Nach Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fußball-WM hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt. Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.Der 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei „angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd“, schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schwache Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen. (dpa)Inmitten all der Tore, Tränen und Triumphe wäre beinahe untergegangen, wer der Gastgeber des großen Spektakels ist. Also dachte sich Gianni Infantino womöglich, dass er die Fußballwelt zum Ende der WM-Vorrunde besser einmal daran erinnern sollte, dass es Donald Trump noch gibt. Natürlich, betonte der FIFA-Chef bei Trumps Haussender Fox, werde er den Pokal nach dem Finale gemeinsam mit dem US-Präsidenten überreichen.„Wir sind die ganze Zeit zusammen“, versicherte Infantino. Die ganze Zeit? Nun, während der FIFA-Boss vor der WM fast nicht von Trumps Seite gewichen war, scheint die „Bromance“ während des Turniers etwas zu ruhen. Der US-Präsident trat bisher kaum in Erscheinung, er verwandelte noch kein WM-Spiel in eine große Trump-Show. Deshalb kursiert die Frage: Wo ist er?Kritiker befürchteten, dass Trump die Mega-WM für seine Zwecke nutzen könnte. Und obwohl er im Hintergrund blieb, findet Nicolas McGeehan von der Organisation FairSquare, dass der US-Präsident seine Ziele längst erreicht hat. Trump und dessen Berater wollten bei der WM „ihren aggressiven Nationalismus und Rassismus“ demonstrieren, sagte McGeehan dem SID. Die FIFA habe ihnen das „ganz eindeutig ermöglicht“.McGeehan verwies auf Omar Artan, dem die Einreise in die USA verweigert worden war. Demnach wäre der somalische Referee, dem US-Behörden eine Verbindung zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen vorwerfen, „ohnehin nie ins Land gelassen worden, und sie wollten daraus eine große Show machen“. McGeehan wies zudem auf die Einreiseprobleme des irakischen Stürmers Aymen Hussein und der usbekischen Nationalmannschaft hin. „Deshalb haben sie im Wesentlichen bekommen, was sie wollten.“Dass der US-Präsident, der in seiner zweiten Amtszeit kaum ein bedeutendes Sportereignis in seiner Heimat verpasst hat, noch bei keinem WM-Spiel war, sei „ziemlich untypisch“, sagte McGeehan. Ob Trump vor dem Finale eine Partie besuchen wird, ist offen. Laut dem Telegraph sei dies „unwahrscheinlich“. Mutmaßliche Gründe dafür kursieren zuhauf.Da wären Spekulationen über den Gesundheitszustand, die politischen Probleme im Irankrieg und die Planungen für den 250. Unabhängigkeitstag am 4. Juli, aber auch die Sorge vor Fangesängen, die Trump mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung bringen. Beim NBA-Finale der New York Knicks war Trump ausgebuht worden, und man wisse ja, „dass er es nicht mag, so behandelt zu werden“, sagte McGeehan. (sid)„Fußball“, sagte Gary Lineker in der Zeit großer DFB-Erfolge, „ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“ Doch das ist längst vorbei - und auch mit dem Respekt der englischen Stürmerlegende vor dem Erzrivalen ist es nicht mehr weit her.„Ich glaube – auch wenn ich mich irren kann –, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe“, sagte Lineker dem französischen Fachblatt L'Équipe. Sollte es bei der WM im Achtelfinale tatsächlich zu einem Duell des viermaligen Weltmeisters mit Frankreich kommen, könnten Les Bleus „problemlos ins Viertelfinale einziehen“.Warum das so ist? Deutschland lebe „in der Vergangenheit“, sagte Lineker und urteilte vernichtend: „Man darf nicht vergessen: Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften sind sie nicht einmal über die Gruppenphase hinausgekommen. Ich glaube also“, fügte er lachend an, „man kann ruhig schlafen“.Kai Havertz findet das absolut nicht witzig. „Jeder kann seine Meinung haben“, sagte der in England beim FC Arsenal spielende DFB-Stürmer und ergänzte spitz: „Klar, bei so einem Turnier fangen viele Leute an, über einen zu sprechen. Ich glaube, da hört keiner groß hin. Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land – wenn es in anderen Ländern auch anfängt, dann reicht es irgendwann mal. Es ist immer einfach, von außen auf uns einzuhauen. Aber mich interessiert das wirklich null.“Seinen legendären Spruch hatte Lineker übrigens schon 2022 aktualisiert. Ja, die Deutschen gewännen immer - „wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen“, sagte er damals. Dies ist nun ja erstmals seit dem Triumph 2014 wieder der Fall ... (sid)Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat dem Fußball-Weltverband erwartungsgemäß einige Rekordzahlen beschert. Die 72 Spiele in der Vorrunde etwa wurden in den Stadien von insgesamt 4.644.549 Zuschauern besucht. