Wenn Finanzleute über den technologielastigen Börsenindex Nasdaq-100 sprechen, bezeichnen sie ihn gern als »Wunderindex«. In den vergangenen zehn Jahren hat der Index pro Jahr schließlich rund 22 Prozent Rendite eingefahren, mehr als doppelt so viel wie der breitere US-Aktienindex S&P 500. Der Begriff vom Wunderindex bekommt nun jedoch eine zweite Bedeutung: Ab heute dürften sich Anleger über den beliebten Index obendrein, nun ja, wundern.
Nun ist schließlich auch Elon Musks Raumfahrtaktie SpaceX Teil des Auswahlindex der New Yorker Börse Nasdaq, obwohl die bisherigen Regeln das eigentlich nicht hergaben. Während neue Aktien bislang monatelang auf Aufnahme in den Index warten mussten, geht es bei SpaceX im Expressverfahren. Dass
die Nasdaq die Regeln ihres wichtigsten Index vorher eigenhändig
verbog, ist weit mehr als ein technisches Detail. Die Entscheidung des
Indexanbieters schadet der Integrität des Kapitalmarkts. Und beeinflusst die Depots von Millionen Privatanlegern, die mit ihrem Geld dem Nasdaq-100 folgen.












