»Ihr müsst euch nicht krank zum Arzt schleppen«: Lars Klingbeil plädiert für eine pragmatische Umsetzung der neuen Regeln zur Arbeitsunfähigkeit. Das Reformpaket der Koalition verteidigt der SPD-Chef: Nichts tun wäre das Schlimmste.
05.07.2026, 21.05 Uhr
Finanzminister Klingbeil beim ARD-Sommerinterview: »Ein kleines Stück Weg geschafft, aber noch nicht mehr«
Auf 34 Maßnahmen haben sich Union und SPD geeinigt. Wer denke, diese seien zu hundert Prozent so, wie Lars Klingbeil denkt, der verstehe nicht, »wie Kompromissfindung und Demokratie in diesem Land funktionieren«. So verteidigte Lars Klingbeil das jüngste Reformpaket der Bundesregierung im ARD-»Sommerinterview«.
Einige der Reformpunkte waren kritisiert worden, der SPD war vorgeworfen worden, wichtige Positionen aufgegeben zu haben. Der SPD-Vorsitzende Klingbeil räumte ein, dass die Beschlüsse Belastungen für alle Menschen bringen würden. »Wir werden den Menschen etwas abverlangen müssen«, sagte er. Aber: »Nichts tun und unser Land einfach in diesem Status quo belassen, und dieser Status quo hat sich ja über 20 Jahre aufgebaut, das wäre das Schlimmste, was man diesem Land gerade antun könnte.« Die Maßnahmen seien wegen des Reformstaus in Deutschland notwendig.












