PfadnavigationHomePolitikAuslandAnschlag auf OligarchenExplosion in Monaco – Interpol veröffentlicht Fahndungsfoto von Ukrainerin aus DeutschlandStand: 14:39 UhrLesedauer: 3 MinutenEin Polizist steht auf einer Straße in Monaco nach dem Anschlag WacheQuelle: Philippe Magoni/AP/dpaNach der Explosion in Monaco richten sich die Ermittlungen nun auf eine Ukrainerin aus Deutschland. Die 39 Jahre alte Frau soll den Sprengsatz abgelegt und sich als Mann verkleidet haben. Die Verdächtige ist weiterhin flüchtig.Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, haben Einsatzkräfte die Wohnung einer Tatverdächtigen im hessischen Main-Taunus-Kreis durchsucht. Die 39-jährige Ukrainerin steht im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, wie die Generalstaatsanwaltschaft sowie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten.Die gesuchte Frau befindet sich auf der Flucht. Interpol fahndet nach ihr wegen versuchten Mordes, der Platzierung eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Monaco handelt es sich entgegen zunächst verbreiteten Informationen bei der Verdächtigen um eine Frau und nicht um einen Mann. Die Frau habe sich als Mann verkleidet, sagte Staatsanwalt Morgan Raymon. Sie werde mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ihr letzter bekannter Wohnsitz befinde sich in Deutschland.Durchsuchung in DeutschlandDie Durchsuchung der von der Verdächtigen angemieteten Wohnung im Main-Taunus-Kreis erfolgte den Angaben zufolge am Donnerstag im Zuge eines Rechtshilfeersuchens. Daran waren hessische Polizeibeamte und Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Zudem wurde ein von der Verdächtigen genutztes Fahrzeug durchsucht und beschlagnahmt. Die gefundenen Beweismittel werden nun an die monegassischen Behörden übergeben.„Die hessischen Sicherheitsbehörden unterstützen die monegassischen Behörden bei den Ermittlungen und stehen hierzu in engem Austausch“, erklärten die Ermittler.Lesen Sie auchNach Erkenntnissen der Behörden nutzte die Verdächtige ein Auto mit deutschem Kennzeichen, das über Italien und weitere Länder nach Monaco gelangt sein soll. Laut der französischen Zeitung „Le Parisien“ soll die Frau zuletzt in Frankfurt gewohnt haben. Auf veröffentlichten Fahndungsfotos ist eine Frau mit halblangen braunen Haaren und einem schwarz-weiß gestreiften T-Shirt zu sehen. Auf ihrem rechten Oberarm trägt sie ein Tattoo, das laut Interpol vermutlich eine Schlange zeigt. Die Verdächtige spricht den Angaben zufolge Deutsch.Bei der Tat am Montagabend hatte eine Person ein Paket in der Eingangshalle eines Wohnhauses in Monaco abgelegt. Kurz darauf detonierte ein Sprengsatz. Die drei Bewohner – ein Mann, seine Lebenspartnerin und ein 13-jähriger Junge – kamen gerade nach Hause und wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Ermittler wurde der Sprengsatz ferngezündet. Die Person, die das Paket abgelegt hatte, war zuvor geflohen.Zwei Männer zwischenzeitlich festgenommenDie Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtige nicht allein gehandelt hat. Zwischenzeitlich wurden zwei Männer festgenommen. Diese kamen jedoch wieder auf freien Fuß, da sie nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht aktiv an der Tat beteiligt gewesen sein sollen. Ermittelt wird wegen versuchter Tötung und eines Sprengstoffdelikts.Lesen Sie auchBei den Opfern handelt es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, einen Unternehmer ukrainischer Herkunft, dessen Lebenspartnerin sowie den gemeinsamen Sohn. Die Staatsanwaltschaft machte zur Identität der Verletzten keine offiziellen Angaben.Medienberichten zufolge soll Jermolajew auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim Geschäfte betrieben haben und steht demnach auf einer ukrainischen Sanktionsliste. Der Unternehmer habe sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als Immobilieninvestor einen Namen gemacht und jahrelang zu den 100 reichsten Menschen der Ukraine gezählt. Unbestätigten Berichten zufolge schwebte er nach der Explosion zeitweise in Lebensgefahr.dpa/AFP/nw/coh
Explosion in Monaco – Interpol veröffentlicht Fahndungsfoto von Ukrainerin aus Deutschland - WELT
Nach der Explosion in Monaco richten sich die Ermittlungen nun auf eine Ukrainerin aus Deutschland. Die 39 Jahre alte Frau soll den Sprengsatz abgelegt und sich als Mann verkleidet haben. Die Verdächtige ist weiterhin flüchtig.












