegen eines slapstickhaften Torwartfehlers am Ende 1:4 unter. Balogun kam auf 19 Ballkontakte und drei Schüsse aufs Tor – er war kein entscheidender Faktor. Fifa-Präsident Gianni Infantino wird sich fragen, ob sich diese sportjuristischen und sportpolitischen Verrenkungen gelohnt haben. Die Fußballwelt ist nun berechtigterweise davon überzeugt, dass die Fifa auch in sportlichen Fragen politisch beeinflussbar ist.Neben dem Gastgeber hat sich noch jemand von der WM verabschiedet. Cristiano Ronaldo, 41 Jahre alt, verlor mit seinen Portugiesen in einem vor allem in der zweiten Halbzeit enttäuschenden Spiel gegen Spanien. Es war wenig überraschend sein letzter WM-Auftritt, eine weitere Teilnahme mit 45 Jahren strebt er nicht mehr an.Mehr ladenTickarooLive Blog Software