Bericht: Hauptverdächtige nach Monaco-Anschlag tot bei Kiew aufgefunden Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen aus der Ukraine ​stammenden Oligarchen in Monaco ist die Hauptverdächtige einem Medienbericht zufolge ⁠erschossen aufgefunden worden. Die Leiche der 39 Jahre alten Ukrainerin sei am späten Montagabend in der Nähe von Kiew entdeckt worden, meldete die Zeitung „Ukrajinska Prawda“ am ‌Dienstag unter Berufung auf Insider. Zwei weitere Verdächtige seien zudem festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, ‌bei dem anderen ‌um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Eine Stellungnahme von offizieller Seite lag zunächst nicht vor.Die genauen Hintergründe des Falls, dessen Spur auch nach Deutschland führte, sind ​weiter unklar. Die von Interpol ⁠als Hauptverdächtige ausgemachte Frau wurde unter anderem wegen versuchten Mordes international gesucht. Bei dem Sprengstoffattentat am ​Montag vergangener Woche wurden der in der Ukraine geborene Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin ⁠und sein Sohn verletzt. ‌Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Monaco war die mutmaßliche Täterin danach zunächst aus dem Fürstentum zu Fuß ins direkt angrenzende Frankreich geflohen. Anschließend soll ⁠sie mit einem ⁠Auto über andere europäische Länder nach Deutschland weitergefahren sein.Jermolajew ist ein wohlhabender ⁠Geschäftsmann, ​der 2019 ⁠die zyprische Staatsbürgerschaft annahm. Die Regierung ​in Kiew verhängte 2023 Sanktionen gegen ihn, weil ‌er Medienberichten zufolge Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gemacht hatte. Ukraine: Zwei russische Rüstungsfabriken angegriffenDas ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge zwei Rüstungsfabriken in der russischen Region Brjansk angegriffen. Bei einem der ‌getroffenen Betriebe handelt es sich um Kremnij EL, einen Hersteller von Mikroelektronik und Zulieferer des russischen Militärs, wie der ‌ukrainische Generalstab auf Telegram ‌mitteilt. Zudem sei eine Chemiefabrik getroffen worden. Diese stellt den Angaben zufolge Schießpulver, Sprengstoff und Treibstoff für die Raketenproduktion her. Ukraine: Acht Tanker der Schattenflotte angegriffenDie Ukraine ⁠hat nach eigenen Angaben im Asowschen Meer acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte mit Drohnen ins Visier genommen. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem ein ‌Frachtschiff und eine Fähre getroffen worden, teilt der ukrainische Drohnen-Kommandeur Robert Browdi auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Feuer in russischer Röhrenfabrik und IndustriebetriebIn der westrussischen Stadt Belgorod ist Medienberichten zufolge eine zu Gazprom gehörende Röhrenfabrik in Flammen aufgegangen. Der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuschajew, schrieb von einem Raketenangriff, nachdem ein Feuer in einem nicht näher benannten Infrastrukturobjekt ausgebrochen sei. Bei dem Angriff sei ein Mensch ums Leben gekommen. Ein ukrainischer Drohnenangriff hat zudem in ‌einem Industriebetrieb in der russischen Region Kaluga südwestlich von Moskau nach örtlichen Angaben einen ‌Brand ausgelöst. ‌Insgesamt seien sechs ukrainische Drohnen zum Einsatz gekommen, teilt Gouverneur Wladislaw Schapscha auf dem Kurznachrichtendienst Telegram ​mit. Es gebe ⁠keine Toten oder Verletzten. Laut russischen Angaben hat die Ukraine in der Nacht auf Dienstag Russland mit hunderten Drohnen angegriffen. Sabrina FrangosBürgermeister: Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen ins Visier genommenDie ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. In der Nacht zum Dienstag seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Morgen in Online-Netzwerken.Trump: Einigung im Ukrainekrieg ist näher als viele denken Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich vor dem NATO-Gipfel optimistisch über mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geäußert. Nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei er sich sicher, dass dieser den Krieg beenden wolle. „Präsident Putin will, dass es endet. Das kann ich Ihnen sehr deutlich sagen“, erklärte Trump im Weißen Haus. Auf die Frage, warum Putin nach dem Telefonat dennoch offensichtlich keinen ausreichenden Druck zu verhandeln verspüre, sagte Trump, man sei mit Russland und der Ukraine in Gesprächen. Eine Einigung sei näher, „als die Menschen glauben“. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wolle ein Ende des Kriegs. Mit Blick auf den Gipfel sagte Trump: „Wir werden darüber sprechen, und ich glaube, wir werden es schaffen. Ich glaube, wir werden den Krieg beenden.