Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesNarrisch – das war die NachtJetzt sicher: Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf ParaguaySchweinsteiger wehrt sich gegen Rassismus-VorwurfWar das ein Fehler von Manuel Neuer? Goretzka verläuft sich in „Partybus“ von Ecuador16 Sechzehntelfinals stehen festDamit ist die längste WM-Vorrunde der Geschichte vorbei. Nach 72 Spielen sind 16 Mannschaften ausgeschieden, und zwar: Tschechien, Südkorea, Katar, Schottland, Haiti, Türkei, Curacao, Tunesien, Neuseeland, Uruguay, Saudi-Arabien, Irak, Jordanien, Usbekistan und Panama. Vorläufiger Gewinner ist Afrika. Von zehn Teams sind neun ins Sechzehntelfinale eingezogen – die beste Quote aller Kontinentalverbände. Verlierer ist Asien: Nur Japan und Australien (die zum asiatischen Kontinentalverband gehören) haben es in die K.-o.-Runde geschafft. Jedenfalls wenn man Neuseeland nicht berücksichtigt, die allein den ozeanischen Verband repräsentieren.Die Sechzehntelfinals in der Übersicht: Sonntag, 28. JuniSüdafrika - Kanada (21 Uhr)Montag, 29. JuniBrasilien - Japan (19 Uhr)Deutschland - Paraguay (22.30 Uhr)Dienstag, 30. JuniNiederlande - Marokko (3 Uhr)Elfenbeinküste - Norwegen (19 Uhr)Frankreich - Schweden (23 Uhr)Mittwoch, 1. JuliMexiko - Ecuador (3 Uhr) England - DR Kongo (18 Uhr)Belgien - Senegal (22 Uhr)Donnerstag, 2. JuliUSA - Bosnien-Herzegowina (2 Uhr)Spanien - Österreich (21 Uhr)Freitag, 3. JuliPortugal - Kroatien (1 Uhr)Schweiz - Algerien (5 Uhr)Australien - Ägypten (20 Uhr)Samstag, 4. JuliArgentinien - Kap Verde (0 Uhr)Kolumbien - Ghana (3.30 Uhr) Narrisch – das war die NachtSelbst Menschen, die viel Fußball schauen, dürften so etwas noch nicht erlebt haben. In Kansas City lief alles auf eine erneute "Schande" zu. Algerien hatte in der 60. Minute das 2:2 gegen Österreich erzielt, schon vor dem Spiel war klar, dass ein Unentschieden beiden Teams zum Weiterkommen reichen würde. Und spätestens ab der 70. Minute stellten sowohl Algerien als auch Österreich das Fußballspielen ein. Beide Abwehrreihen passten sich den Ball zu, keiner schoss mehr aufs Tor, es gab noch nicht mal einen ernsthaften Angriff. In ihrem Quartier in Tijuana müssen die Iraner verrückt geworden sein. Denn sie wussten: Bei einem Remis sind sie raus. Und kein Team wollte mehr ein Tor schießen. Es war unwürdig. Doch dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit. Es waren überhaupt nur vier angezeigt. Algerien startete den ersten echten Angriff seit der Trinkpause. Und plötzlich war der Ball drin: Riyad Mahrez versenkte zum 3:2. Plötzlich war Österreich raus! Verzockt. Rache für Gijón, als sich bei der WM 1982 Deutschland und Österreich auf Kosten der Algerier auf einen Nichtangriffspakt einigten. Oder?Ralf Rangnick wechselte Sasa Kalajdzic ein, den ehemaligen Stürmer des VfB Stuttgart, einen Kopfballspieler. Marcel Sabitzer flankte noch mal, Michael Gregoritsch legte per Kopf ab – und Kalajdzic traf zum 3:3. „Ich habe im Moment keine Worte, sage ich ganz ehrlich. Ich glaube, so etwas habe ich so noch nie erlebt“, sagte Österreichs deutscher Trainer Ralf Rangnick.In den Parallelgruppen ging es nicht ganz so dramatisch zu. Die DR Kongo drehte das Spiel gegen Usbekistan nach einem 0:1-Rückstand, gewann 3:1 und trifft nun im Sechzehntelfinale auf England. Portugal und Kolumbien trennten sich 0:0. Kroatien gewann gegen Ghana und trifft auf Portugal und Cristiano Ronaldo.Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf Paraguay. An der Defensive der Südamerikaner hat sich bei diesem Turnier schon die türkische Offensive um Arda Güler von Real Madrid die Zähne ausgebissen. SZ-Reporter Javier Cáceres hat den Gegner analysiert.Nach WM-Aus: Schottlands Trainer gehtSchottlands Trainer Steve Clarke ist nach dem feststehenden Aus bei der Fußball-WM zurückgetreten. Das teilte der schottische Verband am Samstag mit. Clarke (62) hatte das Team sieben Jahre lang trainiert und zur ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren geführt. Für Schottland (3 Punkte, -3 Tore) reichte es nicht für einen Platz unter den acht besten Gruppendritten.