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.-o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64.508 Zuschauern kommt diese Weltmeisterschaft bislang allerdings nicht an jene von 1994 heran.Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach FIFA-Angaben zudem einen Rekord. Zum Vergleich: Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer – allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.Wie der Weltverband mitteilte, kamen in der Vorrunde 999 Spieler zum Einsatz – Kanadas Bayern-Star Alphonso Davies wurde dann im ersten Sechzehntelfinale gegen Südafrika (1:0) der 1000. Akteur, der bei dieser WM auflief.Weil die Fanmassen in den Arenen auch verköstigt werden wollten, registrierte die FIFA zudem 2,8 Millionen verkaufte Biere und fast eine Million verkaufte Flaschen Wasser. Zudem wurden 300.000 Hotdogs gekauft. (dpa)Haaland? Mbappé? Messi? Ach was! Der heimliche Star dieser WM hat Federn, einen Schnabel und watschelt lieber, als zu sprinten und Tore zu schießen. Eine Ente namens Merlín ist vom tierischen Begleiter einer Straßenhändlerfamilie in Mexiko-Stadt zum berühmtesten Fan des Turniers geworden – und steht sinnbildlich für die mitreißende Fußballeuphorie im Gastgeberland.Der grauäugige und zweieinhalb Kilo schwere Merlín sei „ein kleines Symbol dessen, wie wir sind“, schwärmte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, die den zwei Jahre alten Peking-Erpel und seine Besitzerin Karla Gómez (48) kurzerhand in den Präsidentenpalast einlud. Das inoffizielle WM-Maskottchen gilt vielen Fans sogar als eine Art „Nationalheiliger“ – einer, der „El Tri“ auch im Sechzehntelfinale gegen Ecuador in der Nacht auf Dienstag (3.00 Uhr MESZ/MagentaTV) Glück bringen soll.Angefangen hatte die besondere Geschichte nach Mexikos Auftaktsieg gegen Südafrika. Während auf der Prachtstraße Paseo de la Reforma Tausende Fans ausgelassen feierten, spazierte Merlín im grünen Trikot seelenruhig durch die Menschenmenge. Videos gingen viral, plötzlich wollte jeder ein Foto mit dem „unerwarteten Star“ (The Guardian), Merlín war seitdem zu Gast in Fernsehsendungen, posierte vor dem Palacio de Bellas Artes und wurde sogar zum FIFA-Botschafter ernannt.„Wir lassen ihn nie allein, er ist unser Baby – und jetzt ein Idol“, sagt seine Besitzerin. Merlín, wie der Zauberer, „weil er Magie in unser Leben gebracht hat“, sei ein Geschenk einer Kundin für ihren Sohn gewesen, die beiden seien „unzertrennlich“, so Gómez. Und für den Getränkeverkauf die beste Werbung.Denn der Enterich, der längst natürlich auch als Plüschtier verkauft wird, begleitet seine Familie jeden Tag zur Arbeit. Er posiert für Fotos – „und wenn die Menschen grüßen, grüßt er zurück“. Hin und wieder schnabelt er einen kleinen Plastikball vor sich her. „Ich bin überzeugt davon, dass Merlín in einem früheren Leben Fußballer war“, sagt Gómez schmunzelnd im SZ-Interview.Ins Stadion darf der Enterich aus Tierschutzgründen nicht. Und so wird er am Dienstag (Ortszeit) wieder durch die Straßen der mexikanischen Hauptstadt watscheln, während die Fußballstars etwa 20 Kilometer entfernt im legendären Aztekenstadion um das Achtelfinale kämpfen. (sid)TRT World on Instagram: "Meet Merlin, a duck who has become the unofficial mascot for Mexico and FIFA World Cup 2026 after capturing hearts on social media for sporting the green jersey of Mexico’s national team and a FIFA tie, as he accompanies his owner, Carla Gomez, a street vendor who sells water and soft drinks across Mexico City. The 2-year-old bird first went viral following Mexico’s 2–0 win over South Africa and has since appeared in interviews, visited television studios, met fans at fan fests, and even met Mexican President Claudia Sheinbaum. He was, however, not allowed inside the capital’s Azteca Stadium for Mexico’s match against the Czech Republic. A FIFA spokesperson said Merlin was permitted to enter the stadium perimeter to film a segment with a broadcaster, but not the venue itself, as FIFA regulations prohibit animals inside stadiums to ensure their welfare."3,216 likes, 12 comments - trtworld on June 27, 2026: "Meet Merlin, a duck who has become the unofficial mascot for Mexico and FIFA World Cup 2026 after capturing hearts on social media for sporting the green jersey of Mexico’s national team and a FIFA tie, as he accompanies his owner, Carla Gomez, a street vendor who sells water and soft drinks across Mexico City. The 2-year-old bird first went viral following Mexico’s 2–0 win over South Africa and has since appeared in interviews, visited television studios, met fans at fan fests, and even met Mexican President Claudia Sheinbaum. He was, however, not allowed inside the capital’s Azteca Stadium for Mexico’s match against the Czech Republic. A FIFA spokesperson said Merlin was permitted to enter the stadium perimeter to film a segment with a broadcaster, but not the venue itself, as FIFA regulations prohibit animals inside stadiums to ensure their welfare.".