PfadnavigationHomeSportFußballWMMarquinhos„Ich stelle mich der Verantwortung“ – die bemerkenswerte Entschuldigung von Brasiliens KapitänStand: 02:32 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem WM-Aus zeigt sich Marquinhos selbstkritisch und bittet die Fans um Geduld. „Wir müssen uns bei allen entschuldigen, die hierher gekommen sind“, so der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft.Das Achtelfinal-Aus bedeutet Brasiliens schlechtestes WM-Ergebnis seit 36 Jahren. Nach dem Spiel tritt Marquinhos vor die Fernsehkameras und kündigt einen Umbruch an. Der Kapitän wendet sich mit Blick auf die nächste Generation an die Bevölkerung.Die Möglichkeiten zum Einzug ins Viertelfinale waren durchaus gegeben. Bruno Guimarães hatte die größte, scheiterte mit seinem Elfmeter aber an Örjan Nyland (14.). Vinícius Júnior fand ebenfalls im norwegischen Torwart seinen Meister (40.). Auch im zweiten Abschnitt hatten die Brasilianer zahlreiche Torchancen, wiesen aber Mängel im Abschluss auf. Das eingewechselte Toptalent Endrick schob den Ball völlig freistehend aus 15 Metern links vorbei (59.).Neymars Elfmetertor in der zehnten Minute der Nachspielzeit kam viel zu spät, um das Aus beim 1:2 gegen Norwegen noch zu verhindern. Nach dem Abschluss brachen sich Wut und Enttäuschung bei der Seleção Bahn. „Unerklärlich, was da passiert ist. Mir fällt es schwer, Worte zu finden. Wir haben Erfahrung. Wir haben Qualität. Wir wissen, dass solche Spiele natürlich unglaublich schwer sind. Jeder Ball kann entscheidend sein“, sagte Marquinhos und strich den entscheidenden Unterschied heraus: „Die norwegische Nationalmannschaft hat ihre Chancen genutzt. Wir hatten Chancen, wir hatten einen Elfmeter, den wir nicht verwandelt haben. Bei einer Weltmeisterschaft entscheidet, wer weniger Fehler macht. Und deswegen haben sie heute gewonnen.“Marquinhos‘ Appell an die BevölkerungDas Spiel war kompakt wie treffend zusammengefasst, doch der Mannschaftskapitän der Brasilianer war noch nicht fertig. „Ich als Kapitän und gestandener Spieler muss mich natürlich dieser Verantwortung stellen, damit die Zukunft und die nächsten Generationen das für uns wieder erreichen können. Jetzt beginnt eine neue Phase für die Nationalmannschaft.“Worte, die wie ein Rücktritt klangen, persönliche Befindlichkeiten in jedem Fall hinten anstellten. Seit dem WM-Triumph von 2002 gegen Deutschland gab es für den Rekordweltmeister nicht mehr viel zu holen. Mit einer Ausnahme war anschließend stets im Viertelfinale Endstation. Und der dritte Platz bei der Heim-WM 2014 wird bis heute vom 1:7-Debakel im Halbfinale gegen Deutschland überschattet. Wie also soll es nach dem schlechtesten Ergebnis seit 36 Jahren weitergehen?„Wir wissen nicht, was geschehen wird, aber ich glaube auf jeden Fall, oder ich bitte darum, dass die Fans und die Bevölkerung Geduld mit uns haben“, sagte Marquinhos: „Dass wir so nicht weiterspielen können, ist klar. Wir haben es versucht, wir haben alles geliefert, was wir konnten. Wir haben Fehler gemacht, ja, wir waren nicht effizient genug. Doch es gibt keine schwachen Mannschaften mehr. Alle sind stark einzuschätzen. Deswegen müssen wir uns natürlich auch bei allen entschuldigen, die hierhergekommen sind – den Fans, dass wir es heute nicht geschafft haben. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und dann den folgenden Generationen mit auf den Weg geben, was wir wieder in Zukunft reißen können. Wir haben vier Jahre bis zur nächsten WM und hoffen dann, dass wir dort gewinnen können.“Lesen Sie auchIn Brasilien steht ein Umbruch an. Marquinhos ist auf jeden Fall bereit, seinen Teil dazu beizutragen.
WM 2026: „Ich stelle mich der Verantwortung“ – Brasiliens Kapitän entschuldigt sich - WELT
Das Achtelfinal-Aus bedeutet Brasiliens schlechtestes WM-Ergebnis seit 36 Jahren. Nach dem Spiel tritt Marquinhos vor die Fernsehkameras und kündigt einen Umbruch an. Der Kapitän wendet sich mit Blick auf die nächste Generation an die Bevölkerung.













