Stand: 08.07.2026 • 13:53 Uhr

Lebenslange Haft, besondere Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung: Im Prozess gegen einen Berliner Palliativarzt ist das Urteil gefallen. Nach Überzeugung des Gerichts hat er 15 schwer kranke Menschen getötet.

Im Mordprozess gegen einen Berliner Palliativarzt hat das Landgericht Berlin am Mittwoch sein Urteil verkündet. Das Gericht hat den Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an. Mit dem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft und verhängte die Höchststrafe.

Urteil nach fast einjähriger Prozessdauer

In dem fast einjährigen Verfahren wurde dem Arzt eines ambulanten Pflegedienstes vorgeworfen, 15 schwerkranken Menschen ein tödliches Gemisch verschiedener Medikamente verabreicht zu haben. Der Arzt selbst hatte nach monatelangem Schweigen überraschend zwölf Tötungen eingeräumt. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten "Leid und Siechtum" zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung. Zum Abschluss des Prozesses entschuldigte er sich erneut bei den Hinterbliebenen. Parallel zum Prozess ermittelt die Staatsanwaltschaft in 76 weiteren Verdachtsfällen.