“ Das zweitägige Treffen beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara. Ukraine greift westsibirsche Region Omsk mit Drohnen anDie russische Region Omsk in Westsibirien wird nach Angaben des ​örtlichen Gouverneurs von ukrainischen Drohnen attackiert. Mehrere Drohnen hätten das nördliche Industriezentrum von Omsk erreicht, teilte Gouverneur Witali Chotsenko auf Telegram mit. Dies ist einer der ukrainischen Drohnenangriffe mit der größten Reichweite seit ⁠Kriegsbeginn.Omsk liegt rund 2700 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt nahe der Grenze zu Kasachstan. Die Rettungsdienste seien im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen, teilte der Gouverneur weiter mit. Zu den genauen Zielen des Angriffs machte er keine Angaben. Am nördlichen Stadtrand von Omsk befindet sich die Gazpromneft-Raffinerie, die größte Ölraffinerie Russlands. Die Ukraine nimmt verstärkt solche Anlagen ins Visier, was in Russland zu Treibstoffengpässen führt. Ukraine greift Schiffe der russischen Schattenflotte anUkrainische Streitkräfte haben nach ​eigenen Angaben zwei Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte angegriffen. Diese haben demnach jeweils rund 7000 Tonnen Treibstoff geladen und befinden sich auf dem Weg vom westrussischen Hafen Taganrog am Asowschen ⁠Meeres zu der von Russland annektierten Halbinsel Krim, teilte der ukrainische Drohnen-Kommandeur Robert Browdi im Kurznachrichtendienst Telegram mit.Britische F-35-Kampfflugzeuge fangen russisches Flugzeug ab Bei einem Vorfall im Nordatlantik haben britische Kampfflugzeuge ein russisches Patrouillenflugzeug abgefangen. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, war die russische Maschine zuvor einem Kampfverband um den Flugzeugträger HMS Prince of Wales zu nahe gekommen.Die Tupolew sei unnötig nahe an den Verband herangeflogen, habe mehrere Sonarbojen abgeworfen und nicht auf Kontaktversuche reagiert, so die Mitteilung. „Diese Aktivität war nicht sicher und unprofessionell“, hieß es weiter. Zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-35 seien daraufhin von dem Flugzeugträger aufgestiegen und hätten die russische Maschine abgefangen und begleitet, bis sie das Gebiet verlassen habe. Der Kampfverband um die HMS Prince of Wales ist im hohen Norden im Rahmen eines NATO-Einsatzes unterwegs, um die Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik sicherzustellen.Kiew verbreitet Aufnahmen eigener Soldaten in KostjantyniwkaDas zum Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine gehörende „Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation“ hat in sozialen Medien Videoaufnahmen verbreitet, die ukrainische Soldaten in Kostjantyniwka zeigen sollen. Russland hatte vor dem Wochenende die Einnahme der Stadt im Donbass vermeldet, dem Kreml-Berater Jurij Uschakow zufolge informierte Putin Trump am Wochenende auch telefonisch über russische Fortschritte an der Front.Kiew aber widerspricht der russischen Behauptung, die Stadt sei bereits an die Besatzer gefallen. Als Beweis dafür sollen auch die Aufnahmen dienen, die nun veröffentlicht wurden. Der ukrainische Kartendienst Deepstate markiert einen großen Teil der Stadt inzwischen als graue Zone, die von keiner der beiden Seiten kontrolliert wird. Der Westteil der Stadt hingegen wird laut Deepstate noch immer von der Ukraine kontrolliert. Von der Leyen: Kiews Flugabwehr wird Thema bei NATO-GipfelDer dringende Bedarf der Ukraine an zusätzlicher Flugabwehr wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge Thema beim NATO-Gipfel ⁠in dieser Woche in der Türkei sein. Russland habe in der Nacht wieder Zivilisten aus der Luft angegriffen, schreibt von der Leyen auf der Plattform X mit Blick auf die jüngsten Angriffe auf Kiew. Dabei seien mehr als 400 Drohnen und Raketen ‌zum Einsatz gekommen. „Die Ukraine braucht dringend mehr Luftabwehr. Wir werden dies diese Woche in Ankara beim NATO-Gipfel besprechen“, erklärt sie. Der Druck auf Russland werde weiter erhöht, bis das Blutvergießen ein Ende habe.Selenskyj fordert mehr Unterstützung bei FlugabwehrNach dem schweren Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew in der Nacht auf Montag hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die NATO zu mehr Hilfe bei der Flugabwehr aufgerufen. „Es ist äußerst wichtig, dass die Welt, allen voran Amerika und unsere europäischen Partner, vom NATO-Gipfel starke Entscheidungen zur Unterstützung unserer Luftabwehr und zum Schutz von Zivilisten mitbringen“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Seinen Angaben nach hat Russland bei dem Angriff in Kiew elf Menschen getötet und etwa 60 verletzt. Auch im Umland gebe es drei Tote und 16 Verletzte, schrieb er. Ukraine greift russische Häfen anBei ukrainischen Drohnenangriffen sind die russischen Ostseehäfen Wysozk und ⁠Ust-Luga nach örtlichen Angaben beschädigt worden. Ust-Luga ist einer der wichtigsten russischen Exporthäfen für Öl. Nach Angaben des Regionalgouverneurs Alexander Drosdenko wurden in der Gegend 56 Drohnen abgeschossen. Auch aus anderen russischen und ‌von Russland kontrollierten Gebieten melden die Behörden Angriffe: Auf der Krim kam es in Sewastopol zu einem Stromausfall, in Kertsch wurde eine Frau getötet. In der Region Kaluga rund 190 Kilometer südlich ‌von Moskau geriet nach einem ‌Drohneneinschlag ein Industriegelände in Brand. Zahl der Opfer steigt nach russischem Angriff auf Kiew Nach dem nächtlichen russischen Angriff auf Kiew steigt die Opferzahl ukrainischen Angaben zufolge weiter. Inzwischen seien neun Tote geborgen worden, teilt ‌der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mit. Da die Rettungsarbeiten andauerten, könne die Zahl noch weiter steigen.Insgesamt hat Russland ‌bei dem Angriff ‌nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 68 Raketen und 351 Drohnen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 37 Raketen und 326 Drohnen abgeschossen oder unschädlich gemacht. ​Das russische Verteidigungsministerium erklärt, es seien ⁠Militär- und Energieanlagen in der ukrainischen Hauptstadt mit Präzisionswaffen sowie Militärflugplätze in anderen Regionen angegriffen worden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software