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Paraguays Kapitän Gustavo Gómez hat für das WM-Sechzehntelfinale gegen Deutschland einen kampfbetonten Auftritt angekündigt. „In den drei Spielen – unabhängig von den Ergebnissen – haben wir gezeigt, dass wir gut kämpfen können“, sagte der 33-Jährige. „Das wird morgen nicht anders sein. Das ist unsere Identität.“Paraguay qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston. Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Co-Gastgeber USA blieb die Mannschaft von Coach Gustavo Alfaro zweimal ohne Gegentreffer – beim 1:0-Sieg gegen die Türkei sogar trotz langer Unterzahl. Die Abwehr ist klar die Stärke der Südamerikaner.Dass die eher defensiv ausgerichtete Spielweise in der Heimat mitunter auch kritisiert wird, versteht Alfaro nicht. „Warum müssen wir gegen jeden Gegner gewinnen?“, fragte der 63-Jährige. „Wir müssen uns dessen bewusst sein, was wir hier haben.“Paraguay ist erstmals seit 2010 in Südafrika wieder bei einer WM-Endrunde dabei. Damals kam man bis ins Viertelfinale und schaffte damit das bisher beste Ergebnis. „Keiner hätte gedacht, dass Paraguay es zur WM schaffen würde“, sagte Alfaro nun mit Blick auf die Qualifikation für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.Von Deutschland hält der Argentinier viel. „Gegen Deutschland zu spielen, ist natürlich eine große Herausforderung, aber wir werden alles auf dem Platz geben“, sagte Alfaro. „Wir spielen gegen einen schwierigen Gegner – einen, von dem ich glaube, dass er zu den Favoriten für die Weltmeisterschaft gehört.“ (dpa)Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Superstar Neymar in der K.-o.-Runde der Fußball-WM mehr Spielzeit in Aussicht gestellt. „In der letzten Woche war seine Entwicklung sehr gut“, sagte Ancelotti vor dem Sechzehntelfinale am Montag (19.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Houston gegen Japan. Neymar sei „in der Lage“, mehr als 15 Minuten wie bei seinem Comeback zuletzt gegen Schottland (3:0) zu spielen. Erst einmal sollen es vorne aber wieder Vinicius Júnior und Co. richten. „Ich bin sehr zuversichtlich, die Spieler wissen genau, wie sie sich auf so ein Spiel vorbereiten müssen“, sagte Ancelotti, der aber auch dem Gegner „großen Respekt“ zollte. Japan sei „eines der besten Teams der Welt“, so der Italiener.Das letzte Aufeinandertreffen hatte die Selecao im Oktober 2025 nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren. „Das war eine gute Erfahrung für uns, um zu sehen, wie stark Japan ist“, sagte Ancelotti rückblickend über das Testspiel. Brasilien müsse es am Montagmittag (Ortszeit) „wie ein Finale angehen. Denn das ist es.“Die „Blauen Samurai“ glauben derweil fest an eine Überraschung gegen den Rekordweltmeister. „Die WM beginnt jetzt. Wir wollen sie herausfordern und gewinnen“, sagte der japanische Coach Hajime Moriyasu. (sid)Schwedens Topstürmer Viktor Gyökeres hat große Hoffnung auf eine Sensation gegen den Topfavoriten Frankreich. „Auch wenn wir der Außenseiter sind, glauben wir an uns“, sagte der 28-Jährige am Sonntag: „Wir können uns auch gegen die besten Mannschaften gut behaupten.“ Jeder müsse einfach sein „Bestes geben, unsere defensive Organisation muss nahezu perfekt sein, und dann müssen wir natürlich die Chancen nutzen, die sich uns bieten“.Schweden habe in diesem Turnier beispielsweise gegen Japan schon bewiesen, dass es sich in der Außenseiterrolle ganz wohl fühle. „Wir haben in vielen Spielen dieses Turniers gesehen, dass wir Spiele gewinnen können“, so Gyökeres. Es brauche am Dienstag (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in East Rutherford einfach den unbedingten Glauben an die Überraschung. Das direkte Duell mit seinem Arsenal-Vereinskollegen William Saliba in Frankreichs Innenverteidigung werde ihm dabei sicher „Spaß machen“.Man habe gegen Les Bleus jedenfalls „nichts zu verlieren. Genau das macht den Reiz aus“, betonte Mittelfeldspieler Yasin Ayari: „Sie erwarten zu gewinnen. Wir erwarten vielleicht etwas anderes.