In Mali haben Aufständische mehrere Orte angegriffen. Ziel sei unter anderem eine Stadt im Norden des Landes ‌gewesen, in der Regierungstruppen und paramilitärische Einheiten aus Russland stationiert seien, heißt es von der Militärjunta. Auch ein Ort südlich der Hauptstadt Bamako sei betroffen.

Berichten zufolge sind Dschihadisten und separatistische Tuareg-Rebellen für die Angriffe verantwortlich. Die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichten unter Berufung auf die Tuareg-Rebellengruppe, die selbst ernannte Befreiungsfront des Azawad (FLA), dass am frühen Samstagmorgen die Stadt Anéfis angegriffen worden sei. Die Kämpfe dauerten an.Laut der AFP gibt es auch Berichte über Angriffe auf Gao, Aguelhok und Sévaré sowie auf das Gefängnis von Keniéroba unweit der Hauptstadt Bamako. In dem Gefängnis sollen Mitglieder der malischen Opposition einsitzen. Die Militärjunta äußerte sich laut Reuters bisher nicht dazu.

Auf der Suche nach Unterstützern suchte die Militärjunta zuletzt die Nähe Washingtons. Die USA ließen Sanktionen gegen führende Angehörige der Militärjunta fallen und führten Verhandlungen, um Aufklärungsflüge gegen dschihadistische Gruppierungen wieder aufzunehmen. Die Trump-Regierung ist unter anderem an den Potenzialen interessiert, die der malische Bergbau bietet.