„Der emotionalste Teil dieses Abschieds gilt meinen Spielern, ohne die wir keine der Erinnerungen hätten, die wir von 2019 bis heute gesammelt haben. Sie verdienen all das Lob und die Bewunderung, die ihnen zuteil werden, und es war mir wirklich eine Ehre, ihr Trainer genannt zu werden“, wird Clarke in einer Verbandsmitteilung zitiert.Die Schotten hatten zum Auftakt mit 1:0 gegen Haiti gewonnen, in der Folge aber gegen Marokko (0:1) und Brasilien (0:3) verloren. Drei Tage nach der letzten schottischen Partie stand das Aus am Samstag fest. Die schottischen Fans, genannt „Tartan Army“, hatten an den Spielorten Boston und Miami während der WM für reichlich Stimmung gesorgt.Brown wieder auf dem TrainingsplatzLinksverteidiger Nathaniel Brown ist nach seinen leichten Adduktorenproblemen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt und steht dem Bundestrainer damit im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay zur Verfügung. Brown war im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) von David Raum ersetzt worden.Nagelsmann begrüßte beim Training am Samstag im Spry Soccer Stadium in Winston-Salem alle 25 verbliebenen Spieler. Die Abschlusseinheit findet am Sonntagmorgen (Ortszeit) statt, ehe es danach im FIFA-Charterflieger nach Boston geht. Das Sechzehntelfinale findet am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough statt.Vor Paraguay: Völler verbreitet Zuversicht – "Glaube ist da"DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.-o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay. „Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough: „Das ist ein K.-o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“ Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen. „Klar, es gibt Nationen, die zu den Topfavoriten gehören. Dazu gehört auch Frankreich. Aber damit befassen wir uns jetzt nicht“, sagte der ehemalige Teamchef. Er traut dem DFB-Team aber trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im tabellarisch nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu: „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“Musiala, Wirtz und Havertz: "Wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“Voraussetzung dafür sei aber, dass die Offensiv-Asse Jamal Musiala, Florian Wirtz und auch Kai Havertz in den K.-o.-Spielen zünden. „Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Sie wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“, sagte der ehemalige Weltklassestürmer Völler. Havertz (2 Tore), Musiala (1) und Wirtz (0) haben in der Vorrunde zusammen so oft getroffen wie der immer nur eingewechselte Joker Deniz Undav (3).Liefern muss neben den Spielern auf dem Platz auch der Bundestrainer am Spielfeldrand – gegen Ecuador hat das Coaching von Julian Nagelsmann nämlich ganz und gar nicht funktioniert, kommentiert SZ-Reporter Christof Kneer:Hai-Alarm in New York Nach dem sensationellen Einzug der Kapverden ins WM-Sechzehntelfinale dürfte der Weltmeister der Herzen bereits feststehen. Mitten in Brooklyn feierten in der Nacht zu Samstag mehrere Hundert Fans und Sympathisanten der sogenannten „Tubarões Azuis“, der Blauen Haie, das entscheidende 0:0 gegen Saudi-Arabien. Fifa verbietet Frankreich TrauerflorDer Fußball-Weltverband Fifa hat der französischen Nationalmannschaft untersagt, im WM-Spiel gegen Norwegen (4:1) am Freitag Trauerflor zu tragen. Der französische Verband FFF wollte mit schwarzen Armbändern seine Verbundenheit mit Nationaltrainer Didier Deschamps zum Ausdruck bringen. Die Mutter von Deschamps wurde am Freitag beerdigt. Sie war am Dienstag verstorben.Deschamps war nach dem zweiten Spiel der Gruppenphase gegen den Irak (3:0) abgereist, um an der Beisetzung teilzunehmen. Er wird am Samstag zurückerwartet.Die Fifa regelt die Ausrüstung auf dem Spielfeld streng und erlaubt Armbinden in der Regel nur für bestimmte, von ihr genehmigte Aufklärungskampagnen. Daher wurden die schwarzen Trauerbänder auf dem Spielfeld nicht zugelassen. Vor der Partie wurde hingegen eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Erdbeben in Venezuela eingelegt. Kap Verde feiert erneut, Iran hofft nach dramatischem 1:1 gegen Ägypten noch aufs Weiterkommen – das war die Nacht Am Ende schauten alle auf das Handy. Das Spiel zwischen den Kapverden und Saudi-Arabien war vorbei, 0:0, der Außenseiter hatte seinen Teil getan. Aber um nach dem 0:0 gegen Spanien, dem 2:2 gegen Uruguay und diesem Remis gegen das sehr reiche Königreich auch noch das vierte Wunder zu vollbringen, brauchten sie Hilfe. Das Parallelspiel zwischen Spanien und Uruguay lief noch, Spanien führte, Uruguay hatte gerade Rot gesehen … und dann war Schluss. Mit dem Sieg des Europameisters gegen den zweimaligen Weltmeister reichten den Kapverden drei Punkte für Platz zwei. Sie ziehen damit als drittkleinster Teilnehmer der WM-Geschichte in die K.