“ Nicht mal die meisten der eigenen Fans in der Heimat trauen ihrem Team den Achtelfinal-Einzug zu: „Wenn sie das glauben wollen, sollen sie es glauben“, so Ayari weiter: „Wir werden dieses Spiel so ernst wie möglich nehmen. Wir werden dann schon sehen.“ (sid)Mexiko ist vor dem ersten K.-o.-Spiel erhöht wachsam – über dem Camp des WM-Mitgastgebers wurde nun einem Bericht zufolge eine Drohne gesichtet. Der Sender TUDN veröffentlichte auf seiner Homepage ein entsprechendes Video, das das Flugobjekt in der unmittelbaren Nähe des Centro de Alto Rendimiento in Süden von Mexiko-Stadt zeigt.Dort bereitet sich die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre auf die Partie des Sechzehntelfinals gegen Deutschland-Schreck Ecuador vor. Die Mexikaner zogen mit drei Siegen in drei Spielen ohne Gegentor in die erste K.-o.-Runde ein. Gespielt wird die Partie im legendären Aztekenstadion in der deutschen Nacht auf Mittwoch (03.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV). (dpa)Erst entschuldigte sich der Staatspräsident bei seinen Landsleuten, dann trat der heftig kritisierte Nationaltrainer zurück: Das Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt. Zunächst schrieb Staatsoberhaupt Lee Jae Myung auf X von einer „großen Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde. Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet“.Wenig später warf Chefcoach Myung-bo Hong das Handtuch. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück“, erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz am Sonntag im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager bezogen hatten.Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmerstar Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit. Lee hatte den Trainer und die sportliche Führung als Schuldige ausgemacht. „Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert“, schrieb er. (sid)Lionel Messi schießt alles kurz und klein, Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé verzaubern ganz Frankreich - und dennoch ist ein deutscher Super-Joker für die FIFA der bisher beste Angreifer der Fußball-WM in Amerika. Deniz Undav liegt im „Power Ranking“ des Weltverbandes nach dem Vorrunden-Abschluss mit 8,37 von zehn möglichen Punkten vor Messi (Argentinien/8,33) und Mbappé (8,12). Im neuen FIFA-Platzierungssystem, das auf Datenbasis objektiv die Leistungen bewerten soll, erhalten alle Feldspieler in den Kategorien Offensive, Kreativität und Defensive jeweils einen Wert zwischen 0 und 10 zugeordnet. Bei der Kreativität liegt der französische Bayern-Star Michael Olise (8,02) vorne, in der Defensive Kanadas Derek Cornelius (7,3). Der Algorithmus wurde unter der Leitung des langjährigen Arsenal-Teammanagers Arsène Wenger entwickelt. Undav (VfB Stuttgart) hat in der Gruppenphase drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet, gegen die Elfenbeinküste (2:1) war er der Matchwinner. Er benötigte pro Tor 30 Minuten Einsatzzeit, minimal weniger als Messi (33). Torschützenkönig der WM 2022 war Mbappé (8). (sid)Florian ErbeNach umstrittenen Äußerungen über Bosnien-Herzegowina während der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich die US-TV-Reporterin Abigail Velez entschuldigt. Ihre Aussagen seien ein missglückter Versuch gewesen, „ein bisschen Spaß“ zu machen, schrieb die Journalistin des Lokalsenders ABC7 in Los Angeles in den sozialen Medien. Bosnien-Herzegowina ist der Gegner von Gastgeber USA im Sechzehntelfinale in der Nacht zu Donnerstag in Santa Clara.Velez hatte während einer Übertragung gesagt: „Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt. Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht – aber ihr werdet es kriegen!“ Damit sei sie „zu weit gegangen“, erklärte die Journalistin im Nachgang. In den sozialen Medien wurde sie für ihre Ignoranz und Respektlosigkeit kritisiert.Velez selbst meinte, ihre Kommentare seien „unsensibel und unangemessen“ gewesen. „Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und bei der bosnischen Fußballmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft sollte es darum gehen, Menschen aus aller Welt zu vereinen – mein Kommentar spiegelte diesen Geist nicht wider“, schrieb Velez und wünschte allen im Turnier verbliebenen Mannschaften „das Allerbeste“ für den weiteren Verlauf. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software