Die überraschende Aufhebung der Rotsperre für US-Stürmer Folarin Balogun für das WM-Achtelfinale wird von Sportrechtsexperten sehr kritisch beurteilt. „Der Beschluss der FIFA, die Rote Karte für das nächste Spiel aufzuheben und zur Bewährung auszusetzen, ist rechtswidrig. Die FIFA ignoriert die fundamentalen Grundsätze des Sportrechts, nämlich Regeltreue und die Unumstößlichkeit von Tatsachenentscheidungen durch die Schiedsrichter“, erklärte Thomas Summerer, Fachanwalt für Sportrecht in München, der Deutschen Presse-Agentur.Der 25 Jahre alte Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Hercegowina die Rote Karte gesehen. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Chef Gianni Infantino angerufen und Druck ausgeübt haben, die Sperre zu überprüfen.„Die Sperre für das nächste Spiel tritt automatisch in Kraft und eröffnet keinen Ermessensspielraum. Das hatte die FIFA in einem Schreiben an die Fußballverbände vor Beginn der WM sogar noch bekräftigt. Deshalb ist ein Rückgriff auf die Aussetzungsoption nach Artikel 27 Disziplinar-Code systemwidrig“, führte Summerer aus.Der Fall könnte sogar juristische Folgen nach sich ziehen. „Falls der Spieler im nächsten Spiel eingesetzt wird, ist dieses Spiel durch einen Verstoß gegen die Statuten infiziert und würde dazu führen, dass Belgien im Fall einer Niederlage das Ergebnis anfechten kann. Damit wäre der gesamte weitere Turnierverlauf gefährdet“, erklärte der Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportrecht. „Im Übrigen hat die FIFA durch diesen Fauxpas ihren eigenen Slogan „For the good of the game“ ins Gegenteil verkehrt.“Sportrechts-Anwalt Christoph Schickhardt reagierte mit Unverständnis auf die zur Bewährung ausgesetzte Sperre. „Die Regel, dass ein Platzverweis mindestens ein Spiel Sperre bedeutet, ist eingemeißelt in das internationale Sportrecht. Das ist eine Grundregel, die unerschütterlich ist“, sagte er der „Ludwigsburger Kreiszeitung“. „Der ganze Vorgang wirft eindeutig Fragen auf. Unter erfahrenen Sportrechtlern löst das nur Kopfschütteln aus, weil so ein Fall eigentlich ausdiskutiert ist.“ (dpa) Was bedeutet die FIFA-Entscheidung zur Aufhebung der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun? Christoph Becker hat dazu diese Meinung: Erling Haaland gab beim längst zum WM-Kult gewordenen Ruder-Jubel-Ritual in New Jersey den Takt vor, in der Heimat nahm selbst Kronprinz Haakon diesen auf und ruderte in Oslo mit tausenden feiernden Landsleuten mit. Nach dem 2:1 (0:0) im Achtelfinale gegen den fünfmaligen Fußball-Weltmeister Brasilien gab es bei den Norwegern kein Halten mehr. In der Kabine fielen Haakons Kinder Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus dem Matchwinner Haaland sogar überglücklich in die Arme.Der kantige Stürmerstar wurde nach dem historischen WM-Coup der Skandinavier von seinen Gefühlen regelrecht übermannt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas erleben würde. Es ist surreal, bei einer Weltmeisterschaft gegen die besten Spieler der Welt anzutreten“, sagte Haaland nach dem ersten Viertelfinal-Einzug Norwegens bei einer Fußball-WM überhaupt. Mit seinen beiden Toren war er mal wieder der Matchwinner.„28 Jahre zu warten, waren es wert“, postete Haaland später bei X und spielte damit auf die zuvor letzte WM-Teilnahme seines Landes 1998 in Frankreich an. Damals war Haaland noch gar nicht geboren. (dpa) Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein hat mit Unverständnis auf den „Fall Balogun“ reagiert. „Schiedsrichter-Entscheidungen sind Sache des Sports. Politik hat auf dem Spielfeld nichts zu suchen“, sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur AFP und betonte: „Die Bundesregierung respektiert die Autonomie des Sports.“Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Hercegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt. Laut AFP, New York Times und Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten. (sid)Florian ErbeDer „Fall Balogun“ stößt auch in der Europäischen Union auf Unverständnis. Die ursprüngliche Entscheidung einer Roten Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun hält Glenn Micallef, der als Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport tätig ist, „als Fan“ zwar „für falsch“. Doch: "Entscheidungen über sportliche Regeln und sportliche Angelegenheiten obliegen den Sportverbänden, nicht den Politikern. Eine Beeinflussung sportlicher Entscheidungen würde die Autonomie des Sports untergraben.