Die Wiesen entlang der National Mall in Washington, D. C. blieben in den vergangenen Tagen auffallend leer. Vielen Amerikanern ist zum 250. Geburtstag ihres Landes nicht nach Feiern zumute. Donald Trumps Umfragewerte im eigenen Land sind im Keller – zuletzt vor allem wegen seines desaströsen Irankriegs und der Abkehr von seiner America-First-Doktrin, die Benzin- und Lebensmittelpreise für seine Wähler in die Höhe trieb.
Die Unbeliebtheit des Präsidenten daheim spiegelt sich im ramponierten Ruf der USA im Ausland wider: Zum eigentlich stolzen 250-jährigen Bestehen der ältesten Demokratie der Welt ist Amerikas Ansehen schwer beschädigt. Wie dramatisch das Ansehen des Landes seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit abgestürzt ist, zeigt eine neue Umfrage des US-Meinungsinstituts Pew Research: Nur noch jeder Vierte von 40.000 Befragten in 36 Ländern hat Vertrauen in die globale Führungsrolle Amerikas. Mehr als die Hälfte hält die Vereinigten Staaten inzwischen für einen unzuverlässigen Partner; in Deutschland ist die Zahl jener, die die USA für verlässlich halten, seit der letzten Erhebung 2022 von 83 Prozent auf 39 Prozent gefallen. Ähnlich schlecht sind die Werte in einstigen Partnerländern wie Kanada, den Niederlanden und Schweden. Selbst die globale Rechte im Westen wendet sich ab: Bei populistisch-konservativen Anhängern in Italien fiel die Zustimmung zur Politik der USA von 60 Prozent auf 31 Prozent und in Großbritannien von 62 Prozent auf 48 Prozent. Allein in Israel hält noch eine große Mehrheit zu den USA.













