Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesStefan Reuter im SZ-InterviewMessis nächster RekordNarrisch – das war die Nacht16 Sechzehntelfinals stehen festNach WM-Aus: Schottlands Trainer gehtSüdkoreas Trainer tritt zurückDas Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt: Am Sonntag trat Chefcoach Myung-bo Hong zurück. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück“, erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager bezogen hatten.Zuvor hatte Staatsoberhaupt Lee Jae Myung die Leistung der Mannschaft und des Trainerteams harsch kritisiert. Trainer Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmer Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit.Stefan Reuter im SZ-Interview1990 wurde Stefan Reuter als Rechtsverteidiger Weltmeister mit Deutschland. Und heute? Beobachtet er aus der Ferne, wie sich das Nationalteam in der Besetzung seiner Position schwertut. Reuters Meinung: Joshua Kimmich sollte lieber im Mittelfeld auflaufen. Woran er das festmacht, lesen Sie im Interview unserer WM-Reporter Philipp Schneider und Philipp Selldorf:„Völlig fassungslos“: Südkoreas Präsident fordert nach WM-Aus eine UntersuchungLee Jae-myung, der südkoreanische Präsident von der Demokratischen Partei (DP), hat sich per Post auf X zum enttäuschenden Aus der Nationalmannschaft in der Vorrunde geäußert. Er schrieb unter anderem, dass er nicht bloß überrascht, sondern „völlig fassungslos“ darüber sei. Lee kritisierte zudem den Auswahlprozess von „Führungspersonen“, was man wohl auf den südkoreanischen Nationaltrainer Hong Myung-bo beziehen muss. Hong, der die Mannschaft seit 2024 bereits zum zweiten Mal betreut, steht in Südkorea schon länger in der Kritik.Wieder einmal, so Präsident Lee, habe sich gezeigt, dass Personalentscheidungen „entscheidend“ seien: „Wenn statt Kompetenz das Denken in „wir gegen sie“ Vorrang hat und eine inkompetente Person als Führungskraft ausgewählt wird, dann ist das Ergebnis von vornherein absehbar.“ Zwar gewann Südkorea das Auftaktspiel gegen Tschechien mit 2:1, doch es folgten zwei 0:1-Niederlagen gegen Mexiko und Südafrika. Das genügte nicht, um sich als Gruppendritter für die K.-o.-Runde zu qualifizieren. Er habe das zuständige Sportministerium gebeten, „die genauen Umstände dieses Vorfalls gründlich zu untersuchen, seine Ursachen zu analysieren und Maßnahmen zu erarbeiten, um eine Wiederholung zu verhindern und Verbesserungen sicherzustellen“, schrieb Lee. Fußball und Gefühle im österreichischen TVDas 3:3 der Österreicher gegen Algerien in der Nachspielzeit war auch ein, nunja, prägender Moment im ORF, wo Kommentator Daniel Warmuth zwar nicht narrisch wurde, aber doch beeindruckt war: „Bist. Du. Deppert, mich beutelt es komplett durch.“Uruguay versinkt im Frust – Trainer Bielsa brülltPechvogel Fernando Muslera und Uruguays gescheiterte Kicker zerstreuten sich wie geprügelte Hunde auf Linienflügen in alle Winde, Trainer Marcelo Bielsa rückte nach dem Desaster von Guadalajara ins Zentrum der Kritik. Eine fußballerische Kernschmelze inklusive Spielerrevolte wühlt das Land des zweimaligen Weltmeisters auf. „Ein harter Realitätsschock“ sei das peinliche Aus in der Gruppenphase, schrieb die Zeitung El Observador, die nach dem bitteren 0:1 (0:1) im abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien zum Rundumschlag ansetzte: „Bielsa hat die Natur Uruguays zerstört, die Spieler haben die eigene Geschichte verraten und die Funktionäre sind zu Geiseln ihrer eigenen Entscheidung geworden.