-o.-Runde ein und treffen dort auf den Weltmeister: Lionel Messi und Argentinien warten. Kapverde ist übrigens damit weiter das einzige ungeschlagene Team der WM-Geschichte.„Das ist ein sehr besonderer Moment. Ich glaube, so etwas habe ich auf dem Platz noch nie gefühlt. Ich wollte fast weinen. Es war so emotional“, sagte Deroy Duarte, nachdem er mit seinen Teamkollegen auf einer schier unendlichen Ehrenrunde den historischen Erfolg gefeiert hatte: „Wir haben es so sehr verdient. Wir sind ein kleines Land, eine kleine Bevölkerung. Aber wir haben ein großes Herz.“ Auch im nächsten Gruppenfinale ging’s dramatisch weiter: Iran fehlte (im umstrittenen "Pride Match) gegen Ägypten ein Tor, um mit einem Sieg ins Sechzehntelfinale einzuziehen. In der Schlussphase wurde ein vermeintliches Tor wegen Abseits zurückgenommen, außerdem trafen die Iraner die Latte. Nun müssen sie hoffen, als Gruppendritter in die K.o.-Runde einzuziehen – was allerdings gar nicht so unwahrscheinlich ist.Jetzt sicher: Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf ParaguayDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft bei der WM im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Durch den Sieg Spaniens gegen Uruguay herrscht für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun endgültig Klarheit über den Gegner im ersten K.-o.-Duell. Das Spiel gegen die Südamerikaner findet am Montagabend (22.30 Uhr MESZ) im amerikanischen Foxborough nahe Boston statt. Sollte Deutschland gewinnen, würde der Sieger der Partie Schweden gegen Frankreich im Achtelfinale warten.Schon vor dem 1:2 gegen Ecuador im abschließenden Vorrundenspiel stand das deutsche Team als Sieger der Gruppe E fest und musste auf einen Gruppendritten als Gegner für die Runde der letzten 32 warten.Für die Verteilung der Gruppendritten gab es aufgrund des komplexen WM-Modus insgesamt 495 Szenarien – alle verbliebenen ergeben nun schon vor Abschluss der kompletten Vorrunde Paraguay als deutschen Gegner. Schottland und Schweden fielen als letzte mögliche Alternativen heraus. Erst Mbappé, jetzt Dembélé Der Weltfußballer meldet sich dann auch mal bei der Weltmeisterschaft an. Nachdem Kylian Mbappé in den ersten beiden Spielen geglänzt hatte, erzielte der Ballond'Or-Gewinner gegen eine norwegische B-Mannschaft drei Tore beim 4:1 der Franzosen. Dadurch sicherte sich Frankreich Platz eins in der Gruppe – und ist damit ein möglicher Achtelfinalgegner der deutschen Mannschaft. Sollten beide ihr Sechzehntelfinale gewinnen, lautete die vorläufige Analyse: Das wird schwierig für Julian Nagelsmann und seine Männer.Gute Nachricht für die deutschen Fans: Es ist noch Popcorn da! Der Gegner der deutschen Nationalmannschaft in ihrem Sechzehntelfinale am Montag in Boston steht noch nicht hundertprozentig fest. Klar ist aber heute schon: An Popcorn wird im Stadion in Foxborough kein Mangel sein. Wovon man sich nach dem Spiel Frankreich - Norwegen überzeugen kann, wenn man sich in den Katakomben verläuft … Chancen der DFB-Elf? Skepsis bei Hummels Mats Hummels blickt nach dem verkorksten Gruppenfinale überaus skeptisch auf die deutschen Aussichten. „Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu einem möglichen Finale oder gar mehr für uns“, sagte der frühere Dortmunder und Münchner bei MagentaTV. Die Duelle mit der Elfenbeinküste (2:1) und Ecuador (1:2) in der Vorrunde „haben aufgezeigt, dass es einige Baustellen gibt im Spiel, die angegangen werden müssen“, führte Hummels aus, gab sich da aber wenig zuversichtlich: „Wir werden sehen, wie viel man davon wirklich noch korrigieren kann in der kurzen Zeit.