PfadnavigationHomePanoramaSpur in GeheimdienstkreiseVerdächtige von Monaco-Anschlag tot – Leiche nahe Kiew gefundenStand: 16:04 UhrLesedauer: 2 MinutenNach der Explosion vor dem Wohnhaus hält ein Polizist WacheQuelle: AP Photo/Philippe MagoniEine Explosion an einer Villa in Monaco verletzt einen Multimillionär und seine Angehörigen. Eine Ukrainerin wird verdächtigt – doch jetzt ist sie tot nahe Kiew entdeckt worden. Was hat das zu bedeuten?Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen aus der Ukraine stammenden Oligarchen in Monaco ist die Hauptverdächtige einem Medienbericht zufolge erschossen aufgefunden worden. Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin sei am späten Montagabend in der Nähe von Kiew entdeckt worden, meldete die Zeitung „Ukrajinska Prawda“ am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Leiche habe Schusswunden am Kopf aufgewiesen, gab die nationale Polizei bekannt. Zwei weitere Verdächtige seien zudem festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, bei dem anderen um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Eine Stellungnahme von offizieller Seite lag zunächst nicht vor.Zuerst war nach einem Mann gesucht worden, dann erst nach einer Frau. Die Frau habe sich als Mann verkleidet, sagte Staatsanwalt Morgan Raymon. Ihr letzter bekannter Wohnsitz befinde sich in Deutschland.Die Durchsuchung der von der Verdächtigen angemieteten Wohnung im Main-Taunus-Kreis erfolgte am Donnerstag. Daran waren hessische Polizeibeamte und Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Zudem wurde ein von der Verdächtigen genutztes Fahrzeug durchsucht und beschlagnahmt. Die gefundenen Beweismittel wurden an die monegassischen Behörden übergeben.Floh die Täterin zu Fuß nach Frankreich?Die genauen Hintergründe des Falls sind weiter unklar. Die von Interpol als Hauptverdächtige ausgemachte Frau wurde unter anderem wegen versuchten Mordes international gesucht. Bei dem Sprengstoffattentat am Montag vergangener Woche wurden der in der Ukraine geborene Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin und sein Sohn verletzt. Laut Medienberichten ist Jermolajew Multimillionär.Lesen Sie auchNach Angaben der Staatsanwaltschaft von Monaco war die mutmaßliche Täterin danach zunächst aus dem Fürstentum zu Fuß ins angrenzende Frankreich geflohen. Anschließend soll sie mit einem Auto über andere europäische Länder nach Deutschland weitergefahren sein.Lesen Sie auchJermolajew ist ein wohlhabender Geschäftsmann, der 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft annahm. Die Regierung in Kiew verhängte 2023 Sanktionen gegen ihn, weil er Medienberichten zufolge Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gemacht hatte.Jermolajew hatte sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als skrupelloser Immobilienunternehmer einen Namen gemacht. Er zählte jahrelang zu den 100 reichsten Menschen in der Ukraine. In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten „Monaco-Bataillon“, einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des Kriegs gegen Russland an der Mittelmeerküste niedergelassen haben.Reuters/AFP/coh
Anschlag in Monaco: Verdächtige Ukrainerin tot nahe Kiew gefunden - WELT
Eine Explosion an einer Villa in Monaco verletzt einen Multimillionär und seine Angehörigen. Eine Ukrainerin wird verdächtigt – doch jetzt ist sie tot nahe Kiew entdeckt worden. Was hat das zu bedeuten?














