Wissenschaftsfeindlichkeit ist ein Kern rechter Strategie. Forschende verschiedener Fachrichtungen sagen: Es helfen nur Solidarität und Argumente.
Die Technische Universität in Berlin scheint derzeit gleich in mehrfacher Hinsicht kaputt zu sein. Das Hauptgebäude ist aufgrund baulicher Mängel und Einsturzgefahr gesperrt – und auch die Uni-Leitung zeigte sich kürzlich mit Blick auf Demokratieresilienz abbruchreif: Sie beugte sich quasi in vorauseilendem Gehorsam der AfD, indem sie 14 Veranstaltungen eines Studierenden-Kongresses unterbinden wollte.
Bei dem antikapitalistischen SDS-Kongress unter dem Titel „Take back the future“ sollte viel über Faschisierung und Gegenwehr diskutiert werden. Doch auf Wunsch der Uni-Spitze sollte unter anderem der Vortrag eines kritischen Wissenschaftlers über faschistische Züge der AfD nicht stattfinden – wegen der angeblich verletzten Neutralitätspflicht. Die Organisator*innen vermuteten dahinter eine direkte Intervention der extrem rechten Partei.
Die gegenteilige Reaktion wäre notwendig gewesen: Wenn antiliberale und autoritäre Kräfte die Wissenschaftsfreiheit angreifen, braucht es innerhalb der Institutionen von Wissenschaft und Forschung Solidarität. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse des breiten Zusammenschlusses „Wissenschaft gegen Faschismus“, der sich Anfang Juni für eine bundesweite Aktionswoche vernetzt hat und gemacht hat, was Wissenschaftler*innen eben mit Problemen machen: diskutieren.














