Schwere Kämpfe im Norden Malis: Rebellenoffensive gegen Russlands Präsenz
Die Koalition von Tuareg-Rebellen und Islamisten geht erneut in die Offensive. Sie will die Russen aus deren letzten Bastionen vertreiben.
Straße in Malis Hauptstadt Bamako: Die Militärregierung gerät in Bedrängnis
Mali kommt nicht zur Ruhe, die herrschende Militärregierung mit ihren russischen Verbündeten gerät erneut in Bedrängnis. Seit Tagen führt die Koalition aus separatistischen Tuareg-Rebellen der FLA (Front zur Befreiung von Azawad) und der islamistischen Rebellengruppe JNIM (Gruppe für die Unterstützung des Islams und der Muslime), die große Teile Nordmalis kontrolliert, eine neue Offensive gegen die wenigen verbleibenden Militärbasen mit russischer Präsenz. Bereits Ende April hatten die Aufständischen in einem Großangriff, der von Anschlägen in Malis weit entfernt liegenden Hauptstadt Bamako begleitet war, die Stadt Kidal unter ihre Kontrolle gebracht, eine der drei Provinzhauptstädte Nordmalis.
Diesmal konzentrieren sich die Kämpfe auf die 120 Kilometer von Kidal entfernte Kleinstadt Anefis, wo sich eine Militärbasis befindet, in der russische Soldaten des Afrikakorps, der Nachfolgetruppe der einstigen Wagner-Söldnertruppe, zur Unterstützung von Malis Armee stehen. Anefis fiel am Samstag an die FLA, deren Kämpfer sich in den staubigen Straßen der Wüstenstadt filmen ließen. Die Militärbasis aber konnten die Tuareg-Kämpfer nicht einnehmen, sie wird belagert.