“ Und auch bei Bielsa, der nun vor dem Abschied steht, lagen die Nerven derartig blank, dass er unmittelbar nach Abpfiff eine TV-Crew anschrie. „Jetzt macht schon!“, brüllte der Trainer-Veteran, weil es ihm mit dem Interview zu lange gedauert hatte. Als sich der 70-Jährige, der auch „El Loco“, der Verrückte, genannt wird, wieder etwas beruhigt hatte, zerlegte er sich auf der obligatorischen Pressekonferenz selbst. „Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat“, räumte er ein. Unrecht hat er nicht. Bielsas wohl letztes Turnier endete mit dem zweiten WM-Aus in der Vorrunde in Serie.Messis nächster RekordEr kann es auch als Kurzarbeiter: Beim 3:1 seiner Argentinier zum Vorrundenabschluss gegen Jordanien saß Lionel Messi zunächst 60 Minuten lang auf der Bank, ehe er das Stadion mit seinem nächsten Rekordtor in ungewohnter Joker-Rolle laut werden ließ. Nicht bloß Trainer Lionel Scaloni gingen nach der Partie „langsam die Superlative aus“, um die Leistung seines Angreifers zu würdigen. Mit dem Freistoßtor aus rund 25 Metern (80.), seinem insgesamt 19. WM-Treffer, krönte sich Messi zum ersten Spieler überhaupt, der in sieben WM-Spielen hintereinander traf. Damit überflügelte er die Uralt-Bestmarke des legendären Franzosen Just Fontaine (1958) sowie des Brasilianers Jairzinho (1970), die jeweils in sechs Spielen in Folge getroffen hatten. „Heute hätte er 90 Minuten spielen und seinen Legendenstatus vielleicht weiter ausbauen können, aber er wollte lieber, dass seine Freunde Spielzeit bekommen“, sagte Scaloni und schob hinterher, was der Konkurrenz vor der nun anstehenden K.o.-Phase Angst machen dürfte. „Er wollte sich selbst für das schonen, was jetzt ansteht.“ Vier Tage nach seinem 39. Geburtstag erlebte Messi nach Absprache mit Scaloni erstmals seit 20 Jahren ein WM-Spiel zunächst von der Seitenlinie aus – zeigte sich in seinem rund 30-minütigen Kurzeinsatz dann aber unersättlich. Mit nun sechs (!) Toren im aktuellen Turnier könnte es diesmal sogar mit dem Goldenen Schuh klappen.Mehr als 3000 Dollar für ein WM-TicketDie Ticketpreise ​für die Fußball-Weltmeisterschaft haben auf Wiederverkaufsplattformen die Marke von 3000 Dollar überschritten. Für die kommende Partie zwischen Portugal und Kroatien in Toronto lag ​der Durchschnittspreis für das günstigste Ticket am Sonntag bei 3225 Dollar, wie ⁠Daten der Preisbeobachtungs-Website Ticketdata zeigten. Dies ist der höchste Preis für ein Spiel des Sechzehntelfinales. Die Preise verdoppelten sich nach dem Unentschieden Portugals gegen Kolumbien, wodurch die Paarung ​feststand.Der Preisanstieg verdeutlicht die Auswirkungen des von der Fifa in diesem Jahr eingeführten dynamischen Preissystems, bei dem sich die ‌Preise der Nachfrage anpassen. Dieses Verfahren ist bei US-Konzerten und Sportveranstaltungen üblich ‌und trieb ‌in der Gruppenphase Ticketpreise auf über 1000 Dollar. Narrisch – das war die NachtSelbst Menschen, die viel Fußball schauen, dürften so etwas noch nicht erlebt haben. In Kansas City lief alles auf eine erneute "Schande" zu. Algerien hatte in der 60. Minute das 2:2 gegen Österreich erzielt, schon vor dem Spiel war klar, dass