Stand: 08.07.2026 • 14:22 Uhr

BKA und Bundespolizei sollen mehr digitale Werkzeuge zur Tätersuche bekommen - auch mit KI-Software. Innenminister Dobrindt sieht darin zeitgemäße Ermittlungsarbeit, Kritiker warnen vor Massenüberwachung.

Der Fall Daniela Klette hatte die Diskussion angeheizt: Im Februar 2024 wurde die Ex-RAF-Terroristin von der Polizei nach mehr als 30 Jahren Fahndung festgenommen. Schon Monate vorher waren aber schon Journalisten Klette auf die Spur gekommen - mithilfe einer kommerziellen Software zur Gesichtserkennung, die Milliarden Fotos im Internet durchsucht.

Politik und Behörden erklärten, dass ihr die Rechtsgrundlagen für solche Ermittlungen fehlten. Und es kam die Frage auf: Warum kann die Polizei etwas nicht, was Privatleute tun?

Jetzt, gut zwei Jahre später, ist die Polizei solchen digitalen Ermittlungsmethoden einen Schritt näher. Sebastian Fiedler, SPD-Innenpolitiker und selbst Kriminalbeamter, nennt den Fall Klette ein "typisches Beispiel".