In Deutschland sind im vergangenen Jahr 2150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Damit bleibt die Zahl der Drogentoten auf Rekordniveau. Zudem werden die Opfer immer jünger: Seit 2021 ist die Zahl der Todesfälle bei Menschen unter 30 um mehr als die Hälfte gestiegen, auf 528 im Jahr 2025. Damit war fast jeder vierte Drogentote jünger als 30 Jahre. Bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl sogar nahezu verdoppelt, auf 106.Erhoben hat die Zahlen das Bundeskriminalamt, am Dienstag stellte der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) sie in Berlin vor. Gerade der Anstieg bei jungen Todesopfern bereitet Experten Sorge: Junge Konsumentinnen und Konsumenten gehören in der Regel nicht zu den sogenannten offenen Straßenszenen, die es in Groß- und Mittelstädten gibt; dort ist das Durchschnittsalter höher. Sehr oft beziehen sie ihre Stoffe aus dem Internet, konsumiert wird häufig allein oder in kleinen Gruppen zu Hause.Todesursächlich waren der Erhebung zufolge bei den jungen Verstorbenen häufig psychoaktive Arzneimittel wie Benzodiazepine und opioidhaltige Schmerzmittel – oder auch entsprechende Fälschungen. Streeck zufolge gibt es auf dem Markt Tabletten, die aussehen wie bekannte Medikamente, aber mit hochpotenten synthetischen Opioiden gestreckt sind. »Wer sie einnimmt, weiß oft nicht, was wirklich darin ist. Genau das macht sie so gefährlich. Schon kleinste Mengen können tödlich sein«, so Streeck in einer Mitteilung vom Dienstag.
Fast jeder vierte Drogentote in Deutschland ist jünger als 30
Die Zahl der jungen Menschen, die durch Drogen sterben, ist 2025 deutlich angestiegen. Der Drogenmarkt wird unübersichtlicher, neuere Substanzen wie synthetische Opioide oder Crack spielen eine immer größere Rolle.