ein Unentschieden beiden Teams zum Weiterkommen reichen würde. Und spätestens ab der 70. Minute stellten sowohl Algerien als auch Österreich das Fußballspielen ein. Beide Abwehrreihen passten sich den Ball zu, keiner schoss mehr aufs Tor, es gab noch nicht mal einen ernsthaften Angriff. In ihrem Quartier in Tijuana müssen die Iraner verrückt geworden sein. Denn sie wussten: Bei einem Remis sind sie raus. Und kein Team wollte mehr ein Tor schießen. Es war unwürdig. Doch dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit. Es waren überhaupt nur vier angezeigt. Algerien startete den ersten echten Angriff seit der Trinkpause. Und plötzlich war der Ball drin: Riyad Mahrez versenkte zum 3:2. Plötzlich war Österreich raus! Verzockt. Rache für Gijón, als sich bei der WM 1982 Deutschland und Österreich auf Kosten der Algerier auf einen Nichtangriffspakt einigten. Oder?Ralf Rangnick wechselte Sasa Kalajdzic ein, den ehemaligen Stürmer des VfB Stuttgart, einen Kopfballspieler. Marcel Sabitzer flankte noch mal, Michael Gregoritsch legte per Kopf ab – und Kalajdzic traf zum 3:3. „Ich habe im Moment keine Worte, sage ich ganz ehrlich. Ich glaube, so etwas habe ich so noch nie erlebt“, sagte Österreichs deutscher Trainer Ralf Rangnick.In den Parallelgruppen ging es nicht ganz so dramatisch zu. Die DR Kongo drehte das Spiel gegen Usbekistan nach einem 0:1-Rückstand, gewann 3:1 und trifft nun im Sechzehntelfinale auf England. Portugal und Kolumbien trennten sich 0:0. Kroatien gewann gegen Ghana und trifft auf Portugal und Cristiano Ronaldo.Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf Paraguay. An der Defensive der Südamerikaner hat sich bei diesem Turnier schon die türkische Offensive um Arda Güler von Real Madrid die Zähne ausgebissen. SZ-Reporter Javier Cáceres hat den Gegner analysiert.16 Sechzehntelfinals stehen festDie längste WM-Vorrunde der Geschichte ist vorbei. Nach 72 Spielen sind 16 Mannschaften ausgeschieden, und zwar: Tschechien, Südkorea, Katar, Schottland, Haiti, Türkei, Curacao, Tunesien, Neuseeland, Uruguay, Saudi-Arabien, Irak, Jordanien, Usbekistan, Panama und Iran. Vorläufiger Gewinner ist Afrika. Von zehn Teams sind neun ins Sechzehntelfinale eingezogen – die beste Quote aller Kontinentalverbände. Verlierer ist Asien: Nur Japan und Australien (die zum asiatischen Kontinentalverband gehören) haben es in die K.-o.-Runde geschafft. Jedenfalls wenn man Neuseeland nicht berücksichtigt, die allein den ozeanischen Verband repräsentieren.Die Sechzehntelfinals in der Übersicht: Sonntag, 28. JuniSüdafrika - Kanada (21 Uhr/ARD)Montag, 29. JuniBrasilien - Japan (19 Uhr/ZDF)Deutschland - Paraguay (22.30 Uhr/ZDF)Dienstag, 30. JuniNiederlande - Marokko (3 Uhr/MagentaTV*)Elfenbeinküste - Norwegen (19 Uhr/ARD)Frankreich - Schweden (23 Uhr/MagentaTV)Mittwoch, 1. JuliMexiko - Ecuador (3 Uhr/MagentaTV) England - DR Kongo (18 Uhr/ARD)Belgien - Senegal (22 Uhr/ARD)Donnerstag, 2. JuliUSA - Bosnien-Herzegowina (2 Uhr/MagentaTV)Spanien - Österreich (21 Uhr/ARD)Freitag, 3. JuliPortugal - Kroatien (1 Uhr/MagentaTV)Schweiz - Algerien (5 Uhr/ZDF)Australien - Ägypten (20 Uhr/ZDF)Samstag, 4. JuliArgentinien - Kap Verde (0 Uhr/MagentaTV)Kolumbien - Ghana (3.30 Uhr/ZDF) *MagentaTV zeigt jedes Spiel live. Hier ist der Sender nur aufgelistet, wenn er die jeweilige Partie exklusiv im Programm hat.Nach WM-Aus: Schottlands Trainer gehtSchottlands Trainer Steve Clarke ist nach dem feststehenden Aus bei der Fußball-WM zurückgetreten. Das teilte der schottische Verband am Samstag mit. Clarke (62) hatte das Team sieben Jahre lang trainiert und zur ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren geführt. Für Schottland (3 Punkte, -3 Tore) reichte es nicht für einen Platz unter den acht besten Gruppendritten.