“Viel mehr sollte der Fokus „stattdessen auf den tatsächlichen Herausforderungen im Bereich der Sport-Governance liegen, darunter auch die Instrumentalisierung des Sports für politische Zwecke“, schrieb der maltesische Politiker bei X.Nach Informationen des US-Portals "The Athletic" bekam Belgiens Fußballverband RBFA vom Weltverband FIFA das Recht auf Berufung eingeräumt. Ein Mitglied des FIFA-Berufungsausschusses könnte den Fall verhandeln. Eine Entscheidung müsste noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) fallen. (sid)Florian ErbeBelgiens Außenminister Maxime Prévot hat die Aufhebung der Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun vermeintlich nach einer entsprechenden Forderung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Wenn tatsächlich ein Telefonanruf diese unverständliche Entscheidung erklären sollte, würde das die grundlegendsten Regeln des Fußballs und des Sports mit Füßen treten“, erklärte Prévot am Montag im Onlinedienst X. Belgien spielt in der Nacht zum Dienstag (MESZ) im Achtelfinale gegen die USA.„Das wäre äußerst schwerwiegend“, erklärte Belgiens Außenminister Prévot. Er verwies auf seine eigene zurückliegende Tätigkeit als Fußball-Schiedsrichter. „Diese Entscheidung wirft offensichtlich viele Fragen auf“, urteilte Prévot. Auch der belgische Fußballverband sowie der europäische Verband UEFA kritisierten das Vorgehen.EU-Sportkommissar Glenn Micallef warnte davor, durch politische „Einflussnahme“ sportliche Regeln zu untergraben. Solche Entscheidungen „gehören in die Hände der Sportverbände, nicht der Politik“, erklärte er im Onlinedienst X. (afp)Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Weltverband FIFA wegen des „Falls Balogun“ in selten zuvor erlebter Form kritisiert und von „der Überschreitung einer roten Linie“ gesprochen. „Wir bringen unser Unverständnis über eine derart beispiellose, unbegreifliche und nicht zu rechtfertigende Entscheidung zum Ausdruck“, schrieb die UEFA in einer Stellungnahme: „Manchmal lassen Regeln Interpretationsspielräume zu. In diesem Fall nicht.“Der europäische Verband fürchtet fatale Folgen. „Wenn die Verlässlichkeit der Regeln von ihren Hütern nicht mehr garantiert wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben“, schrieb die UEFA: „Gleichzeitig schafft eine solche Entscheidung einen Präzedenzfall in einem laufenden Turnier, in dem nun vergleichbare Fälle gleich behandelt werden müssen – zum Schaden des Wettbewerbs.“Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Hercegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.Im Schreiben der UEFA wird kein Funktionär zitiert. Dennoch gilt UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als Gegenspieler Infantinos. (sid)Auch in der internationalen Presse ist die FIFA-Entscheidung um Folarin Balogun ein großes Thema. Einige der Reaktionen im Überblick: Florian ErbeDer frühere Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, hat mit Entsetzen auf den „Fall Balogun“ reagiert und fürchtet weitreichende Folgen für die Fußball-Justiz. „Bei diesem Foul – auch wenn sicher keine Verletzungsabsicht dabei war – nur ein Spiel Sperre zu geben, ist ein Geschenk. Dies nun auszusetzen, ist ein Skandal. Das ist ein fatales Signal für die Sportgerichtsbarkeit in aller Welt“, sagte der Jurist dem "kicker": „Jeder gesperrte Spieler und sein Verein werden sich in Zukunft auf diese Entscheidung berufen. Es wird größter Anstrengungen bedürfen, um diese Entwicklung einzufangen.“Nach Ansicht von Lorenz verstößt der Weltverband mit seinem Vorgehen gegen seine eigenen Regeln, die er in der Vergangenheit massiv durchgesetzt hat. „Die FIFA droht allen Verbänden seit Jahrzehnten mit Sanktionen, sollten sie das Prinzip der Mindestsperre von einem Spiel missachten“, äußerte der frühere Richter: „In der Bundesliga hätte Balogun wohl drei Spiele bekommen wegen rohen Spiels, dann hätte man über eine Reduzierung auf zwei diskutieren können. Aber so ist das nun wirklich skandalös.