Stand: 07.07.2026 • 17:42 Uhr
Die Stadt Al-Obeid im Sudan wird von Rebellen belagert, eine Flucht ist so gut wie unmöglich. Doch international wird kaum Druck auf die Kriegsparteien ausgeübt. Droht ein weiteres Massaker an der Zivilbevölkerung?
Die Warnungen sind drastisch. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sagt, die Zeichen seien unmissverständlich: Im Sudan bahne sich eine weitere Menschenrechtskatastrophe an.
Der Sudan-Experte Roman Deckert wird noch deutlicher. Im Sudan drohe ähnlich wie in Al-Fashir im vergangenen Oktober "ein Völkermord mit Ansage".
Al-Obeid, die Hauptstadt der Provinz Nord-Kordofan, liegt rund 400 Kilometer südwestlich von der sudanesischen Hauptstadt Khartum entfernt. Aktuell wird die Stadt noch von den Regierungstruppen gehalten. Die paramilitärischen RSF-Milizen, der Kriegsgegner, belagern Al-Obeid jedoch, und Truppenbewegungen deuten darauf hin, dass eine Offensive der RSF kurz bevorsteht.