„Der emotionalste Teil dieses Abschieds gilt meinen Spielern, ohne die wir keine der Erinnerungen hätten, die wir von 2019 bis heute gesammelt haben. Sie verdienen all das Lob und die Bewunderung, die ihnen zuteil werden, und es war mir wirklich eine Ehre, ihr Trainer genannt zu werden“, wird Clarke in einer Verbandsmitteilung zitiert.Die Schotten hatten zum Auftakt mit 1:0 gegen Haiti gewonnen, in der Folge aber gegen Marokko (0:1) und Brasilien (0:3) verloren. Drei Tage nach der letzten schottischen Partie stand das Aus am Samstag fest. Die schottischen Fans, genannt „Tartan Army“, hatten an den Spielorten Boston und Miami während der WM für reichlich Stimmung gesorgt.Brown wieder auf dem TrainingsplatzLinksverteidiger Nathaniel Brown ist nach seinen leichten Adduktorenproblemen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt und steht dem Bundestrainer damit im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay zur Verfügung. Brown war im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) von David Raum ersetzt worden.Nagelsmann begrüßte beim Training am Samstag im Spry Soccer Stadium in Winston-Salem alle 25 verbliebenen Spieler. Die Abschlusseinheit findet am Sonntagmorgen (Ortszeit) statt, ehe es danach im FIFA-Charterflieger nach Boston geht. Das Sechzehntelfinale findet am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough statt.Vor Paraguay: Völler verbreitet Zuversicht – "Glaube ist da"DFB-Sportdirektor Rudi Völler richtet den Fokus zum Start in die K.-o.-Phase alleine auf den nächsten Gegner Paraguay. „Jetzt geht die WM richtig los! Und der Glaube ist da, dass wir alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen“, sagte der 66-Jährige zum Sechzehntelfinale der Fußball-Nationalmannschaft am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough: „Das ist ein K.-o.-Spiel: Runde weiter oder nach Hause fahren.“ Mit anschließenden Top-Gegnern wie dem möglichen Achtelfinalgegner Frankreich, der Niederlande (Viertelfinale) und Spanien (Halbfinale) mochte sich Völler in Winston-Salem noch nicht beschäftigen. „Klar, es gibt Nationen, die zu den Topfavoriten gehören. Dazu gehört auch Frankreich. Aber damit befassen wir uns jetzt nicht“, sagte der ehemalige Teamchef. Er traut dem DFB-Team aber trotz des Stimmungsdämpfers beim 1:2 im tabellarisch nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel gegen Ecuador alles zu: „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann.“Musiala, Wirtz und Havertz: "Wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“Voraussetzung dafür sei aber, dass die Offensiv-Asse Jamal Musiala, Florian Wirtz und auch Kai Havertz in den K.-o.