PfadnavigationHomePolitikAuslandChamenei-Trauerfeier„Warum lebt der größte Bastard der Welt noch?“ – Iranischer Dichter fordert Tod von Donald TrumpStand: 08:54 UhrLesedauer: 3 MinutenTrauernde nehmen in Teheran an den Trauerfeierlichkeiten für den getöteten iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei teilQuelle: Altaf Qadri/AP photo/dpaBis zu 20 Millionen Besucher werden allein in Teheran zur sechs Tage langen Trauerfeier für den getöteten Religionsführer Chamenei erwartet. Dort sprach ein Künstler zu den Massen – und ließ seinem Hass auf die USA freien Lauf.Bei der Trauerfeier für den getöteten iranischen Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei hat ein Redner vor Hunderttausenden Menschen in Teheran den Tod von US-Präsident Donald Trump gefordert. Der Dichter Mohammad Rasouli fragt die Menge über Lautsprecher: „Warum lebt der größte Bastard der Welt noch?“ Gemeint gewesen sei Trump. Die Äußerung sei von Jubel und Sprechchören begleitet worden.Es sei das erste Mal gewesen, dass bei den offiziellen Trauerfeierlichkeiten ein Moderator oder Redner öffentlich und direkt den Tod Trumps gefordert habe. Bereits zuvor waren bei den Zeremonien Plakate und Graffiti mit Drohungen gegen Trump und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu sehen gewesen.Rasouli löste mit seinen Aussagen zudem „Tod Amerika“ und „Tod Israel“-Rufe aus. Zustimmung aus der Menge habe es auch gegeben, als er erklärte, die Welt sei für Trump „kein guter Ort mehr“.Neuer Oberster Führer fehlte bei FeierlichkeitenSpäter leitete der 97-jährige schiitische Geistliche Ajatollah Dschafar Sobhani ein Totengebet für Chamenei und dessen verstorbene Familienangehörige. Anwesend waren unter anderem Präsident Massud Peseschkian, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, Revolutionsgarden-Chef Ahmad Vahidi sowie Esmail Ghaani, Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden. Mehrere Söhne Chameneis nahmen ebenfalls teil.Nicht erschienen war dagegen der neue Oberste Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, ein Sohn des Getöteten. Nach Berichten soll er bei dem Luftangriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater ums Leben kam. Israel habe ihm ebenfalls mit der Tötung gedroht.Am zweiten Tag der Trauerfeier versammelten sich deutlich mehr Menschen als zuvor. Viele Teilnehmer trugen schwarze Kleidung sowie Banner und Fahnen zu Ehren Chameneis. Auf einigen Transparenten wurde erneut die Tötung Trumps gefordert. Die iranischen Behörden rechnen allein in Teheran mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern. Insgesamt sind sechstägige Trauerfeierlichkeiten für Chamenei geplant, der den Iran von 1989 bis zu seinem Tod Ende Februar als oberster Führer geprägt hatte.Lesen Sie auchChamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten. Sein Leichnam bleibt noch bis Montag in Teheran. Danach sind Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und dem Nachbarland Irak geplant, ehe Chamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll.Die Beisetzung Chameneis gilt als wichtiger Moment für die iranische Führung und den neuen Obersten Führer. Gleichzeitig liegen die Gespräche zwischen Teheran und Washington über ein dauerhaftes Ende des Krieges derzeit auf Eis.AP/dpa/kami