Die Ankündigung der japanischen Bürgermeisterin Shoko Kawata, wegen der Geburt ihres Kindes mehrere Monate beruflich kürzerzutreten, hat in Japan eine landesweite Diskussion über Mutterschutz und die Rolle von Frauen in der Politik ausgelöst.Die 35-jährige Rathauschefin der Stadt Yawata südlich von Kyoto will sich zwei Monate vor und zwei Monate nach der Geburt ihres Kindes aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Das kündigte sie auf einer Pressekonferenz an. Da es in Japan bislang keinen rechtlichen Rahmen für die Elternzeit kommunaler Spitzenpolitiker gibt, nimmt Kawata den Mutterschutz nicht offiziell in Anspruch. Stattdessen soll ihr Stellvertreter Shigeto Nose vorübergehend die Amtsgeschäfte übernehmen.
Mit ihrem Schritt schreibt Kawata Geschichte: Sie wird die erste Bürgermeisterin Japans, die während ihrer Amtszeit Mutterschutz nimmt.Kawata: Ohne Babypause würden Frauen von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werdenWährend ihre Mitarbeiter die Entscheidung nach eigenen Angaben geschlossen unterstützen, fällt die öffentliche Reaktion deutlich gemischter aus. In sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen wird kontrovers diskutiert. Viele Nutzer loben Kawata dafür, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu wollen, und sehen in ihrem Vorgehen ein wichtiges Signal für andere Frauen, die eine politische Karriere anstreben.











