Trotz ihrer Verurteilung kandidiert Frankreichs führende Rechtsnationale Marine Le Pen für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Sie wolle gegen ihre Verurteilung Revision einlegen und als Kandidatin antreten, sagte die 57-Jährige im Sender TF1. »Ich werde Wahlkampf ohne elektronische Fußfessel machen«, fügte sie hinzu.Am frühen Nachmittag hatte ein französisches Berufungsgericht Le Pen wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder in einer Affäre um Scheinbeschäftigungen schuldig gesprochen. Es verurteilte Le Pen zu einer dreijährigen Haftstrafe – davon zwei Jahre auf Bewährung und eins, das sie zu Hause mit Fußfessel absitzen muss. Außerdem entzog es ihr das Recht, bei Wahlen anzutreten für 15 Monate und verhängte 30 weitere Monate auf Bewährung. Weil ebendiese Strafe seit dem Urteil in erster Instanz angewendet wird, hat Le Pen die 15 Monate bereits verbüßt. In erster Instanz wollte das Gericht Le Pen das passive Wahlrecht aber für fünf Jahre entziehen. (Lesen Sie hier mehr zum Urteil.)Mit dem 30 Jahre alten Parteichef des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, werde sie weiterhin »ein Tandem« bilden, sagte Le Pen. »Ich denke, dieses politische Duo, das wir bilden, kann die Dinge wirklich verändern«, so die Rechtspopulistin. Mit Bardella werde der Präsidentschaftswahlkampf »sehr schnell« beginnen. Für den Fall eines Sieges bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Frühjahr kündigte sie an, Bardella zum Regierungschef zu machen.
Frankreich: Marine Le Pen hält trotz Verurteilung an Präsidentschaftskandidatur fest
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen möchte weiterhin bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten. Gegen die Entscheidung eines Gerichts möchte sie in Berufung gehen, um den Wahlkampf ohne Fußfesseln führen zu können.










