Seit 32 Jahren arbeitet Kathrin Sohl in einer Leipziger Bäckerei. Die Kinder von damals kommen inzwischen mit ihren eigenen Kindern bei ihr einkaufen.
Manchmal kommen Leute in die Bäckerei, erkennen Kathrin Sohl und sagen: „Ach, Sie sind ja noch da!“
Draußen: Ein sonniger Nachmittag in Leipzig-Großzschocher. Es ist still, denn die Hauptstraße ist durch eine Baustelle lahmgelegt. Der Turm der Taborkirche und ein Kran heben sich vom blauen Himmel ab. Kirschbäume und kleine Gärten reihen sich die Weiße Elster entlang, die unweit fließt. Hinter der Parterrewohnung, in der Kathrin Sohl mit ihrem Mann Micha lebt, liegt ein blühender Garten, den sie gerne in ihrer Freizeit pflegt. Rocky, der schwarze Kater, kaut an ein paar Kräutern herum und sucht sich einen Sonnenplatz.
Drinnen: Im Wohnzimmer dominiert die Farbe Grün: Eine Wand ist in der Farbe gestrichen, es gibt viele Pflanzen und ein Aquarium mit orangefarbenen Fischen. Familienfotos hängen an den Wänden, dazu alte Ansichten von Leipzig und mehrere Uhren, die gleichzeitig ticken. Die Regale sind voller Familiensouvenirs, darunter der Aschenbecher des Opas, auf dem „Wie man es macht, ist es falsch“ steht, und Babyschuhe mit der Aufschrift „Du wirst Oma“.