“ Was ihm am meisten Sorgen bereite? „Die Konter-Anfälligkeit – sowohl durch die einfachen Ballverluste, als auch in der Struktur, in dem System oder wie die Spieler stehen. Das sind alles Sachen, über die kann man sprechen, aber man kann sie nicht so schnell korrigieren, als dass das auf Null gefahren werden könnte.“ Der Bundestrainer Hummels würde daher überlegen, ob er einen Spieler „auf die Sechs packt, der fast ausschließlich für die Kontervermeidung zuständig ist, man nennt es neudeutsch 'Holding Six'. Oder man erteilt einem der Spieler, die schon gespielt haben, diese Aufgabe. Aber zumindest über einiges nachdenken muss man und wird es auch tun.“NewsdeskJavier CáceresUnd jetzt: Musik bitte Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez war gerade dabei, Auskunft über das abschließende Gruppenspiel seiner Mannschaft gegen Kolumbien zu geben, als aus den Lautsprechern plötzlich Musik erklang. Auf der Pressetribüne wusste offensichtlich niemand, wo sie herkam und wer sie aufgelegt hat, dem ersten Lied folgte ein zweites. Die Pressekonferenz musste mehrere Minuten unterbrochen werden. Als jemand in der Technik offenbar den "Stopp"-Schalter gefunden hatte, applaudierten die anwesenden Journalisten. Martínez bedankte sich höflich für den Applaus.Parkplatzschnäppchen in BostonDas Ticket für 1000 Dollar … und dann kostet das Parken auch noch mal 180? Das muss nicht sein! Entlang des Ostküsten-Highway 1, den man mit dem Auto von Boston bis zum Spielort in Foxborough nimmt, bieten Tankstellen, Motels und Supermärkte ihre Parkplätze zum Schnäppchenpreis an. Jedenfalls verglichen mit den offiziellen Preisen am Stadion, wo heute Frankreich gegen Norwegen spielt. Diese Frau mit dem USA-Fähnchen hat sogar „Easy out“- Plätze im Angebot. Vorteil: Schneller raus nach dem Spiel! Nachteil: Zum Stadion sind es noch mehr als drei Meilen Fußmarsch, und später zurück dann auch. Aber halt 60 $ only!! Drei Stunden vor Anpfiff pilgern entsprechend viele Fans die Straße entlang. Gähnende Leere herrscht hingegen auf den sogenannten „Much-too-expensive-in“-Parkplätzen am Stadion. NewsdeskSchweinsteiger wehrt sich gegen Rassismus-VorwurfBastian Schweinsteiger hat sich gegen den Vorwurf des Rassismus gewehrt. „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger“, erklärte der TV-Experte in einer Stellungnahme der ARD und betonte: „Auf keinen Fall wollte ich jemandem zu nahe treten.“ARD-Sportkoordinator Axel Balkauksy sprang dem Weltmeister von 2014 zu Seite. Schweinsteiger habe sich vor laufenden Kameras nach dem ersten Gruppenspiel der Elfenbeinküste gegen Ecuador (1:0) zu seinen Erwartungen des Spielstils der Mannschaft der Elfenbeinküste geäußert: „Darin hat er seine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Spiele zusammengefasst. Es ging hier nicht um die Menschen, sondern um eine fußballerische Einordnung.“Balkausky unterstrich, dass er „darin und auch in der Wortwahl (...) keine Form von Rassismus entdecken“ könne, und regte einen Dialog zwischen dem ivorischen Trainer Emerse Faé und Schweinsteiger an. „Wenn sich Faé direkt mit Bastian austauschen würde, wäre sein Verdacht in kürzester Zeit revidiert – da bin ich mir sicher. Vielleicht kommt es ja noch zu einer solchen Gelegenheit im Laufe des Turniers.“ Faé hatte am Donnerstag in Bezug auf Schweinsteigers Äußerungen gesagt: „Wir können es rassistisch nennen.“ Er sei „traurig“ über die Äußerungen, ergänzte er, er habe Schweinsteiger als Spieler stets verehrt. „Ich liebe ihn persönlich. Aber als ich seine Kommentare gehört habe, war ich persönlich enttäuscht.“ Er hoffe, dass dies „nur ein unreflektiertes und ungeschicktes Statement“ von Schweinsteiger gewesen sei. Schweinsteiger hatte vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) recht pauschal von einem „bisschen afrikanischen Fußball“ gesprochen. Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei „ein bisschen unorthodox“, „ein bisschen wild“ und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt“.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
WM 2026: Alle Sechzehntelfinals in der Übersicht
Nach 72 Spielen ist die längste Vorrunde der WM-Geschichte vorbei. 16 Mannschaften sind ausgeschieden, 32 sind noch dabei. Der vorläufige Gewinner: Afrika.