“ (sid)Florian ErbeNach Berichten über eine angebliche Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump bei der Rot-Sperre des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun hat der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) den Weg des Weltverbandes kritisiert. „Rote Karten werden nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben. Sie werden auf der Grundlage von Regeln, Beweisen und durch unabhängige Gremien revidiert. Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert – und ein Spieler plötzlich vor einem K.-o.-Spiel der Weltmeisterschaft freigesprochen wird -, stellt sich unweigerlich die Frage: Quo vadis, FIFA?“, schrieb Blatter bei X. „Der Fußball darf niemals zum Spielball politischer Machtinteressen werden“, führte der langjährige FIFA-Präsident vor dem WM-Achtelfinale zwischen den USA und Belgien aus. Die überraschende Entscheidung hatte international viel Kritik und zahlreiche Fragen aufgeworfen. Die Chancen der Amerikaner auf den Viertelfinal-Einzug steigen durch die Möglichkeit, den besten Stürmer des Teams doch einsetzen zu können. Nach dem Aus von Kanada (gegen Marokko) und Mexiko (gegen England) will der dritte WM-Gastgeber unbedingt im Turnier bleiben. Die Entscheidung fällt in der Nacht zum Dienstag (2.00 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei Magenta TV). Es wäre für die Amerikaner der erste Viertelfinal-Einzug seit der Weltmeisterschaft 2002. (dpa)Florian ErbeDFB-Präsident Bernd Neuendorf hat mit einer scharfen Aufforderung an den Fußball-Weltverband auf den Fall Folarin Balogun reagiert. „Die FIFA sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll“, sagte der Spitzenfunktionär in einer Stellungnahme.„Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der FIFA“, sagte Neuendorf weiter. Die FIFA hatte die Rot-Sperre von US-Torjäger Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Hercegovina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners Tarik Muharemovic gelandet war."The Athletic“ und die Nachrichtenagentur AP berichteten am Sonntag übereinstimmend, Trump habe bei Infantino angerufen, um sich für eine Aussetzung der Rot-Sperre des besten US-Torschützen für das WM-Achtelfinale gegen Belgien in Seattle einzusetzen (Dienstag 2.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV). Weder die FIFA noch das Weiße Haus haben sich bisher dazu geäußert. (dpa)Florian ErbeEnglands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat mit großem Erstaunen auf die Aussetzung der Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun bei der WM reagiert. „Ich denke, um ganz klar zu sein, dass es keine Rote Karte war. Aber der VAR war involviert. Drei Leute vom VAR und der Referee haben es gecheckt und hatten die Meinung, dass es eine Rote Karte war. Es wurde also eine Entscheidung getroffen“, sagte Tuchel. „Wer kippt diese Entscheidung dann – und wann? Und auf welcher Grundlage? Wie weit geht das jetzt? Es ist einfach seltsam für mich. Wir wollen einfach Konsistenz in den Entscheidungen haben“, mahnte der Coach.Tuchel sagte nach dem 3:2 der Three Lions im WM-Achtelfinale gegen Mexiko zudem: „Legen wir jetzt Berufung ein, wenn eine Gelbe Karte keine Gelbe Karte ist?“ Man könnte jetzt endlos debattieren. „Wo fängt es an und wo hört es auf?“, sagte Tuchel. Auf die anschließende Frage eines Journalisten, ob man vielleicht US-Präsident Donald Trump fragen sollte, sagte Tuchel: „Vielleicht. Das ist ein guter Startpunkt.“ Balogun hatte im WM-Sechzehntelfinale der USA gegen Bosnien-Hercegovina eine umstrittene Rote Karte gesehen. „The Athletic“ und die Nachrichtenagentur AP berichteten am Sonntag übereinstimmend, Trump habe bei FIFA-Chef Gianni Infantino angerufen, um sich für eine Aussetzung der Rot-Sperre des besten US-Torschützen für das WM-Achtelfinale gegen Belgien in Seattle einzusetzen (Dienstag 2.