Nach einem Vorfall mit mehreren Verletzten und einer Festnahme an einem Gymnasium in Oberbayern deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall am Welfen-Gymnasium in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Von möglichen Mittätern gehe man derzeit nicht aus. Wie viele Menschen wie schwer verletzt wurden, ist noch unklar. Ein Polizeisprecher sprach von einer einstelligen Zahl.Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten in Schongau im Einsatz sei. Der Notruf, der den Großeinsatz ausgelöst hat, ist nach Angaben eines Sprechers um kurz nach 12.50 Uhr eingegangen. Den Beamten sei es „relativ zeitnah“ gelungen, den mutmaßlichen Täter festzusetzen. Zu Grund und Anlass der mutmaßlichen Gewalttat äußerte sich die Polizei nicht. Vorläufigen Angaben zufolge gab es wohl Verletzte an mehr als einer Stelle auf dem Schulgelände.Nach Angaben der ADAC-Luftrettung sind derzeit an dem Gymnasium mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Insgesamt sechs Hubschrauber seien beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der vier Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.Das Welfen-Gymnasium in Schongau. Foto: Welfen-GymnasiumDie Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden. Die Polizei hat für Angehörige und Eltern der Schülerinnen und Schüler eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße 46 in Schongau eingerichtet. Diese kann ab sofort genutzt werden.Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit rund 13 000 Einwohnern. Das örtliche Welfen-Gymnasium ist mit gut 800 Schülerinnen und Schülern ein vergleichsweise kleines Gymnasium. Es liegt in der Nähe der Schongauer Altstadt und dort in unmittelbarer Nachbarschaft der Schongauer Mittelschule und der Pfaffenwinkel-Realschule.