Das Gericht zeigte sich nach der Beweisaufnahme überzeugt, dass der Mediziner zwölf Frauen und drei Männer bei Hausbesuchen getötet hatte, indem er ihnen ein Gemisch aus mehreren Medikamenten verabreichte. Sein jüngstes Opfer war eine 25-Jährige, das älteste eine 94 Jahre alte Frau. Alle waren schwerstkrank, ihr Tod stand aber nicht unmittelbar bevor.Überraschendes GeständnisMit seinem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte sich gegen eine Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und gegen eine Sicherungsverwahrung im Anschluss an die Haft ausgesprochen.
Der Arzt hatte nach monatelangem Schweigen überraschend am 25. Juni gestanden, zwölf schwer kranke Patientinnen und Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten »Leid und Siechtum« zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung. Zum Abschluss des Prozesses bat er erneut bei den Hinterbliebenen um Entschuldigung.Der Arzt, der verheiratet ist und einen Sohn im Grundschulalter hat, sitzt seit Anfang August 2024 in Untersuchungshaft. Auslöser der Ermittlungen waren Brände, die er gelegt haben soll, um Tötungen von Patienten zu verdecken. Zunächst wurde wegen Brandstiftung mit Todesfolge ermittelt. Die Ermittlungen führten dann zu dem Verdacht, dass die Taten noch schwerwiegender waren. Dazu beigetragen haben laut Staatsanwaltschaft Hinweise des Pflegedienstes , für den der Beschuldigte gearbeitet hatte.