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV).Demzufolge bestätigten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen den ungewöhnlichen Ablauf. Weder die FIFA noch das Weiße Haus haben die Information bislang kommentiert. (dpa)Florian ErbeEnglands Nationalspieler Jordan Henderson hat sich beim Jubeln mit dem Team nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko wohl schwerer verletzt. Der 36-Jährige habe sich am Handgelenk verletzt, sagte Trainer Thomas Tuchel. „Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist.“ Henderson sei im Krankenhaus.Mitten in den WM-Feierlichkeiten nach dem 3:2 hatten die englischen Nationalspieler und Betreuer plötzlich einen Kreis gebildet. Bei der Party vor den Fans der Three Lions war Henderson offenbar über eine Bande gestürzt. Auf einer Trage wurde er in die Katakomben des Aztekenstadions getragen.Kapitän Harry Kane hatte sich zunächst keine großen Sorgen gemacht. „Jordan ist da gerade hingefallen. Ich glaube, es geht ihm gut. Es ist nur etwas mit seinem Arm“, sagte der Stürmer des FC Bayern München bei der BBC. England trifft im Viertelfinale nun auf Norwegen. (dpa)Florian ErbeDie Einmischung des US-Präsidenten Donald Trump in der „Causa Balogun“ hat selbst in der belgischen Politik für einen Aufschrei gesorgt. „Wahre Stärke liegt darin, mit Fairplay zu gewinnen. Genau das wird Belgien tun“, schrieb Jacqueline Galant, wallonische Sportministerin der französischsprachigen liberalen Reformbewegung, in einer Stellungnahme bei X. Sie sicherte dem belgischen Fußballverband ihre „volle Unterstützung“ im Vorgehen gegen die Aufhebung der Roten Karte des US-Stürmers Folarin Balogun zu.„Schämt euch!“, wütete die sozialdemokratische Oppositionspartei PS: „Wenn Geld die Fäden zieht, verliert die WM jede Glaubwürdigkeit. Die Regeln anzupassen, um Trump zu gefallen, zu versuchen zu schummeln, um zu gewinnen – welch ein bedauernswertes Bild für die FIFA, die Fußball-WM und die USA. Die Regeln müssen von allen respektiert werden, im Sport wie im Leben.“Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband FIFA die Sperre für Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Hercegovina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) spielberechtigt. Laut AFP und der New York Times rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.Yvan Verougstraete, Mitglied des Europäischen Parlaments und der frankophonen Zentrumspartei Les Engagés, schloss sich der Kritik an. Es sei „erstaunlich, dass eine Rote Karte plötzlich als 'ungerecht' gilt, sobald Trump involviert ist.“ Die FIFA müsse die „Fairness verteidigen und darf nicht den Eindruck erwecken, politischem Druck nachzugeben“. (sid)Belgian Red Devils on Instagram: "RBFA STATEMENT The Royal Belgian Football Association (RBFA) is astonished by FIFA's decision to declare suspended United States player Folarin Balogun eligible to play in the USA–Belgium match on Monday, 6 July at 5:00 p.m. (Seattle time). FIFA bases its decision on Article 27 of the FIFA Disciplinary Code. This provision states that the FIFA Disciplinary Committee may decide to suspend the enforcement of a previously imposed disciplinary sanction. However, Article 66.4 of the same FIFA Disciplinary Code clearly provides that a red card (sending-off) automatically results in a suspension for the team's next match, as has been the case for all previous red cards issued during this FIFA World Cup. Furthermore, and irrespective of the above, the decision is in direct contradiction with the provisions of the FIFA World Cup 2026 Competition Regulations, as set out in Article 10.5: "If a player or team official is sent off as a result of a direct or indirect red card (second caution), they will automatically be suspended from their team's subsequent match. In addition, further sanctions may be imposed." The automatic nature of such a suspension was also explicitly reaffirmed in FIFA World Cup 2026 Circular No. 16, which was distributed to all participating member associations on 12 May 2026. The same rule is reiterated at every FIFA World Cup 2026 Match Coordination Meeting prior to each match and is included in all FIFA World Cup 2026 workshop presentations. In order to safeguard the legitimate rights of all participating