Stand: 07.07.2026 • 18:02 Uhr
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Streeck, hat den Drogenbericht 2025 vorgestellt. Demnach starben 2.150 Männer und Frauen an den Folgen ihres Konsums. Streeck fordert ein besseres Hilfesystem.
Von Katrin Aue, ARD-Hauptstadtstudio
Der 62-jährige Robert hat das Ruder nochmal herumgerissen. Viele Jahre war er schwer drogenabhängig, bis er von Ärzten Hilfe bekam. Beim Pressetermin des Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, sagt er: "Seitdem bin ich jetzt 13 Jahre clean." Ohne mehrere Therapien und das Angebot der Praxis in Berlin-Wedding hätte er das allerdings nicht geschafft, versichert er. "Ja, das ist eine traurige Sache. Dann wäre ich tot. Das wäre so passiert."
2.150 Männer und Frauen wurden im vergangenen Jahr als Drogentote registriert. Damit bleibt die Zahl auf dem Rekordniveau der vergangenen Jahre. Und die Dunkelziffer sei hoch, betont Streeck. Eine besorgniserregende Entwicklung hebt er aber besonders hervor: "Fast jeder vierte Drogentote ist inzwischen jünger als 30 Jahre. Und bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Todesfälle in den letzten vier Jahren fast verdoppelt."










