PfadnavigationHomePanoramaMutmaßlicher AnschlagUkrainischer Oligarch schwebt nach Explosion in Monaco in LebensgefahrStand: 07:14 UhrLesedauer: 3 MinutenBei einem Sprengstoffanschlag in Monaco wurden drei Menschen, darunter ein ukrainischer Unternehmer, schwer verletzt. Eine Überwachungskamera filmte den mutmaßlichen Täter, die Fahndung läuft auf Hochtouren.In einem Wohngebäude in Monaco kommt es zu einer Explosion. Drei Menschen werden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Der Staatsanwalt berichtet, dass ein Verdächtiger zuvor eine Tasche oder ein Paket platziert habe.Im Fürstentum Monaco ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden, bei dem der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew und zwei weitere Menschen verletzt wurden. Wie die monegassischen Behörden mitteilten, erlitten durch die Explosion in einem Wohngebäude am Montagabend zwei Erwachsene lebensgefährliche Verletzungen; ein 13-Jähriger wurde leicht verletzt. Aus Kreisen der Ermittler erfuhr AFP, dass Jermolajew unter den Opfern war. Vier weitere Menschen hätten laut Staatsminister Christophe Mirmand zudem einen Schock erlitten.Der in Monaco lebende Multimillionär unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kiew. Medienberichten zufolge wurde Jermolajew von der ukrainischen Regierung sanktioniert, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.Die Regionalzeitung „Monaco-Matin“ berichtete zunächst, dass es sich bei den zwei Erwachsenen um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren handelte. Mit dem Jugendlichen sollen sie zu einer Familie gehören.Die Regierung des Fürstentums erklärte, die „starke Explosion“ sei durch eine „Paketbombe“ verursacht worden. „Ein Verdächtiger wurde von der Videoüberwachung aufgenommen, wie er in Richtung der Gemeinde Beausoleil in Frankreich floh“, hieß es in der im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung. Aus dem Umfeld des französischen Innenministers Laurent Nuñez verlautete, es sei eine Fahndung eingeleitet worden.Staatsminister Mirmand sprach von einer „absichtlichen Explosion“, nachdem er zunächst von einem „wahrscheinlichen Anschlag“ gesprochen hatte. Die Explosion ereignete sich gegen 21 Uhr, sagte er dem französischen Sender BFMTV. Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft.Lesen Sie auchStaatsanwalt Stéphane Thibault sagte, vor der Explosion habe ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle deponiert. Nach Angaben Mirmands enthielt der Sprengsatz Schrauben und Schrot. „Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt worden ist“, sagte er. Verdächtiger soll zu Fuß nach Frankreich gelaufen seinDie Explosion ereignete sich in einem Gebäude, das sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befindet. Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich lediglich die drei Opfer im Gebäude. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein. Die Hintergründe des Geschehens blieben zunächst unklar.Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete „Monaco-Matin“. Mirmand sprach von etwa 50 Feuerwehrleuten und mehr als 80 Beamten vor Ort. Auch französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den Täter aufzuspüren.Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die „kriminelle Explosion“ einen „einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft“ darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. „Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden“, hieß es. Eric Ciotti, Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als „Tragödie“, die Monaco getroffen habe. „Die Gedanken gelten den Opfern, ihren Familien und dem monegassischen Volk“, erklärte er. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.AFP/dpa/luwi
Monaco: Ukrainischer Oligarch schwebt nach Explosion in Lebensgefahr - WELT
In einem Wohngebäude in Monaco kommt es zu einer Explosion. Drei Menschen werden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Der Staatsanwalt berichtet, dass ein Verdächtiger zuvor eine Tasche oder ein Paket platziert habe.