-Spielen zünden. „Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Sie wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“, sagte der ehemalige Weltklassestürmer Völler. Havertz (2 Tore), Musiala (1) und Wirtz (0) haben in der Vorrunde zusammen so oft getroffen wie der immer nur eingewechselte Joker Deniz Undav (3).Liefern muss neben den Spielern auf dem Platz auch der Bundestrainer am Spielfeldrand – gegen Ecuador hat das Coaching von Julian Nagelsmann nämlich ganz und gar nicht funktioniert, kommentiert SZ-Reporter Christof Kneer:Hai-Alarm in New York Nach dem sensationellen Einzug der Kapverden ins WM-Sechzehntelfinale dürfte der Weltmeister der Herzen bereits feststehen. Mitten in Brooklyn feierten in der Nacht zu Samstag mehrere Hundert Fans und Sympathisanten der sogenannten „Tubarões Azuis“, der Blauen Haie, das entscheidende 0:0 gegen Saudi-Arabien. Fifa verbietet Frankreich TrauerflorDer Fußball-Weltverband Fifa hat der französischen Nationalmannschaft untersagt, im WM-Spiel gegen Norwegen (4:1) am Freitag Trauerflor zu tragen. Der französische Verband FFF wollte mit schwarzen Armbändern seine Verbundenheit mit Nationaltrainer Didier Deschamps zum Ausdruck bringen. Die Mutter von Deschamps wurde am Freitag beerdigt. Sie war am Dienstag verstorben.Deschamps war nach dem zweiten Spiel der Gruppenphase gegen den Irak (3:0) abgereist, um an der Beisetzung teilzunehmen. Er wird am Samstag zurückerwartet.Die Fifa regelt die Ausrüstung auf dem Spielfeld streng und erlaubt Armbinden in der Regel nur für bestimmte, von ihr genehmigte Aufklärungskampagnen. Daher wurden die schwarzen Trauerbänder auf dem Spielfeld nicht zugelassen. Vor der Partie wurde hingegen eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Erdbeben in Venezuela eingelegt. Kap Verde feiert erneut, Iran hofft nach dramatischem 1:1 gegen Ägypten noch aufs Weiterkommen – das war die Nacht Am Ende schauten alle auf das Handy. Das Spiel zwischen den Kapverden und Saudi-Arabien war vorbei, 0:0, der Außenseiter hatte seinen Teil getan. Aber um nach dem 0:0 gegen Spanien, dem 2:2 gegen Uruguay und diesem Remis gegen das sehr reiche Königreich auch noch das vierte Wunder zu vollbringen, brauchten sie Hilfe. Das Parallelspiel zwischen Spanien und Uruguay lief noch, Spanien führte, Uruguay hatte gerade Rot gesehen … und dann war Schluss. Mit dem Sieg des Europameisters gegen den zweimaligen Weltmeister reichten den Kapverden drei Punkte für Platz zwei. Sie ziehen damit als drittkleinster Teilnehmer der WM-Geschichte in die K.-o.-Runde ein und treffen dort auf den Weltmeister: Lionel Messi und Argentinien warten. Kapverde ist übrigens damit weiter das einzige ungeschlagene Team der WM-Geschichte.„Das ist ein sehr besonderer Moment. Ich glaube, so etwas habe ich auf dem Platz noch nie gefühlt. Ich wollte fast weinen. Es war so emotional“, sagte Deroy Duarte, nachdem er mit seinen Teamkollegen auf einer schier unendlichen Ehrenrunde den historischen Erfolg gefeiert hatte: „Wir haben es so sehr verdient. Wir sind ein kleines Land, eine kleine Bevölkerung. Aber wir haben ein großes Herz.“ Auch im nächsten Gruppenfinale ging’s dramatisch weiter: Iran fehlte (im umstrittenen "Pride Match) gegen Ägypten ein Tor, um mit einem Sieg ins Sechzehntelfinale einzuziehen. In der Schlussphase wurde ein vermeintliches Tor wegen Abseits zurückgenommen, außerdem trafen die Iraner die Latte. Nun müssen sie hoffen, als Gruppendritter in die K.o.-Runde einzuziehen – was allerdings gar nicht so unwahrscheinlich ist.Mehr ladenTickarooLive Blog Software