Die Erwartungen, die mit dem geplanten Börsengang des Rüstungsunternehmens KNDS verbunden waren, waren groß. Die Regierungen in Berlin und Paris wollten beweisen, dass sie in Sachen Verteidigung doch gut zusammenarbeiten können. Denn erst vor einem Monat war ein deutsch-französisches Vorzeigeprojekt im Rüstungsbereich kläglich gescheitert. Das Vorhaben mit dem Kürzel FCAS sah vor, für viele Milliarden Euro einen gemeinsamen Kampfjet zu entwickeln und zu bauen. Die beteiligten Unternehmen und die Politik verhedderten sich aber dermaßen, dass das Ganze abgesagt wurde – neun Jahre (!) nach der ersten Idee.