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In Russland zerstören ukrainische Drohnen Öllager, es mangelt an Benzin, und Putin spricht von »beispiellosem Druck« auf sein Land. Nur lehrt die Geschichte: Der Westen vertut sich traditionell bei der Einschätzung Russlands, sagt der russische Historiker Wladislaw Martinowitsch Subok, er forscht an der London School of Economics and Political Science.
DIE ZEIT: Herr Subok, wie schätzt man die Stärke Russlands richtig ein?
Wladislaw Subok: Das war immer schwierig. Ein oft zitiertes Bonmot lautet: »Russland ist nie so stark, wie man befürchtet, und nie so schwach, wie man hofft.« Es ist nicht eindeutig belegt, wird aber sowohl dem österreichischen Diplomaten Metternich als auch Bismarck und Churchill zugeschrieben. Es spiegelt die Ängste in Europa im frühen 19. Jahrhundert und im Verlauf des 20. Jahrhunderts wider, wenn man auf die Landkarte blickt und diesen riesigen Raum im Osten sieht.











