Partner Kickl, Kurz, Strache 2018: »Mit der FPÖ war es die beste Zeit«

Österreichs Ex-Kanzler Kurz bandelt mit der rechten FPÖ an. Alles nur Kontaktpflege, sagt er. Beobachter vermuten mehr dahinter.

04.07.2026, 08.51 Uhr

Plant Sebastian Kurz die Rückkehr in die Politik – mit Unterstützung der rechtsradikalen FPÖ? Entsprechende Gerüchte halten sich hartnäckig in Wien. FPÖ-Chef Herbert Kickl sprach in einem Interview unlängst selbst von Kontakten zum Umfeld des Altkanzlers. Ihre Zusammenkunft Anfang Juni war mehr als ein »Versöhnungstreffen«, wie das Magazin »Profil« berichtete. Schließlich sind Unstimmigkeiten wohl schon sehr viel früher ausgeräumt worden, wie SPIEGEL und »Standard« erfuhren.

In Interviews redet Kurz den Termin mit dem FPÖ-Mann eher klein. Als politischer Mensch pflege er Kontakte, der Austausch mit Kickl habe keinerlei strategische Bedeutung. Aus der FPÖ heißt es auf Anfrage: Wenn es »etwas zu sagen gäbe, hätte Herbert Kickl eine Pressekonferenz gemacht«.Streben Kurz und Kickl wirklich gemeinsam an die Macht? Die Vorstellung mag absurd klingen, schließlich gelten die beiden spätestens seit der Ibiza-Affäre 2019 als verfeindet. Damals sorgte Kurz für die Entlassung von Kickl als Innenminister. Wenig später stürzte Kickl im Parlament Kurz als Kanzler. Noch heute kokettieren FPÖ-Leute damit, Aufkleber vorrätig zu haben, auf denen »Kurz muss weg« steht.