Der Wiesnwirt Alexander Egger wird sein Zelt „Münchner Stubn“ auf dem diesjährigen Oktoberfest nicht betreiben. Die Stadt bestätigte entsprechende Berichte von Münchner Merkur und tz. Demnach hatte Egger für sein Zelt zwar den Zuschlag erhalten, jedoch die Frist zur Rücksendung des unterschriebenen Vertrags am vergangenen Freitag verstreichen lassen. Egger selbst und sein Anwalt Benno Ziegler wollten sich am Wochenende zu dem Vorgang nicht äußern.Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hatte Egger eine Erweiterung der Plätze bei seinem Zelt beantragt, ein Biergarten mit 190 Plätzen sollte zu den vorhandenen 440 Plätzen dazukommen. Das hat die Stadt jedoch abgelehnt. Egger hatte mehrmals betont, dass ein kleines Zelt wie seines schwer rentabel zu betreiben sei. Er führt neben der „Münchner Stuben“ auf der Wiesn auch das gleichnamige Lokal am Hauptbahnhof.Für die Stadt stellt sich nun das Problem, einen Ersatz für Egger und sein Zelt zu finden. Das dürfte nicht so einfach sein, denn der Aufbau auf der Theresienwiese hat bereits begonnen. Es ist fraglich, ob ein neuer Bewerber in der verbleibenden Zeit bis zum Anstich bereit und fertig sein kann.Alexander Egger wird auch als „Wirte-Rebell“ bezeichnet. Er hatte sich zunächst auf das Schützenlisl-Zelt auf der Oidn Wien beworben, war aber abgelehnt worden. Egger klagte gegen die Entscheidung, verlor aber das Verfahren. Zugeich hatte er sich für zwei große Zelte beworben – das Schottenhamel- und das Paulaner-Zelt. Auch hier wurde er abgelehnt.Der Rechtsstreit um das Vergabeverfahren dauert anEgger griff danach das Vergabeverfahren der Stadt ebenfalls vor Gericht an. Dieses lehnte eine schnelle Entscheidung im Eilverfahren ab, in der Hauptsache soll am 11. September verhandelt werden, eine gute Woche vor Beginn der Wiesn am 19. September. Egger will erreichen, dass die Vergabe der Zelte europaweit ausgeschrieben wird. Bislang können sich nur Wirte und Brauereien bewerben, deren Bier in München gebraut wird.Im Kreis der anderen Wiesn-Wirte löste Alexander Egger mit seinem Vorgehen keine Freude aus: So entschieden sich die 20 Wirte der Arbeitsgemeinschaft der kleinen Wiesnzelte, ihn aus diesem Kreis auszuschließen. Er selbst trat aus dem Vorstand der Dehoga-Kreisstelle München aus. Sein Amt im Vorstand der Tourismus Initiative München (TIM) legte er ebenfalls nieder.
Oktoberfest 2026: Wirte-Rebell Alexander Egger verzichtet auf die Wiesn
Der Streit zwischen dem Wiesnwirt und der Stadt München geht in die nächste Runde: Der Gastronom wird sein Zelt auf dem Oktoberfest heuer nicht betreiben.












