Premierminister Mark Carney: Zum genauen Auftragsvolumen machten weder Kanada noch TKMS Angaben

Der deutsche Hersteller stach bei dem Geschäft, das Arbeitsplätze an der Ostseeküste sichert, einen südkoreanischen Konkurrenten aus. Carney verkündete die Entscheidung vor seiner Abreise zum Gipfel des Bündnisses in Ankara.Die Bundesregierung hatte sich mit Blick auf die gemeinsame Abschreckung Russlands sowie die Sicherheitslage im Atlantik und der Arktis wiederholt für das Geschäft starkgemacht. Verteidigungsminister Boris Pistorius reiste mehrfach zu Gesprächen nach Kanada, zuletzt im Mai.

Pistorius hat die kanadische Entscheidung am späten Montagabend denn auch begrüßt. Die zukünftige U-Boot-Flotte sei wesentlicher Pfeiler der Strategie der Nato zur Sicherung des hohen Nordens, erklärte der SPD-Politiker vor dem Beginn des Nato-Gipfels."Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen. Die Informationen, die unsere 24 U-Boote im Nordatlantik, in der Arktis und im hohen Norden sammeln werden, können wir schnell untereinander austauschen, analysieren und nutzen", sagte Pistorius, der am Dienstag aus Berlin zum Gipfel nach Ankara reisen will. Die Systeme könnten bei Bedarf an vier verschiedenen Werften in der nördlichen Hemisphäre gewartet werden.