Ein Forschungsteam der Rosenstiel School der University of Miami hat ein bildgebendes Verfahren entwickelt, das Unterwasser-Blindgänger aus der Luft erkennen kann. Das Verfahren funktioniert in flachen Gewässern bis zu 10 m Tiefe in Küstennähe. Nicht explodierte Kampfmittel (unexploded ordnance – UXO) lassen sich damit präzise aufspüren und können dann beseitigt werden.
Diverse weltweite Konflikte haben in den Weltmeeren zahlreiche Blindgänger hinterlassen. Dabei handelt es sich etwa um nicht explodierte Bomben, Minen und Artilleriegranaten, die bis heute nicht geborgen, entschärft und entsorgt wurden. Besondere Gefahr geht von solchen UXO aus, die in Küstennähe nur wenige Meter unter der Meeresoberfläche liegen. Sie gefährden etwa Badetouristen, Meeresbewohner und sind zugleich ein Risiko für küstennahe Schifffahrtswege.
„Nicht explodierte Kampfmittel in flachen Gewässern stellen nach wie vor eine ernste globale Herausforderung dar. Unsere Ergebnisse zeigen eine skalierbare Lösung für den Einsatz aus der Luft, die dazu beitragen kann, die Erkennungsgenauigkeit zu verbessern und für sicherere Küstenbereiche zu sorgen“, erklärte Ved Chirayath, Inhaber des Vetlesen-Lehrstuhls für Geowissenschaften am Institut für Ozeanwissenschaften.