teams and to protect the fundamental principles of fair play in our sport, both at this FIFA World Cup and at future editions of the tournament, the RBFA is investigating all potential options."31K likes, 2,483 comments - belgianreddevils on July 5, 2026: "RBFA STATEMENT The Royal Belgian Football Association (RBFA) is astonished by FIFA's decision to declare suspended United States player Folarin Balogun eligible to play in the USA–Belgium match on Monday, 6 July at 5:00 p.m. (Seattle time). FIFA bases its decision on Article 27 of the FIFA Disciplinary Code. This provision states that the FIFA Disciplinary Committee may decide to suspend the enforcement of a previously imposed disciplinary sanction. However, Article 66.4 of the same FIFA Disciplinary Code clearly provides that a red card (sending-off) automatically results in a suspension for the team's next match, as has been the case for all previous red cards issued during this FIFA World Cup. Furthermore, and irrespective of the above, the decision is in direct contradiction with the provisions of the FIFA World Cup 2026 Competition Regulations, as set out in Article 10.5: "If a player or team official is sent off as a result of a direct or indirect red card (second caution), they will automatically be suspended from their team's subsequent match. In addition, further sanctions may be imposed." The automatic nature of such a suspension was also explicitly reaffirmed in FIFA World Cup 2026 Circular No. 16, which was distributed to all participating member associations on 12 May 2026. The same rule is reiterated at every FIFA World Cup 2026 Match Coordination Meeting prior to each match and is included in all FIFA World Cup 2026 workshop presentations. In order to safeguard the legitimate rights of all participating teams and to protect the fundamental principles of fair play in our sport, both at this FIFA World Cup and at future editions of the tournament, the RBFA is investigating all potential options.".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Florian ErbeDer designierte Bundestrainer Jürgen Klopp hat fassungslos auf die beispiellosen Hintergründe in der „Causa Balogun“ reagiert. „Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt, das stellt alles infrage“, sagte der 59-Jährige, DFB-Wunschkandidat für die Nachfolge von Julian Nagelsmann, bei MagentaTV: „Diese beiden Menschen, die beide von Fußball keine Ahnung haben, sollten gar nichts damit zu tun haben. Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Hercegovina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit am Montagabend (Ortszeit) im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt. Laut AFP und der New York Times rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.„Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Wenn es tatsächlich so war: Da gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die USA ihn trotzdem nicht aufstellen, weil sie sagen: 'So wollen wir das nicht haben'“, sagte Klopp: „Wir leiden alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir alle im Laufe des Lebens, damit zu leben. Und das ist ganz einfach eine Tatsachenentscheidung.“Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken sprach dagegen von einem „großen Fehler“ der FIFA. Es sei „eine schlechte, schlechte, schlechte Entscheidung, die der WM schaden wird“, sagte er nach dem Viertelfinaleinzug der Norweger gegen Brasilien (2:1): „Es tut mir auch leid für die USA. Wenn sie gewinnen, wird es immer in der Schwebe hängen. Das ist nicht gut für den Sport.“Solbakken ist der Ansicht, dass die Entscheidung einen gefährlichen Präzedenzfall schaffe. „Was ist mit der nächsten Roten Karte? Was passiert dann? Wird es künftig irgendwo ein Gremium geben, das solche Karten einfach wieder aufhebt?“, fragte Solbakken. (sid)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: FIFA-Beschluss zu Balogun „rechtswidrig“ | FAZ
Sportrechtler ordnen Balogun-Entscheidung ein und warnen +++ heftige Kritik aus Sport und Politik an FIFA +++ Haaland entzückt Norwegens Königshaus +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.














