Die Türkei ist bei der WM früh gescheitert – an Paraguay. Den Deutschen ist es auch nicht besser ergangen. Eine Liebeserklärung an Fußballverhinderer.

Duell: Fußballverhinderer Matías Galarza gegen Fußballspieler Michael Olise

D ie Weltmeisterschaft war für die Türkei ein einziges Desaster. Der 20. Juni fühlt sich inzwischen an, als läge er Jahre zurück: Als die ganze Stadt noch schlief, verlor die Türkei 0:1 gegen Paraguay und schied als zweites Team nach Haiti aus.

In der Türkei dürfte die Enttäuschung inzwischen längst vom gewohnt turbulenten Nachrichtenzyklus verschluckt worden sein: etwa vom Nato-Gipfel oder vielmehr den Festnahmen, die ihm vorausgingen. Für mich war das Ausscheiden etwas komplizierter.

Nach dem Aus der Türkei lief ich – auch wegen der schlaflosen Nacht – einen halben Tag lang mit einem Loch in der Brust herum. Bis mir etwas einfiel: Ich bin ja inzwischen auch deutscher Staatsbürger. Warum versuche ich ausnahmsweise nicht Deutschland zu unterstützen? Doch dann scheiterte auch Deutschland am selben Gegner. Was für ein Glück!