Zehn Monate lieferten sich Deutschland und Südkorea in Ottawa einen gleichermaßen höflichen wie erbitterten Wettkampf um das größte Rüstungsprojekt der kanadischen Geschichte. Im August vergangenen Jahres nannte das Beschaffungsamt der kanadischen Streitkräfte die Thyssen-Tochter TKMS und die Hanwha Ocean Werft die beiden führenden Bieter um den Auftrag für zwölf U-Boote im Wert von bis zu 30 Milliarden kanadischen Dollar oder 19 Milliarden Euro. Danach warben die Südkoreaner mit dem Hanwha KSS-III auf Werbetafeln in der ganzen Stadt und die Deutschen richteten ein Lobby-HQ in der Nähe des Parlaments ein. Verteidigungsminister Pistorius reiste mehrfach nach Kanada, und jeder Berliner Regierungsvertreter, der sich im Austausch mit einem kanadischen Amtskollegen fand, war angehalten, die U-Boote zu erwähnen.
Rüstungsdeal mit Kanada: Ein Signal an Donald Trump
Kanada bestellt zwölf U-Boote bei einer ThyssenKrupp-Tochter, es ist der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Die Bedeutung des Deals geht weiter darüber hinaus.











